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Sport und Fetisch

Viele Personen betreiben aktiv Sport. Andere hingegen schauen sich Sport gern an, sei es live oder im Fernsehen. Wir möchten euch eine Auswahl an Sportarten vorstellen, welche aus unterschiedlichen Gründen eine gewisse „Fetisch-Faszination“ hervorrufen. Oft steht die Ausrüstung im Fokus, doch welche ist das? Wir gehen der Sache nach.

Sport ist Mord

Viele Menschen üben eine Sportart aus. Manche Sportarten kann man das ganze Jahr über betreiben, andere hingegen sind eher saisonal, weil man dabei beispielsweise eine bestimmte Witterung braucht, da der Sport in der freien Natur stattfindet. Doch kann Sport auch eine schmerzhafte Erfahrung sein, da man sich dabei auch verletzen kann. Meist dient der Sport aber dazu, die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

Beweggründe

Es gibt auch andere Motivationen hinter dem Ausüben einer Sportart. Das können unter anderem beim Mannschaftssport die anderen Teilnehmer oder Teammitglieder sein. Andere hingegen genießen beim Sport eher ihre Privatsphäre und trainieren vor sich allein hin. Immer häufiger sehen wir im Fetischbereich Sportbekleidung, welche zur sexuellen Stimulation verwendet wird. Da fragt man sich, ob der Träger von Sportkleidung nur auf die Kleidung und Ausrüstung steht oder auch das Ausüben der jeweiligen Sportart (unabhängig von Kleidung und Ausrüstung) anziehend findet. Wir möchten euch ein paar Sportarten vorstellen, die einen durchaus präsenten Kleidungs- und Ausrüstungsfetisch auslösen können.

Sportarten (Auswahl in alphabetischer Reihenfolge)

American Football ist eine Sportart, die sich in den letzten Jahren auch im europäischen Raum immer größerer Beliebtheit erfreut. Wenn ein Spieler in voller Montur vor einem steht, dann hat das durch die breiten Schulterpads und dem Helm dann schon ein sehr maskulines Auftreten, welches bei einem Fetischabenteuer auch genutzt werden kann.

Angeln kann man auf verschiedene Arten. Am Ufer in einem Stuhl sitzend oder auf einem Boot auf dem Wasser. Manche stehen aber auch mit Watstiefeln oder einer Wathose im Wasser. Watbekleidung kann neben herkömmlichen Gummistiefeln auch bei anderen „feuchten Spielen“ sehr funktionale Kleidung sein. Wer nicht in Wathosen im Wasser stehen möchte, der kann zum Beispiel beim „Belly Boot Angeln“ sitzend die Beine (Wathose) ins Wasser baumeln lassen bzw. sich hier mit Flossen sogar fortbewegen.

Beim Basketball haben viele Spieler eine stattliche Größe. Neben der eigentlichen Körpergröße kommt meist auch eine beachtliche Schuhgröße dazu. Und wenn man dann mal Basketballschuhe der Größe 50 vor der Nase hat, dann bekommen manche Fetischisten große Augen. Sneaker- und Sockenfetisch? Ja, bitte!

Der Berg ruft! Bergsteigen ist nicht nur faszinierend, sondern kann auch gefährlich werden. Gerade die Sicherheitsausrüstung wie Helm, Klettergurt und natürlich die Seile können lebenswichtig sein. Warum nicht den Umgang mit Seilen auch im Schlafzimmer nutzen oder den Partner am Klettergurt bewusst irgendwo fixieren? Eine sehr spezielle Form des Bergsteigens ist das Eisklettern. Hier kommen neben Bergstiefel noch Steigeisen, Eispickel und wärmende Kleidung dazu.

Wer wollte nicht schon mal so gut Boxen können, wie Rocky Balboa? Doch geht es bei diesem Sport nicht nur um das sinnlose Umhauen von seinem Gegner. Das Boxtraining ist für den kompletten Körper eine schweißtreibende Angelegenheit. Auch die Ausrüstung verdient einen genaueren Blick. Neben Boxershorts (ja, der Name kommt wirklich aus dem Boxsport) sind auch hochgeschnürte Boxschuhe/-stiefel und natürlich Boxhandschuhe ein Gaumenschmaus für Fetischisten. Teils werden Boxhandschuhe als „Vorderpfoten“ von Puppy-Playern verwendet, da sie meist bequemer und günstiger sind als Fäustlinge aus dem Fetischbereich.

Wenn es um faszinierende Schutzausrüstung geht, dann ist Eishockey ganz vorn mit dabei. Helm, Mund-/Zahnschutz, Hals-/Nackenschutz, Ellenbogenschoner, Handschuhe, Tiefschutz, Hose, Schienbeinschoner, Schlittschuhe, schnittfeste Socken, Stutzen,… und Funktionsunterwäsche. Bei der Unterwäsche ist häufig von einem Schweiß-/Schwitzanzug die Rede. Für manche Menschen ist allein das bloße Anlegen der vollständigen Ausrüstung schon schweißtreibend. Gear-Fetischisten haben hier aber auch abseits vom Eis ihre Freude. Mit Schlittschuhen solltet ihr allerdings bei Abenteuern im Schlafzimmer äußerst vorsichtig sein! Achtung Gewicht: Eishockey-Ausrüstung von Feldspielern kann zwischen acht und zehn Kilogramm wiegen. Torhüter tragen mit ungefähr 20 Kilogramm deutlich mehr Gewicht.

Trainingsmaske - Copyright 2020, fesselblog.de
Trainingsmaske – Copyright 2020, fesselblog.de

Zugegeben, „Muckibuden“ sind nicht unbedingt mein Favorit für Sport. Dennoch ist allgemeine Fitness in einem passenden Studio auch eine Art der modernen Folter. Selbst die EAV (Erste Allgemeine Verunsicherung) besang die Fitness-Folterkammer schon in den 80ern als Gruselkabinett. Heute verkommt es als Bühne für Selfies mit Duckface. Dennoch bieten Fitnessstudios umfangreiche Fetischmöglichkeiten, beginnend bei der Umkleide und den Duschen. Wer mehr schwitzen möchte, der kann beim Training einen Schwitzanzug bzw. Saunaanzug aus PVC tragen oder zur bewussten Atemreduktion eine Trainingsmaske tragen. Ein Saunagang nach dem Sport darf natürlich auch nicht fehlen, der findet dann allerdings nackt statt.

Fußball – Der „Volkssport“ Nummer eins in Deutschland. Doch unabhängig von der teils schon krankhaften Liebe zu diesem Sport bietet dieser auch ein paar Fetischelemente. So tragen viele Fußballliebhaber auch in der Freizeit entsprechende Trikots, um ihre Zugehörigkeit zu diversen Vereinen öffentlich kundzutun. Hier haben Fetischhersteller einen Nischenmarkt entdeckt und bieten Fetischkleidung in Form von Fußballkleidung an. Erst auf den zweiten Blick erkennt das ungeschulte Auge, dass hier kein Fußballverein beworben wird, sondern ein Fetisch. In unserem Vorschaubild ist das beispielsweise Fetischkleidung von „Kinky Locked“ (kinkylocked.com).
Hand aufs Herz: Hättet ihr im Vorschaubild auf die Aufschrift der Kleidung geschaut, wenn unser devoter Freund hier keine restriktiven Ketten getragen hätte? Oder wäre die Kleidung als „normale Sportbekleidung“ durchgegangen?

Man sagt, Angriff wäre die beste Verteidigung. Nicht jede Kampfsportart beschäftigt sich aber vorrangig mit dem Angriff. Sportarten wie Judo dienen eher der Verteidigung unter dem Prinzip der maximalen Wirkung mit minimalem Kraftaufwand. Auch wenn ein Judoanzug sehr „unscheinbar“ wirken mag, so ist er vom Stoff her so robust, dass man einen erwachsenen Menschen daran packen und werfen kann. Wer würde seinen Partner nicht auch gern mal daran packen und ihn (oder sie) zu Boden oder ins Bett werfen?

Sk8erboy® MX Socks - Copyright by Sk8erboy®, sk8erboy.com
Sk8erboy® MX Socks – Copyright by Sk8erboy®, sk8erboy.com

Motocross ist eine Motorrad- und Quad-Sportart, welche mit geländetauglichen Fahrzeugen abseits der Straße stattfindet. Meistens findet man Motocrossfahrer auf eigens dafür präparierten Rennstrecken mit Hügeln für Sprünge. Teils findet man Motocrossfahrer aber auch mit straßenauglichen Maschinen im normalen Straßenverkehr. Besonders hervorstechend ist die farbenfrohe Motocrossbekleidung, schwere und steife Motocrossstiefel (welche teils ans Skistiefel erinnern) und der von der Form her auffällige Motocrosshelm. Immer mehr Fetischisten trauen sich in Motocrosskleidung auch abseits der Rennstrecke auf die Straße, da gerade die Kleidung (unabhängig von den Stiefeln) locker und bequem sitzt. Also auch Kleidung, welche man auf dem Sofa und dem Bett tragen könnte. Stiefel-Fetischisten können sich dann bei den Motocrossstiefeln ihr Herz höher schlagen lassen, da diese beim Gehen sehr restriktiv sein können. Auch hier gibt es eine große farbliche Auswahl. Gerade Puppys tragen gern MX-Kleidung und Stiefel und anstatt des Helms dann eine Hundemaske.

Leder auf Maß - Copyright 2019, fesselblog.de
Leder auf Maß – Copyright 2019, fesselblog.de

Kommen wir vom Motocross nun zum eigentlichen Motorradfahren. Nach über 14 Jahren im Einzelhandel als (nebenberuficher) Fachverkäufer für Motorradbekleidung kann ich euch sagen: Nicht jeder, der eine Lederkombi kauft und trägt, fährt auch Motorrad (unabhängig ob als Selbstfahrer oder Sozius). Neben sportlichen Lederkombis gibt es auch Lederjeans, Lederwesten und Lederjacken, welche man auch in der Freizeit tragen kann. Wenn man in den Bereich von „BLUF“ (Breeches and Leather Uniform Fanclub) schaut, dann sind diese Lederuniformen ursprünglich Motorradbekleidung. Als ich mir damals meine Lederuniform habe anfertigen lassen, da war ich beim Bestellformular überrascht, dass bei der „Riding Position“ (Sitzposition/Körperhaltung auf dem Motorrad) die Option „not for riding“ (nicht zum Fahren) angeboten wurde. Der Hersteller war sich dessen bewusst, dass die Uniformen neben dem Fahren auf dem Motorrad auch häufig als „Freizeitkleidung“ (oder eben Fetischkleidung) getragen werden. Neben der Lederkombi dürfen natürlich Stiefel, Handschuhe und Helm nicht fehlen. Lust auf eine Motorradtour? Oder lieber „nur“ gemeinsames Kuscheln in voller Montur?

Öl-Ringkampf - Copyright 2023, haberturk.com
Öl-Ringkampf – Copyright 2023, haberturk.com

Wenn man an einen Öl-Ringkampf denkt, dann hat man gleich bestimmte Bilder im Kopf. Manche denken hier vielleicht an das „Schlammcatchen“ zwischen zwei Frauen, was für manche heterosexuelle Männer sehr anziehend sein kann. Opisch eher homoerotisch angehaucht ist der türkische Öl-Ringkampf („Yağlı güreş“), welcher sogar ein Nationalsport ist. Die Teilnehmer tragen hier (ausschließlich) spezielle Lederhosen („kispet“) und werden von Kopf bis Fuß mit Olivenöl eingerieben. Das Greifen des Kontrahenten wird dadurch stark erschwert, was diese Ringsportart zusätzlich komplizierter gestaltet. So mancher Griff landet deshalb nicht nur an der Hose, sondern auch bewusst in der Hose.
Aus westlicher, heteronormativer Perspektive wird der Sport oft als homoerotisch wahrgenommen, da halbnackte, eingeölte Männer intensiv miteinander ringen. Es ist jedoch wichtig, zwischen der westlichen Interpretation und der türkischen Tradition zu unterscheiden, die diese Nähe als „platonische männliche Zuneigung“ und Teil einer alten Tradition ansieht.

Radfahren ist mehr als nur Fortbewegung, es ist ein beliebter Sport. Zugegeben, aufgrund der immer mehr eingesetzen Pedelecs bzw. E-Bikes gerät der sportliche Aspekt teilweise in den Hintergrund. So mancher Radfahrer kann dank elektronischer Unterstützung deutlich großere Touren unternehmen. Dabei darf die passende Kleidung nicht fehlen wie (gepolsterte) Radlerhosen, Fahrradschuhe und natürlich ein Helm. Gerade Radlerhosen aus Lycra oder Spandex sind auch im Fetischbereich sehr beliebt.

Wenn man an hohe Schaftstiefel denkt, dann kommt man fast unmittelbar zum Reiten. Reitstiefel liegen hier sehr enganliegend an der Wade an. Ebenso Reithosen, diese sind sehr körperbetont geschnitten und haben einen „Sattel“ (Polsterung am Hintern). Immer mehr Fetischhersteller bieten hier auch Jeans an, welche als „Sattel“ dann eine Dopplung aus Leder oder Gummi im Schritt haben. Dies dient aber eher der Optik und hat im Freizeitbereich keine Funktion. Alternativ reiten mansche Personen mit Chaps, welche auch im Fetischbereich beliebt sind, da man nur mir Chaps bekleidet (ohne Jeans darunter) einen entblößten Intimbereich hat und der Hintern auch komplett sichtbar ist. Es geht sogar soweit, dass manche Herren Chaps mit einem Jockstrap darunter tragen, damit der Intimbereich bedeckt ist, aber der nackte Hintern bewusst sichtbar ist.

Ringkampf - Copyright 2023, pxhere.com
Ringkampf – Copyright 2023, pxhere.com

Wir haben zuvor bereits den Öl-Ringkampf erwähnt, wollen aber das allgemeine Ringen nicht auslassen, auch wenn dies ohne Öl nicht so flutschig ist. Dennoch kann es beim Ringen heiß hergehen. Dieser Vollkontaktsport ist auch nicht ungefährlich und manche Ringer bekommen davon sogenannte „Blumenkohlohren“ (Othämatom). Manche Ringer tragen deshalb Ohrenschützer. Enganliegende Ringertrikots oder Singlets für Wrestler sieht man auch immer häufiger in Fetischlocations, teils auch mit einem Fetisch-Branding wie oben bei der Fußballkleidung erwähnt. Ehrlichgesagt kann es auch lustig sein, wenn man unter Männern „raufen“ oder „balgen“ kann. Liegt vielleicht in der Natur der Sache, dass wir Mannsbilder scheinbar nie erwachsen werden und ewige Spielkinder bleiben.

Sk8erboy Socken - Copyright 2018, fesselblog.de
Sk8erboy Socken – Copyright 2018, fesselblog.de

Skater gibt es in verschiedenen Varianten. Auf der einen Seite ist es ein Sport, wenn man auf einem Skatebord oder auch Rollschuhen oder Inlinern fährt und auf der anderen Seite ist ein Skater inzwischen auch eine Modeerscheinung. Von Skaterhosen über Sneaker bis hin zu Sportsocken. Man muss aber dazu betonen, dass nicht jede Person, welche Skaterkleidung trägt, auch einen Fetisch für Sneaker und Stinksocken (z.B. der Marke Sk8erboy®) und den damit ggf. verbundenen sexuellen Handlungen hat. Aber auch Skaterhelme und Protektoren finden immer häufiger Einzug ins Schlafzimmer oder den Fetischverein. Vielleicht sollte ich aus dem Keller auch mal wieder meine Inliner holen und eine Runde damit fahren. Wäre es dann ein Fetisch oder Sport? Vielleicht beides…

Beim Wintersport sind wir auf die Witterung angewiesen. Ohne Schnee meist auch kein Wintersport. Da ich im südlichen Bayern wohne, liegt es nahe, dass sehr viele Personen hier im Winter in Richtung Berge reisen. Skifahren und Snowboarden ist sehr beliebt. Auch hier tragen immer mehr Personen einen Helm, auch wenn laut unserer Recherche (Stand Anfang 2026) noch keine allgemeine Helmpflicht beim Skirfahren gilt. Dennoch wird es dringend empfohlen und in manchen Ländern gibt es zum Beispiel eine Helmpflicht für Kinder und Jugendliche und teilweise machen private Liftbetreiber hier nochmal Sonderregeln. Skistiefel sind hier besonders im Fokus von manchen Fetischfreunden, da die Füße darin (fast) bis zur Unbeweglichkeit fixiert werden. Ein Gefühl, welches für viele BDSM-Liebhaber erregend sein kann. Dagegen sind „Softboots“, wie man sie teilweise beim Snowboarden trägt, im Vergleich zu klassischen Skistiefeln fast so bequem wie Hausschuhe. Aber manchmal dürfen Hausschuhe auch etwas unbequemer sein.

Kommen wir vom Winter mehr in Richtung Sommer. Surfen kann man nicht nur im Internet, sondern auch auf dem Wasser. Egal ob klassiches Wellenreiten oder Windsurfen, die richtige Ausrüstung gehört auch hier dazu. Ein Surfanzug aus Neopren ist hier für die meisten Surfer das zentrale Kleidungsstück. Auch Fetischisten finden immer mehr Gefallen an Neopren. Surfanzüge sind meist ein wenig dünner als klassische Tauchanzüge und die Bewegungsfreiheit ist dabei etwas größer. Passend also auch für ein Abenteuer im Fetischbereich.

Helmtaucher - Copyright 2026, pxhere.com
Helmtaucher – Copyright 2026, pxhere.com

Bleiben wir beim Wassersport und gehen nun unter Wasser. Beim Tauchen muss man andere Dinge beachten als beim Surfen. Es stellt sich natürlich auch die Frage, ob man im Süden im Sommerurlaub im warmen Meer tauchen geht oder ob man in der kalten deutschen See im Frühjahr oder Herbst eine Runde untertaucht. Ich muss gestehen, dass ich selbst keinen Tauchschein habe. Aber ich war schon Probetauchen mit einer Tauchschule und ein erfahrener Tauchlehrer hat mich mal auf ein privates Tauchabenteuer in seichtem Gewässer mitgenommen. Ein wirklich faszinierender Sport und unter Wasser ist es eine Welt für sich. Ein dicker Neoprenanzug durfte hier natürlich nicht fehlen. Es gibt auch sogenannte Trockentauchanzüge, bei denen man vollständig vom Wasser geschützt ist. Zudem gibt es neben klassischen Tauchmasken auch Helme, mit denen man tauchen kann. Trockentauchanzüge in Kombination mit (extrem schweren) Tauchhelmen sind der feuchte Traum von so manchem BDSM-Liebhaber. Wir haben mit mehreren Tauchern gesprochen, welche schon einen Helmtauchgang erleben durften. Sie meinten alle, dass das Gewicht unter Wasser gar nicht so schlimm sein. Erst an Land merkt man so richtig, wie schwer die komplette Ausrüstung ist. Wie wäre es darin fixiert dazuliegen?

Zurück an Land geht es nochmal in die Natur und manchmal in die Berge. Es geht ums Wandern. Wandern ist die „Extremform“ vom allseits beliebten Spaziergang. Wobei man beim Wandern unwegsames Geländer eher in Kauf nimmt, als bei einem klassischen Spaziergang. Deshalb sind knöchelhohe Wanderstiefel Pflicht beim Wandern. So manche Berwacht kann ein Lied davon singen, wenn Touristen den Berg mit Flip Flops besteigen wollen. Das sind dann auch diejenigen, die zum Abstieg keine Energie mehr habe und dann die Bergwacht alarmieren. Neben Wanderstiefeln gehört Outdoorkleidung und teils auch Wanderstecken zur Ausrüstung dazu. Der Fetisch-Übergang von Wanderstiefeln hin zu Springerstiefeln (also eher militärisch angehauchte Stiefel) ist fließend. Wobei wir hier Skinhead-Stiefel mit 20 oder 30 Löchern bewusst außen vor lassen und diese vermutlich weniger zum Wandern gedacht sind.

Fazit

Wir haben uns in diesem Artikel über Sport und Fetisch eher auf die Vorliebe für Kleidung und Ausrüstung beschränkt. Es gibt natürlich auch Sportarten, deren physisches Ausüben ebenfalls ein Fetisch sein kann. Bei einer Vielzahl an Sportarten ist gerade enganliegende Kleidung oder persönliche Schutzausrüstung im Fokus von so manchem Kleiderfetisch. In immer mehr Fetischlocations gibt es deshalb auch bewusste Sport-Partys, wobei manche Sportarten auch ausgeschlossen werden können. So ist eine sportliche Lederkombi dann bei einer Sport-Party weniger erwünscht, dafür bei einer Lederparty umso willkommener. Was man allerdings im privaten Umfeld trägt oder für sich als Sport und Fetisch definiert, das bleibt einzig und allein euch überlassen.

Nun stellt sich aber die Frage: Habt ihr denn auch einen Fetisch für bestimmte Sportbekleidung? Und wenn ja, wie lebt ihr diesen aus? In voller Sportmontur den sexuellen Akt vollziehen oder nur mal eher in Sportkleidung auf dem Sofa lümmeln und an sich selbst ein wenig spielen? Wie wäre es mit einem Filmabend in einem Trockentauchanzug oder einem Abendessen in Skistiefeln? Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Traut euch und lasst uns gern an euren Gedanken teilhaben! Wir freuen uns auf eure Zusendungen!

Veröffentlicht von

Dennis vom Fesselblog

Mentor und Berater im Bereich Fetisch und BDSM. Du möchtest dich über Fetisch und BDSM unterhalten? Kommt gern auf mich zu. Egal ob Einsteiger oder Profi, ich unterstütze dich gern!

11 Kommentare zu „Sport und Fetisch“

  1. Sehr interessanter Artikel wieder. Bei mir ist das Tauchen ein großer Wunsch von mir. Aber da es auch ein Fetish von mir ist, traue ich mich nicht ganz einen Tauchschein oder Schnuppertauchen zu gehen, da ich Angst habe, man könnte was erkennen unter dem Neopren. Ich hab schon von vielen anderen gehört, dass es gar nicht so schlimm ist, da man Anfangs mit den Gedanken so darauf gerichtet ist, dass man alles richtig macht. Von einem Tauchlehrer habe ich auch schon gehört, dass er selbst schon einige mit einer deutlichen Beule im Neopren gesehen hat, aber sich nichts gedacht hat, also wer weiß geht vielleicht anderen genauso.

    Ich möchte definitiv aber dieses Jahr das in Angriff nehmen und versuchen drüber zustehen. Wenn man etwas sieht, dann ist es so, weil der Wunsch die Unterwasserwelt zu erforschen dann doch noch größer ist

    1. Vielen Dank für das Kompliment.
      Gerade beim Ankleiden kann es geil für dich sein, da du hier vorrangig die Ausrüstung im Fokus hast. Wenn es dann ums Tauchen geht, dann musst du viele Dinge beachten und deine Konzentration wird somit mehr auf der Tauchtechnik und auch deinem Tauchpartner sein. Wenn du mal ein routinierter Taucher bist, dann kann es gut sein, dass auch unter Wasser die Geilheit wieder ansteigt.

      Der große Vorteil als Fetischist ist, dass wenn du die Ausrüstung zu Hause hast, kannst du diese auch im Trockenen einsetzen und deinen Spaß haben.
      Wir können dir nur raten, einen Tauchschein zu machen. Unter Wasser ist es eine eigene Welt, welche nur darauf wartet, erkundet zu werden.

      1. Ja das stimmt, da geb ich euch Recht. Habe tatsächlich sogut wie das komplette Tauchequip Zuhause und kann im trockenen meinen Spaß haben.

        Aber ein wenig hab ich doch angst, außer ich gehe zu einem Fetish Tauchlehrer, die es wohl auch geben soll

        1. Wenn du einen Tauchschein machst, dann sollte das Tauchen im Vordergrund stehen. Unter Wasser hängt dein Leben davon ab. Von daher sollte der Lerninhalt schon klar definiert sein.
          Und für den Fetisch sind die Trockenübungen hoffentlich ausreichend vorhanden.

  2. Hi Dennis. Ja, Sportkleidung hat auch Was. Ich hatte bei meinem damaligen Master Leder-Sportbekleidung vorgegeben bekommen. Es gab eine kurze Sporthose, Muskelshirt und Jogginganzug aus Leder. Damals waren Das noch Alles Einzelanfertigungen. Trainieren musste ich natürlich entsprechend auch. Die Klamotten habeich heute noch, wurden aber dann doch geändert, daich „herausgewachsen“ bin. Die fiesen Kalorien die Nachts die Kleider enger nähen 😊 Nun, Sort treibe ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr intensiv, der Fetisch bleibt natürlich. Alles Gute.

    1. Ledersportbekleidung klingt interessant. Ist es dann noch Sportbekleidung im eigentlichen Sinne oder ist es Fetischkleidung, welche man zum Sport trägt?
      Da es beim Sport durchaus schweißtreibend zugehen kann, stellt sich die Frage, ob die Lederbekleidung darunter gelitten hat. „Normale“ Sportbekleidung wirft man schnell in die Waschmaschine, Lederbekleidung nicht. Wie habt ihr das gelöst?

      1. Man kann Leder auch waschen. Es richt auch bei weitem nicht so schnell wie Textilkleidung. Meine Kleidung wurde speziell zum Sport angefertigt. Ich wurde von meinem damaligen Master vollständig von Textilkleidung entwöhnt und durfte seit dem ausschliesslich Leder tragen. Meine Leder-Zimmermannshosen die ich zur Arbeit trage werden auch alle paar Wochen gewaschen. Nach der Wäsche auf der Leine trocknen und dann das steife Leder mit reichlich Lederöl wieder geschmeidig machen. Es wird stumpf, was aber lediglich eine optische Veränderung ist. Ich öle die Kleidung mit einer elektrischen Farbspritzpistole im Freien satt ein und lasse sie in einer Plastiktüte über ein paar Tage liegen. Danach zum Auslüften ein paar Tage wieder auf die Leine. Klappt seit Jahrzehnten. Alles Gute.

  3. Danke für den interessanten Artikel. Beim lesen ist mir bewusst geworden, das es bestimmt den Ein oder Anderen gibt, der sich eine bestimmte Sportart gesucht hat – und natürlich auch an dem SPORT gefallen findet – um während der Ausübung z.B. eine bestimmte Kleidung/Gear normal und öffentlich tragen zu „müssen“, auf die man im insgeheimen steht. (Also ein Grund=Sportart) Das könnte die Lust und Vorfreude zur Ausübung der Sportart auch steigern.
    Interessant finde ich auch, das beim Thema Motorradfahren in deinem Artikel eher die Lederkleidung thematisiert wurde, für mich ist es beim Motorradfahren eher der Integralhelm, der gerne eng und dick gepolstert den Kopf bis zum Mund vor umschließt, gerne noch mit einer 2-Loch Sturmhaube drunter. Als Ergänzung könnte man noch den Kart/Motorsport thematisieren, wo zusätzlich noch ein dicker Nackenschutz benötigt wird und man eng in den Sitz geschnallt ist.
    (Hinweis: Es versteht sich von selbst, das bei derartigen sportlichen Ausübungen aus Sicherheitsgründen der Fokus und die Konzentration immer zu 100% fokusiert sind und das Tragen während Ausführung in dem Moment eine schöne untergeordnet Rolle spielt)
    Zum Thema Wassersport (Surfen/Wakeboarden) kann man ergänzend zum Neoprenanzug noch eine dicke, eng anliegende Schwimmveste tragen, was auch sehr aufregend sein kann.

    1. Vielen Dank für deine Ergänzungen. Ja auch ein Motorradhelm kann sehr schön sein. Natürlich gibt es auch andere Motorsportarten, bei denen ein Integralhelm erforderlich ist. Es geht sogar so weit, dass manche Fetischfreunde schon in voller Montur Motorsport in der digitalen Welt praktiziert haben. Also auf dem Sofa und das gemeinsame Zocken auf einer Spielekonsole. Warum dazu nicht eine Lederkombi und Motorradhelm tragen?
      Wir hoffen sehr, dass auch du eine Sportart gefunden hast, bei welcher du auch auf deine Fetischkosten kommst. Oder trennst du Sport und Fetisch hier dann doch lieber?

  4. Der Motorsport von zu Hause aus nennt sich Sim-Racing. Und ja, du hast Recht des es auch hier einige Perfektionisten gibt, die dem realen Rennsport so nah wie möglich kommen wollen – heißt sie sitzen in voller Montur und angeschnallt vor oder in ihrem Gaming-Set.
    Ich hab tatsächlich auch meine Sportarten gefunden. Bei mir war der Fetischgedanke aber zunächst nicht der primäre Antrieb, sondern tatsächlich die Lust auf die Sportart selber. Bei der Ausübung die Ausrüstung tragen zu müssen und die für mich so anzupassen und zusammen zu stellen – sodass man(ich) mich darin auch richtig wohl fühle, ist der schöne Nebeneffekt des Hobbys. 🙂

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