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Omorashi – Ein Fetisch, der in die Hose geht

Um sein persönliches Geschäft zu verrichten, gehen die meisten Menschen aufs stille Örtchen. Je nach Harndrang kann der Besuch wahre Erleichterung bringen. Für manche Menschen bietet der Druck vor der Entleerung einen gewissen Reiz und das Entleeren der Harnblase gestaltet sich ebenfalls speziell. Wir stellen euch „Omorashi“ vor.

Begriffserklärung

Omoraschi (aus dem Japanischen おもらし) bedeutet übersetzt so viel wie „Pinkeln„. Dieser spezielle Fetisch hat zwei Seiten. Auf der einen Seite ist es für Personen erregend, wenn sie den steigenden Harndrang spüren und auf der anderen Seite geht es um das Einnässen der Kleidung durch das Entleeren der Harnblase im bekleideten Zustand. Der Fetisch wird deshalb auch oft als Inkontinenz-Fetisch bezeichnet, wobei hier Windeln nur eine untergeordnete oder gar keine Rolle spielen. Personen mit einer Vorliebe für Omorashi können dies aktiv oder passiv ausleben. Aktiv bedeutet, dass sie selbst den Harndrang spüren wollen und/oder sich einnässen möchten und passiv bedeutet, dass sie der Anblick von Personen, die sich eingenässt haben, erregt.

Gesellschaftliche Anerkennung

Da dieser Fetisch aus Japan stammt, lässt sich auch an einigen Comics aus dem Reich der aufgehenden Sonne sehen. Wir haben im Bereich Manga und Anime viele Werke gefunden, die diesen Fetisch sehr deutlich zeigen. Ein Beispiel dafür möchten wir euch zeigen. Einen Ausschnitt aus einer Manga Serie aus dem Jahre 2013:

Einnässen - "Kitakubu Katsudou Kiroku" - Copyright by "Nomad Inc."
Einnässen – „Kitakubu Katsudou Kiroku“ – Copyright by „Nomad Inc.“

Die Praktik stößt in weiten Teilen der Welt eher auf Ablehnung, auch wenn sie im asiatischen Raum deutlich mehr gesellschaftlich anerkannt ist als zum Beispiel im europäischen Raum. In manchen Ländern kann das „Einnässen“ mit öffentlichem Urinieren gleichgesetzt werden und zählt somit als Erregung öffentlichen Ärgernisses und kann rechtlich geahndet werden.

Die verbreitete Ablehnung hat als Grundlage unsere Erziehung. Von klein an werden wir dazu erzogen, dass Exkremente unrein sind und in die Toilette gehören. Und wenn sich Kinder einnässen, dann kann es sein, dass sie von Gleichaltrigen gemobbt werden. Keine schönen Erinnerungen, die man als Erwachsener nochmal erleben möchte. Dennoch ist der Fetisch verbreitet und hat seine Daseinsberechtigung.

Bevor wir auf mögliche Gefahren und gesundheitliche Risiken eingehen, möchten wir zunächst einmal ein paar Grundlagen genauer beleuchten.

#Faktencheck:

  • Eine Harnblase kann bei Erwachsenen zwischen 500 und 700 ml Urin aufnehmen (Männer meist mehr als Frauen).
  • Den ersten Harndrang spüren wir bei einem Füllstand zwischen 150 und 250 ml.
  • Je voller die Blase, desto größer der Harndrang.
  • Der Schließmuskel am Ausgang der Blase verhindert das unkontrollierte Entleeren der Blase.
  • Beim Entleeren der Blase zieht sich die Blase zusammen und der Schließmuskel öffnet (bzw. entspannt) sich.

Gefahren und Risiken

Urin kann vom Körper ausgeschiedene Bakterien beinhalten. Wenn man den Urin lange in der Blase zurückhält, verbleiben die Bakterien somit länger im Körper. Zudem kann es zu Infektionen im Harntrakt oder einer Blasenentzündung kommen. Übermäßiger Hautkontakt mit Urin kann zu Hautirritation oder Hautreizungen führen. Langfristig kann es auch zu Nierenkoliken und Nierenschäden kommen, wenn man den Urin nicht abfließen lässt. Zudem gibt es neben den physischen Auswirkungen auch psychische Aspekte, die man nicht vernachlässigen sollte. Es beginnt bei Unsicherheit und Schuldgefühlen und kann zu einem negativen Selbstbild führen und das Selbstwertgefühl mindern.

Leserberichte

Paul (37) aus Duisburg: „Bei Sessions über einen längeren Zeitraum kann es sein, dass meine Herrin mir einen Blasenkatheter legt und Windeln verpasst. Eines Tages waren wir mit der Bahn unterwegs und ich hatte noch einen Katheter vom Vortag. Nur wenn das Ventil am Katheter geöffnet wurde, konnte ich Urin ablassen. Meine Herrin genoss es meine steigende Unruhe aufgrund des Harndrangs zu beobachten. Als ich fast schon ‚gelbe Augen‘ hatte, erbarmte sich meine Herrin mit mir. Sie griff in meine Hose, öffnete das Ventil am Katheter und mein kompletter Blaseninhalt entleerte sich und wurde von meiner Jeans aufgesaugt. Natürlich befahl sie mir sofort aufzustehen, damit der Sitz in der Bahn nicht beschmutzt wurde. Gefühlt starrten alle Passagiere der Bahn auf meine nasse Hose. Es war erniedrigend, aber auch irgendwie geil.“

Vera (34) aus Berlin: „An manchen Tagen genieße ich meinen Harndrang. Ich mag es, wenn mein Körper fast am Durchdrehen ist, nur weil die Blase voll ist. Es fühlt sich an, als müsste man gleich platzen und dann irgendwann lasse ich den Dingen ihren Lauf und lasse alles raus. Wobei ich das selbst mehr genießen kann, wenn ich dabei Hosen trage und diese sich vollsaugen. Bei einem Rock oder Kleid würde der Urin nur an den Beinen hinab auf den Boden laufen. Das gibt mir persönlich wenig. Aber eine nasse Hose erregt mich.“

Erfahrungsberichte

Wir haben mit mehreren Personen aus unserem BDSM-Freundeskreis gesprochen und haben sie gebeten, diesen Fetisch doch einmal auszuprobieren. Die Erfahrungsberichte gingen alle in dieselbe Richtung. Der steigende Harndrang verursachte bei den meisten Probanden eine innere Unruhe. Die Nervosität stieg genauso schnell wie der Füllstand der Blase. Doch wurden die Gefühle weniger mit Lust, sondern mehr mit Unwohlsein in Verbindung gebracht. Dann ging es um den zweiten Schritt: Das Entleeren der Blase und das damit verbundene Einnässen. Dies wurde von einigen Versuchspersonen als erniedrigend und teils erregend eingestuft. Zudem wurde dieser Fetisch von jeder Testperson zweimal in Angriff genommen. Einmal in den eigenen vier Wänden und einmal in der Öffentlichkeit. Die Gefühle in der Öffentlichkeit waren dann nochmal deutlich intensiver als zuhause. Die meisten haben den „point of no return“ als spannend empfunden. Sprich es ging so lange „gut“, wie man den Harndrang zurückhält. Und wenn dann die ersten Tropfen in der Hose gelandet sind, dann war es auch schon passiert und die komplette Blase entleerte sich. Frei nach dem Motto: „Die Hose ist ja eh schon nass“. Ungefähr die Hälfte der Personen gab an, das in Zukunft nochmal in der Öffentlichkeit zu praktizieren, doch keiner konnte sich vorstellen diese Praktik als Hauptfetisch zu haben.

Bereit für eine nasse Hose?

Wie sieht es bei euch aus? Könntet ihr euch vorstellen, „Omorashi“ einmal auszuprobieren? Oder seht ihr euch vielleicht gern Personen an, die sich eingenässt haben? Schreibt uns gern eure Meinung zu diesem Thema. Wir freuen uns auf eure Zusendungen.

Veröffentlicht von

Dennis

Mentor und Berater im Bereich Fetisch und BDSM. Du möchtest dich über Fetisch und BDSM unterhalten? Kommt gern auf mich zu. Egal ob Einsteiger oder Profi, ich unterstütze dich gern!

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