Hänge-Harness by BlackJump München - Copyright 2022, fesselblog.de

Erfahrungsbericht: Hänge-Harness

Viele Menschen wünschten, sie könnten fliegen. Gerade beim Hänge-Bondage kommen Bilder hoch, die uns daran erinnern, wie schön es sein kann zu schaukeln und zu schweben. Wie sieht es mit der Alltagstauglichkeit von solchen Hängefesseln aus? Wir haben ein Hänge-Harness getestet und möchten unsere Erfahrungen mit euch teilen.

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Unter einem „Harness“ versteht man eine Art Ledergeschirr, welches aus mehreren Ledergurten besteht. Bei diversen Sportarten wie zum Beispiel dem Reit- oder Klettersport sind ähnliche Geschirre alltäglich, nur dass beim Reitsport diese Geschirre vom Pferd getragen werden und beim Klettern vom Menschen selbst. Im Bereich BDSM erfüllen diese Geschirre zwei Funktionen. Einmal die Optik wie bei einem Brust-Harness und einmal diverse Fixiermöglichkeiten wie bei einem Hänge-Harness. Im Deutschen wird manchmal auch noch der Begriff „Harnisch“ verwendet, wobei dieser eher eine komplette Rüstung darstellt und selten nur einzelne Gurte. Kommen wir nun zu unserem Hänge-Harness.

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Für wen ist ein solches Hänge-Harness geeignet?

Auf den ersten Blick lässt ein solches Hänge-Harness vermuten, dass es sich ausschließlich um ein Fesselwerkzeug für devote Personen handelt. Doch dies kann so nicht bestätigt werden. Es ist für jede Person, egal ob männlich oder weiblich und egal ob dominant oder devot, geeignet. Doch allein mit dem Anlegen des Geschirrs und dem Aufhängen darin ist es nicht getan. Es kommt darauf an, was man dann anstellt.

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Für viele Personen ist es naheliegend die Extremitäten der „hängenden“ Person ebenfalls zu fixieren. Kurzum: Arme und Beine werden zusätzlich gefesselt. Fortan können ungehindert die Geschlechtsorgane penetriert werden und die gefesselte Person kann dies frei schwebend oder gar schaukelnd genießen. Doch Achtung: Hier können ungeahnte Kräfte entstehen!

Wo kann man dieses Hänge-Harness anbringen?

Das ist tatsächlich die kniffligste Frage von allen, denn nicht jeder hat die Möglichkeit jemanden in der eigenen Wohnung aufzuhängen. Gerade bei Mietwohnungen sollte man mit dem Vermieter abklären, ob man entsprechende Vorrichtungen an der Decke montieren kann. Man sollte bei der Wahl der Befestigungsmöglichkeiten aufpassen, dass die entsprechenden Komponenten (zum Beispiel eine Metallöse in der Decke) für das benötigte Gewicht ausgelegt sind. Und hier sollte man das Gewicht der (vollbekleideten) Person und das Eigengewicht des Geschirrs berücksichtigen. Zudem sollte man reichlich Puffer einrechnen, da bei entsprechender Bewegung (Schaukeln) die Zugkraft auf die Halterung stark zunehmen kann.

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Wie hoch muss der Raum sein?

Theoretisch muss der Raum nicht sehr hoch sein. Gerade die Extremitäten lassen sich entsprechend nach oben ziehen/fesseln, sodass es für den Schwebezustand ausreicht, wenn die Person nur wenige Zentimeter über dem Boden frei schwebt. Das Gefühl des Schwebens, gerade mit verbundenen Augen, ist tatsächlich unabhängig von der Höhe. Also sollten auch Personen mit Höhenangst keine Angst davor haben diese Art des Hänge-Bondage auszuprobieren.

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Was kann man damit alles machen?

Es gibt in der Tat viele Dinge, die man beachten muss, angefangen mit der Aufhängung des Hänge-Harness im Raum. Rein theoretisch sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ob man jetzt eine devote Person darin aufhängt, fesselt und ein wenig an diversen Körperstellen stimuliert, oder gar eine dominante Person einfach „abhängen“ möchte und sich vom Partner oder Partnerin verwöhnen lässt.

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In unserem Setting hatten wir die Möglichkeit die Hängefessel an einem Seilzug aufzuhängen, was uns eine entsprechende Flexibilität bei der Wahl der Hängehöhe einbrachte. Es würde aber auch eine „statische“ Höhe reichen, zum Beispiel mit einer Öse an der Decke und einer festen Kette, an der das Geschirr aufgehängt wird.

Unser großer Vorteil war, dass wir die zu fesselnde Person frei in den Raum gestellt und das Geschirr im Stand angelegt haben. Und erst im Anschluss wurde die Person langsam nach oben gezogen und in den Schwebezustand gebracht. Und frei schwebend wurden unserem Opfer dann die Arme und Beine gefesselt.

Sollte das Hängegeschirr „statisch“ an der Decke angebracht sein, sollte man darauf achten, dass die zu fesselnde Person einen festen Stand hat. Also entweder auf dem Boden stehen und dann im Anschluss mit nach oben gezogenen Beinen oder vorab auf einem stabilen Hocker stehend. Bitte den Hocker nicht mit Schwung wegziehen, die Person im Hänge-Harness sollte sich langsam darin sacken lassen. Hier erkennt man auch schnell, welche Gürtelschnalle enger und welche weiter gemacht werden sollte. Und folglich erreicht man den Zustand, in welcher die Person frei über dem Boden schwebt.

Hänge-Harness by BlackJump München - Copyright 2022, fesselblog.de
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In diesem freischwebenden und möglicherweise fixieren Zustand kann man dann mit dem eigentlichen Spielen beginnen. Das Kitzeln der Füße, das Penetrieren der Geschlechtsorgane, das streicheln über den Körper, Atemkontrollspiele, vaginale oder anale Penetration…

Es kommt natürlich stark darauf an, was und wie viel (oder wenig) die hängende Person an Kleidung trägt. Es gibt Fetischisten, die sich in voller Montur aufhängen lassen und genießen einfach den Schwebezustand. Egal ob in einer Zwangsjacke, in einer Motorradlederkombi (mit Helm, Handschuhen und Stiefeln), in einem Fursuit oder in einem anderen Fetischoutfit. Und andere Personen bevorzugen es lieber nackt zu sein. Unser Gast, den ihr hier auf den Bildern sehen könnt, war dauerhaft in einer Keuschheitsschelle verschlossen und durfte sich teils oder voll bekleidet von uns fesseln lassen. Beim BDSM steht eben nicht immer der sexuelle Akt im Mittelpunkt, sondern viel mehr der gemeinsame Spaß am BDSM.

Einschränkungen

Nicht jede Person ist für Hänge-Bondage geeignet. Manche haben durch den Druck auf den Körper Probleme mit der Atmung. Andere bekommen leicht einen Schwindelanfall. Beim Anlegen der Gurte sollte man sich wirklich Zeit lassen und prüfen, ob alle Gurte korrekt angebracht und die Schnallen geschlossen sind. Zudem würden wir eine Person niemals über eine Raumhöhe hinaus darin aufhängen. Man muss immer bedenken, dass es sich hier um ein sehr hochwertiges Produkt handelt, in welchem man eine Person bedenkenlos aufhängen kann. Dennoch erfüllt es nicht die Sicherheitsstandards wie bei einer Kletterausrüstung beim Sport oder gar professionellen Steigschutz-Geschirren (persönliche Schutzausrüstung). Wir wollen das Produkt nicht abwerten, aber es handelt sich halt doch „nur“ um ein BDSM-Spielzeug.

Bei einer gewünschten analen Penetration kann es ebenfalls zu Einschränkungen kommen. Je nach Körperhaltung, vor allem die Position der Beine, kann es passieren, dass die Pobacken stark zusammengepresst werden. Der somit entstehende Druck auf dem Anus würde hier kein schmerzfreies Eindringen ermöglichen. Das Hänge-Harness würde an dieser Stelle also keinen klassischen Sling ersetzen. Man sollte sich also bei den Möglichkeiten langsam herantasten. Man könnte zum Beispiel einen Analplug vor dem Anlegen des Geschirrs bereits eingeführt haben.

Fazit

Ein einfach konstruiertes und sehr hochwertig verarbeitetes Hänge-Harness, welches man für viele schöne gemeinsame Stunden zum Einsatz bringen kann. Es ist ein Produkt, welches man nicht allein anwenden sollte, sondern immer einen Spielpartner dabei haben sollte. Bevor man sich für den Kauf entscheidet, sollte man prüfen, wo man dieses Hänge-Harness entsprechend anbringen kann und verwenden möchte.

Hänge-Harness by BlackJump München - Copyright 2022, fesselblog.de
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Und der große Vorteil an diesem Hänge-Harness ist, dass es für (fast) alle Personen geeignet ist und auch ein dominanter Spielpartner hier ein wenig abhängen kann, ohne sich komplett einer restriktiven Fesselung hingeben zu müssen. Von daher verliert hier keine dominante Person sein Gesicht, wenn er oder sie mal darin rumhängt. Nur bei devoten Personen sollte man Arme und Beine auf irgendeine Art noch fixieren. Sei es durch Seile, Lederfesseln oder vielleicht gar nur eine schnelle Fixierung der Hände mit Handschellen.

Lasst eurer Kreativität freien Lauf und passt aufeinander auf! Und hier könnt ihr euch das Produkt auf der Herstellerwebsite von BlackJump München anschauen und erwerben:

www.blackjump.de

Vorab waren wir bereits in Kontakt mit zwei Lesern, die ein ähnliches Hänge-Harness in einem BDSM-Apartment ausprobieren konnten. Es handelt sich hierbei um ein Hänge-Harness eines Mitbewerbers, welches ähnlich aufgebaut ist. Hier der entsprechende Leserbericht, mit lieben Dank an unsere beiden Leser.


Mit einem guten Freund haben wir uns den Traum eine Nacht in einem BDSM Apartment erfüllt.

Wir sind beide BDSM Liebhaber und Leder gehört zu unserem Fetisch. Mein Freund hat eine Zwangsjacke und auch ich habe schon Mal in einer gesteckt und die engen Schrittgurte durch den Schritt sehr genossen. Das Zimmer haben wir bewusst ausgesucht, weil es eine Hebevorrichtung an der Decke hat. An der Wand hing ein zum Zimmer dazugehöriges Hänge-Harness. Ein etwas anderes Modell als oben beschrieben aber das Prinzip ist das gleiche. Mir war sofort klar, dass ich dieses Harness unbedingt angelegt bekommen möchte und versuchen wollte darin hängend gefesselt zu werden. Ich genieße es, wenn ich eine Schrittfessel angelegt bekomme oder einen Bodyharness mit einem Riemen durch die Arschritze tragen darf. Mein Spielpartner übernahm vorerst die dominante Rolle und kennt diese Vorliebe von mir. Daher mögen wir beide auch so gerne enge Lederoveralls tragen.

Mein Dom tat mir den Gefallen. Ich trug dazu einen meiner Lederoveralls. Er legt mir langsam das Harness an. Die breiten kräftigen Lederriemen lagen nun auf meinen Schultern. Die Beckengurte links und rechts waren noch offen. Am Rücken am Hüftgurt hingen die beiden Schrittgurte runter. Der Trick bei diesem Harness ist es, dass die Schrittgurte sich im Schritt kreuzen und vorn am vorderen Teil des Hüftgurtes befestigt sind. Er zog mir die Schrittgurte von hinten durch die Beine. Mit gespreizten Beinen stand ich bereitwillig da, die Hände hinter dem Kopf verschränkt mit freudiger Erwartung wie es sich anfühlen würde. Mit festem Griff kontrollierte mein Dom die richtige Lage der Riemen, dass auch ja nichts eingeklemmt wird. Er tat das, indem er mir beherzt in den Schritt griff und mein bestes Stück und die Hoden zwischen die Schrittgurte dirigierte, so dass sich eine schöne Beule unter dem Lederoverall bildete. Mit einem kräftigen Ruck zog er die Gurte vorn auf der Brust fest. Nachdem die Riemen vorne geschlossen waren folgten die Beckengurte. Auch hier war mein Bestimmer nicht zimperlich und zog die breiten Lederriemen ordentlich fest. Es fühlte sich schon jetzt so eng an, wie in einer Zwangsjacke. Dann legte er mir Ledermanschetten an und fixierte meine Arme auf dem Rücken. Er hängte den Harness in die Querstange ein, die am Kettenaufzug befestigt war.

Hänge-Harness - Copyright 2022, mit freundlicher Genehmigung
Hänge-Harness – Copyright 2022, mit freundlicher Genehmigung

Nun war ich fixiert und kam nicht mehr weg. Diese Hilflosigkeit nutzte er aus und legte mir einen Maulkorb an. Dann zog er an der Kette des Flaschenzuges und mit lautem Rattern spannte sich das Harness. Zuerst wächst der Druck auf die Brust, weil die Schulterriemen nach oben gezogen werden. Alles fühlt sich plötzlich noch viel enger an. Dann wächst langsam aber bestimmt der Druck der Schrittgurte. Am Hintern ziehen sich die Gurte langsam aber gefühlt unaufhaltsam in die Arschritze.

Ganz langsam, während er die Kette des Kettenzuges bedient hebt sich die Querstange. Ein herrliches Gefühl. Weil die Gurte im Schritt sich in der Mitte kreuzen kommt mir kurz der Gedanke, wie es wohl wäre, wenn ich noch den Plug tragen müsste. Würde ich das als Sub aushalten?

Es rattert weiter und bald kann ich nur noch mit den Zehenspitzen den Boden berühren. So lässt er mich vorerst hängen, während ich hier gefangen und gefesselt in knarrendem Leder hänge. Versucht man den Druck am Arsch zu entlasten und schiebt man die Hüfte nach vorn, drückt es vorn heftiger. Meine Beule drängt sich mit aller Kraft zwischen den beiden Gurten hervor. Wenn ich mich doch jetzt nur vorn im Schritt berühren könnte. Schnell versuche ich den Druck vorn zu entlasten und bewege mein Becken nach hinten, um dadurch sofort wieder die Enge am Arsch zu spüren. Das Hin und Her macht mich ganz wild, doch ein Entkommen gibt es nicht. Ich werde geiler und fange an in den Maulkorb zu stöhnen. Ich versuche mich zu kontrollieren, doch in den Wellen der Geilheit überkommt es mich immer wieder. Dann ist es soweit und er zieht mich weiter hoch. Ich verliere den Boden unter den Füßen und schwebe. Alles fühlt sich noch enger an. Ich atme schwerer.

Hänge-Harness - Copyright 2022, mit freundlicher Genehmigung
Hänge-Harness – Copyright 2022, mit freundlicher Genehmigung

Die breiten Ledergurte spannen und drücken überall und das knarrende quetschende Ledergeräusch wird durch den Lederoverall weiter verstärkt. Mein gesamtes Körpergewicht liegt nun auf dem dünnen Punkt an dem sich die beiden Schrittgurte kreuzen, genau zwischen Anus und Geschlechtsteil. Ich werde zum menschlichen Pendel. Die Enge im Schritt, die ich eben noch versuchte auszugleichen war nun permanent da, ohne dass ich etwas dagegen machen konnte.

Mit der Gerte bekam ich Schläge vorn auf meine Beule und von hinten bekam ich Schläge auf den Arsch und zwischen die Beine auf die Ritze, immer auf die Schrittriemen. Gefangen in engem Leder, der Verständigung mit dem Maulkorb beraubt hing ich nun da wie ein Boxsack der mit Tritten und der Gerte bearbeitet wurde. Es war ein unbeschreiblich intensives Gefühl so hilflos zu sein und dem Boden unter den Füßen beraubt. Mehr Hilflosigkeit geht nicht. Als ich abgelassen werde, ich habe jedes Zeitgefühl verloren, ist die Entspannung eine Wohltat.

Hänge-Harness - Copyright 2022, mit freundlicher Genehmigung
Hänge-Harness – Copyright 2022, mit freundlicher Genehmigung

Fazit: In einem Hänge-Harness gefesselt zu werden ist eine überragende Erfahrung. Da merkt man erst wie wichtig einem der Boden unter den Füßen ist und welche Sicherheit einem die buchstäbliche Bodenhaftung geben kann. Wir beide haben den Hänge-Harness jeweils in unserem Fetischoutfit, einem Lederoverall, genossen. Spielereien und Berührungen waren dennoch möglich und sehr intensiv. Diese Spielart ist gut im Wechsel der Rollen möglich. Der Sinne beraubt, ob nun Sprache durch Knebel oder Maulkorb oder durch verbinden der Augen, macht das Hängen noch intensiver. Für den, der eine enge Fesselung auch durch den Schritt mag, dem wird das Aufhängen bestimmt gefallen.

Veröffentlicht von

Dennis

Mentor und Berater im Bereich Fetisch und BDSM. Du möchtest dich über Fetisch und BDSM unterhalten? Kommt gern auf mich zu. Egal ob Einsteiger oder Profi, ich unterstütze dich gern!

2 Gedanken zu „Erfahrungsbericht: Hänge-Harness“

  1. Hallo!

    Als Spielpartner am Hängezug im beschriebenen BDSM-Apartment möchte gern meine Anmerkungen zu dieser Session geben.

    Zuerst ein Dank an Dennis für die professionelle Darstellung der „Fakten“ und auch den Hinweisen zur Sicherheit. Ganz ohne ist solch eine Aktion nun auch wieder nicht.

    Mein Lederfreund und ich sind beide eher devot veranlagt und fühlen uns als Sub mehr oder weniger recht wohl. Ich beschäftige mich mit BDSM schon viele Jahre und habe einige Erfahrungen sammeln können. In solch einer spannenden BDSM-Umgebung war ich allerdings noch nicht. Neben dem Hebezug mit dem Hänge-Harness gab es natürlich weitere schöne Spielgeräte.
    Ich will mich hier vorerst auf die Session mit dem Hänge-Harness beschränken:

    Da standen wir nun beide im Raum, ganz in enges Leder gekleidet, und betrachteten die Gerätschaften. Nachdem die Funktion des Kettenzuges ausprobiert wurde, konnte es mein Freund kaum abwarten, endlich den stabilen Leder-Harness angelegt zu bekommen. Er hat diese Prozedur des Anlegens ja trefflich beschrieben. Ich tendiere dazu, Riemen, die Fesselaufgaben haben und gleichzeitig Zugkräfte aufnehmen sollen, eher sehr fest zu schließen. Nach meiner Erfahrung kann es schmerzhaft werden, wenn sich zu lose Schlaufen am Glied (Hand, Fuß) verschieben und an Stellen drücken, an denen es ungesund werden könnte. Allein schon aus diesem Grund wurden die Schnallen der Lederriemen allesamt sehr fest angezogen. Der Sub hat es ja auch genossen.
    Auf dem Foto könnt ihr erkennen, wie Seile durch die Ringe des Harnes geführt sind. Angeschlagen werden sie an einer stabilen Spreizstange, die mittig vom Haken des Kettenzuges gehalten wird.

    Dann begann das Spiel. Durch die hohe Übersetzung des Kettenzuges hob sich der Haken sehr langsam und das „Ledergehänge“ straffte sich und nahm Form an. Aufrecht und noch mit beiden beiden Füßen stabil am Boden ließ ich „mein“ Lederobjekt erst einmal stehen und betrachtete es. Nochmals kontrollierte ich die Lederriemen und spannte auch nach. Schön, wie sich die männlichen Formen im weichen Leder abzeichneten.
    Ich bin ein Fan von Fesselspielen und deshalb sollte auch mein Freund von vornherein in diesen Genuss kommen. Ich mag es sehr, wenn einem eine ausweglose Situation nicht nur simuliert, sondern auch angewendet wird. Die Lederhandfesseln wurden angelegt. Ja, jetzt gehörte er mir.

    Ich ließ ihm Zeit, sich an die Enge des Harnes zu gewöhnen. Die braucht man auch.
    Doch dann bekam ich richtig Lust, ihn doch mehr und mehr zu fordern. Ein Abbruchcode wurde natürlich abgesprochen. Ich hoffte aber insgeheim, er würde zuvor bitten, Milde walten zu lassen.
    Ich genoss es, seinen Lederkörper weitere wenige Zentimeter zu straffen. Nun stand er auf den Fußballen. Und so ließ ich ihn auch eine Weile stehen.

    Mein Freund wusste von mir, dass ich selbst auch Hiebe mit verschiedenen Schlaginstrumenten vertragen konnte und es auch schon einige Male erleben durfte. Aber, wie wird er es selbst empfinden? Spannend, es heraus zu finden. So nahm ich erst einmal eine softe mehrstriemige Lederpeitsche und ließ sie auf sein Leder klatschen. Es hörte sich gut an. Ein wenig zuckte auch der Lederkörper. Noch konnte mein Freund frei Reden und es machte ihm anscheinend nichts aus.
    O. k., da würde also noch mehr gehen. Bevor ich das Schlaginstrument wechselte, legte ich ihm einen stabilen ledernen Maulkorb an, der fast wie ein Knebel wirkte. Seine Stimme war jetzt sehr undeutlich. Ich verstand ihn kaum. Ich wollte ihn auch nicht verstehen. Dann gab es die Reitgerte.
    Und endlich zeigte sich die erhoffte Wirkung. Der halb hängende Lederkörper zuckte bei fast jedem Schlag.
    Um nicht frei zu hängen, beruhigte er sich allerdings sehr schnell wieder und nahm Form an.
    Und wieder drauf, auf Hintern, Schenkel und auch den deutlich unter dem Leder sichtbarem Glied.

    Als nächste Steigerung legte ich ihm eine dicke weiche lederne Augenbinde an. Nun war er blind.
    Schläge mit Ruhepausen wechselten sich ab. So langsam fand ich an meiner Domrolle gefallen. Diese Seite zu erleben ist ebenfalls eine Erfahrung, die ich hier so richtig genießen konnte.
    Es ist schön und wirkt ein wenig kunstvoll, ein so hängendes wehrloses Lederlebewesen zu betrachten, es zu berühren und auch den Geräuschen zu lauschen. Dabei setzte ich mich in meinem weichen Lederoverall auf einen ledernen Stuhl. Ja, das hatte wirklich etwas. Der Genuss war ganz bei mir.

    Da von meiner halb hängenden Skulptur nach wie vor kein Anzeichen zur Aufgabe kam, musste der nächste Schritt erfolgen. Er sollte frei schweben.
    Langsam hob sich der Kettenzug und mit ihm die Stange mit meinem Opfer. Noch enger legte sich der Harnes um den wehrlosen Lederkörper. Auch in mir stieg Spannung auf. Würde er es vertragen? Und wie lange würde er es aushalten?
    Ich tritt ein paar Schritte zurück und ließ ihn baumeln. Ein schöner Anblick. Anschließend gab es noch ein paar Hiebe mit der Gerte, um seine Pein zu unterstreichen. Er bewegte sich kaum. Konnte er das überhaupt?

    Ich möchte noch anmerken, dass die Fotos der Person in Leder mich zeigen, denn wir tauschten natürlich später die Rollen. Auch für mich war ein Hängen im Harnes eine Premiere. Ich hätte nicht gedacht, dass man es zumindest in Leder einigermaßen gut aushalten kann. Wie es wohl splitternackt sein würde? Das gilt es noch herauszufinden. Das BDSM-Apartment ist jedenfalls schon wieder gebucht.

    1. Hallo BDSM-Lederfreund,
      wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bedanken, dass ihr uns für unseren Artikel noch eure persönlichen Erfahrungen und auch Bilder zur Verfügung gestellt habt!
      Es war uns wichtig zu zeigen, dass es nicht nur diese „eine universelle“ Lösung gibt, sondern dass BDSM sehr vielseitig sein kann und dass auch beim Umgang mit einem solchen Hänge-Harness je nach Vorliebe der Fokus beim Spielen gelegt werden kann.

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