Der Schritt in die Öffentlichkeit kann für einen Fetischisten eine große emotionale Hürde sein. Manchmal braucht man einen kleinen Anstoß und dann gibt es noch eine andere Möglichkeit: Zwang! Wie es ist quasi schutzlos in Fetischkleidung in der Öffentlichkeit ausgesetzt zu werden, das berichtet uns ein Leser.
Ben (38) berichtete uns kürzlich von einem unerwarteten Abenteuer in der Öffentlichkeit und wir dürfen euch daran teilhaben lassen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen.
Wenn es nass und kalt draußen ist, dann ist das mein Lieblingswetter. Dann kann ich unbeschwert meinen Fetisch ausleben. Ich trage gern Gummistiefel und Regenschutzkleidung. Seit mehreren Jahren kaufe ich mir deshalb diverse Kleidungsstücke, welche oft nur in meiner Wohnung getragen werden. So hängt ein „Friesennerz“ und diverses Ölzeug, welches man von der Seefahrt früher kennt, im Schrank und wartet darauf, gebraucht zu werden. Wenn es im Herbst nass und windig ist, dann ziehe ich mir meine gelbe Regenjacke an und gehe auch mal vor die Haustüre. Ich versuche für mich logische und schlüssige Argumente zu finden, warum solche Kleidung in der Öffentlichkeit sinnvoll ist. Da ist der Einsatzzweck bei Schmuddelwetter passend und in Gelb bin ich für andere Verkehrsteilnehmer sogar noch besser sichtbar.
Logik vs. Kink
Eine sexuelle Vorliebe folgt aber leider nicht immer der Logik. Der Gedanke, auch bei Sonnenschein in Regenkleidung vor die Türe zu gehen, erregt mich. Aber ich habe mich allein noch nie getraut. Auch wenn sogar die Nachbarn mich in diverser Regenbekleidung kennen, sagt mein Kopf, dass Regenbekleidung bei Sonnenschein nicht logisch ist. Wenn ich es trage, könnte dieses abnorme Verhalten die Aufmerksamkeit auf mich lenken. Und manchmal weiß ich nicht, was mich mehr erregt: die Aufmerksamkeit meiner Mitmenschen aufgrund des abnormen Verhaltens in der Öffentlichkeit oder das schlichte Tragen meiner geliebten Kleidung unabhängig vom Wetter.
Kink im Schlafzimmer
Ich möchte nicht leugnen, dass Regenbekleidung und Gummistiefel für mich ein fester Bestandteil meines Sexuallebens sind. Egal ob Selbstbefriedigung oder der Geschlechtsverkehr mit anderen Personen: „the gear stays on„. Zugegeben, ich habe für das Liebesspiel im Schlafzimmer Gummistiefel und Regenbekleidung, welche noch nie außer Haus war. Zwei Regenhosen habe ich sogar im Schritt modifiziert, sodass mein Loch und auch mein Penis bei angezogener Hose frei zugänglich sind. Bin ich pervers? Vielleicht…
Abenteuer mit einem Freund
Ein guter Freund von mir, der meinen Fetisch in gewisser Form teilt, hat mich auf ein Abenteuer eingeladen. Wir hatten in der Vergangenheit schon öfters bei alltäglichen Sachen einfach Regenbekleidung von Kopf bis Fuß getragen. Das konnte zum Beispiel ein gemeinsamer Filmabend sein, bei welchem wir beide in voller Montur auf dem Sofa saßen und einen Film oder eine Serie anschauten. Mein Freund wollte mich abholen, aber das Ziel dieser Reise war mir unbekannt. Bedingung war aber, dass ich in voller Montur ins Auto zu steigen habe.
Mein guter Freund kam zu mir in die Wohnung und er leistete mir Gesellschaft, während ich mich in Schale warf. Regenhose (Latzhose), Gummistiefel und Regenjacke mit Kapuze. An der Regenjacke hatte ich am obersten Knopf noch Ösen eingebaut, welche man mit einem Vorhängeschloss verbinden konnte. Das wusste mein Freund und sperrte mich in die Jacke mit einem mitgebrachten Vorhängeschloss ein. Er meinte auch salopp, dass das sicherer für mich sei und er mich nach unserer Rückkehr wieder frei lässt. Ich dachte mir nichts dabei und ergab mich meinem Schicksal. Da mein Freund ebenfalls in Regenkleidung bekleidet war, wiegte ich mich in Sicherheit.
Wir stiegen in sein Auto und fuhren ungefähr fünf Kilometer quer durch die Stadt. Meine Wertsachen wie Geldbeutel, Smartphone und Wohnungsschlüssel hatte ich in einem Rucksack dabei, welcher im Kofferraum war. An unserem Ziel angekommen, stieg ich aus dem Auto und wollte dem Kofferraum meinen Rucksack entnehmen. Aber der Kofferraum war versperrt und mein Freund stieg seltsamerweise auch nicht aus seinem Auto. Als ich zurück ins Auto steigen wollte, war die Beifahrertüre ebenfalls verriegelt. Ich klopfte an die Scheibe und anstatt die Türe zu entriegeln, öffnete er das Fenster einen Spalt und sagt mir nur kurz: „Das ist dein heutiges Abenteuer. Wir sehen uns in deiner Wohnung. Viel Spaß!“ Fast schon mit quetschenden Reifen fuhr er los und so stand ich allein da. Nachdem ich von Passanten beobachtet wurde, wollte ich auch keine Szene machen oder dem Auto gar hinterherrennen.
Ausgesetzt
Da stand ich nun. Allein, ausgesetzt, ohne Geldbeutel, ohne Smartphone, ohne Wohnungsschlüssel. Ich hasse meinen Freund! Oder sollte ich ihm dankbar sein? Meine Gefühle fuhren Achterbahn. So musste ich bei strahlendem Sonnenschein den Marsch zurück in meine Wohnung antreten. Der Weg war mir nicht unbekannt, aber zu Fuß benötige ich dafür ungefähr 90 Minuten. Ich hatte die Wahl, ob ich den Weg an den Hauptstraßen entlang oder die Abkürzung quer durch die belebte Fußgängerzone nehme. Auf der einen Seite wollte ich im Erdboden vor Scham versinken und auf der anderen Seite hätte ich am liebsten „schaut alle her, wie schön ich bin“ gerufen.
Der Weg ist das Ziel
Zu Beginn lief ich fast im Stechschritt, um möglichst schnell nach Hause zu kommen. Aber irgendwann dachte ich mir, dass es egal sei. Sollen mich die Leute doch einfach sehen. Es ist ja nur Kleidung. Aber für mich war es mehr als nur Kleidung. Für mich war es erregend. Als ich mich entschieden habe, den Weg durch die Fußgängerzone zu nehmen, sah ich mein Spiegelbild in den Schaufenstern. Zum Glück war es zwar sonnig, aber nicht zu heiß, sonst wäre ich vermutlich unter der wasserdichten (und definitiv nicht atmungsaktiven) Regenbekleidung geschmolzen.
In den Gummistiefeln sammelte sich der Schweiß. Zum Glück hatte ich die Hosenbeine der Latzhose über die Gummistiefel gezogen, sonst wären die Stiefel noch schneller voller Schweiß gewesen. Aber so zog ein bisschen Frischluft durchs Hosenbein nach oben. Zum Glück hatte ich dicke Socken an, sonst hätte ich mich vermutlich wund gelaufen. Mit jedem Schritt wurde ich mutiger, auch wenn ich keine andere Wahl hatte. Hunderte von Menschen begegneten mit in der Innenstadt. Aber wirklich bemerkt hatte mich wohl keiner, wenngleich ich quasi als lebendige Quietscheente durch die Stadt lief. Einzig das Schloss an meiner Regenjacke besorgte mich dann doch etwas. Da würde ich dann doch in Erklärungsnot kommen, wenn mich jemand darauf angesprochen hätte. Glücklicherweise sprach mich aber niemand darauf an.
Zurück in der Wohnung
Das Auto meines Freundes stand vor meiner Wohnung und er saß (in voller Montur) wartend auf der Parkbank vor dem Haus und hatte ein breites Lächeln im Gesicht. Am liebsten hätte ich ihn erwürgt, stattdessen umarmte ich ihn und flüsterte ihm ein leises „Danke“ ins Ohr. Er hatte beim Bäcker ein Kuchen geholt und so gingen wir in die Wohnung und haben uns erst einmal einen Kaffee aus dem Vollautomaten gelassen. Das Schloss blieb allerdings noch eine Weile an der Jacke.
Fazit
Rückblickend betrachtet war es eine für mich sehr intensive Erfahrung, da ich bei diesem „Tunnelspiel“ keinen Ausweg hatte. Hätte ich meinen Geldbeutel dabei gehabt, wäre ich ins nächste Taxi gestiegen und hätte mich nach Hause fahren lassen. Aber selbst ohne Smartphone konnte ich auch nicht „kontaktlos“ zahlen. Ich musste nach Hause laufen. Hätte ich mich diesen Spaziergang (bei Trockenheit) allein getraut? Definitiv nicht! Ohne diese Fremdbestimmung wäre das eine schier unlösbare Hürde. Dennoch hat es mir gefallen und am liebsten wünschte ich mir eine Fortsetzung. Mal schauen, welche Ideen mein Freund noch so alles hat. Eins ist jedenfalls sicher: Ich werde mich sicher mit einer entsprechenden „Gemeinheit“ bei ihm revanchieren.

Hallo zusammen, Hi Dennis.
Solche Erfahrungen habe ich vor langer Zeit auch gemacht. Ich wurde von meinem damaligen Master neu eingekleidet. Wir waren zuvor bei unserem Leder-Schneider, ich bekam eine kurze Leder-Sporthose und ein Tanktop. Ich musste mich beim Schneider umziehen, dazu trug ich Boxer-Stiefel und keine Unterwäsche. Schlüssel und Geld hatte Master Jan mir auch abgenommen und ich musste aus der Innenstadt, zwar im Sommer aber bei Regen nach Hause laufen. Das dauerte gut zwei Stunden und ich kam durchnässt nach Hause. Zur Belohnung gabs dann eine harte Züchtigung und ich musste die nassen Klamotten anbehalten. Die nächsten Tage sind wir viel gemeinsam unterwegs gewesen, ich musste bei Freunden von Jan beim Renovieren helfen und in Gärten arbeiten, in den Klamotten. Der Zwang mich so bekleidet zeigen zu müssen war für mich sehr reizvoll. Für mich ist Es mittlerweile normal, das ich Fetischklamotten auch in der Öffentlichkeit trage. Welche und wie schreiben mir mein Ehemaster und mein Miteigntümer vor. Es ist nachwievor immer wieder reizvoll „überrascht“ zu werden.
Auch wenn man denkt, man hat alles erlebt, ist es doch schön immer wieder mal überrascht zu werden.
Hast du manchmal das Gefühl, bei solchen Erfahrungen (Abenteuern in der Öffentlichkeit) in gewisser Weise „abzustumpfen“, oder ist es jedes Mal (aufgrund der Fremdbestimmung) etwas Besonderes?
Hi Dennis
Für mich ist das immer wieder reizvoll.
Schöne Geschichte. Wenn man zu etwas gezwungen wird, geht es viel einfacher und man merkt, dass es den anderen auf der Strasse egal ist und man gar nicht gross beachtet wird. Ich erinnere mich, dass mich meine Domina einmal gezwungen hat, sie bei einem Besuch im Ganzanzug aus Latex, Gummistiefel zu kommen. Sie erlaubte mir jedoch, darüber den Regenmantel zu tragen. Vom Parkhaus waren es aber sicher 10 Minuten zu Fuss durch die ganze Zürcher Altstadt. Nach der Session so gekleidet wieder zurück. Zu hause habe ich dann festgestellt, dass der Regenmantel am Rücken tropfnass war (Schweiss).
Blickst du auf diese Erfahrung mit Spannung und Freude zurück und würdest es (unter Zwang) auch wieder tun?
Oder bist du vielleicht schon freiwillig so oder so ähnlich in der Öffentlichkeit unterwegs gewesen?
Ja, würde ich wieder tun, wenn sie es mir befehlen würde. Auch meine heutige Eheherrin bestimmt, was ich anzuziehen habe. Da mache ich ohne Widerrede. Wäre sinnlos. Ab und zu bin ich schon auffällig gekleidet. So auf Sommer-Ferienreisen mit dem Auto. Da legt sie mir schon mal die kurze Latzlederhose mit Stegträgern aus Pferdeleder in braun bereit. Darunter eine Windel über dem Keuschheitsgürtel. Dann zieht sie die Träger stramm an, so dass sich die Windel hinten deutlich am Hintern abzeichnet. T-Shirt und Wanderschuhe.
Auch ich hatte eine ähnliche Erfahrung. Ich war mit meiner damaligen Freundin wandern. Wie öfters trug ich enge Jeans. Als wir beim Auto ankamen, stieg sie schnell ein und verriegelte es von innen. Sie lachte aus dem Auto heraus. Zirka 15 Minuten musste ich draußen stehen. Ich lehnte mich an die Motorhaube – das fühlte sich mit den engen Jeans schon irgendwie super an. Dann startete sie den Motor und meinte, ich solle vorneweg marschieren. Das tat ich auch.
Es war toll, so behandelt zu werden. Zu anderen Zeitpunkten musste ich mit dem Roller vorausfahren, während sie gemütlich im Auto folgte – einfach nur aus Spaß. Auch dabei trug ich meistens enge Jeans. Das geschah auch bei unfreundlichem Wetter. Ich liebte es, wenn wir an einer Ampel nebeneinander standen und sie mich mit ihren spöttischen Blicken „würdigte“.
Schade, dass ich heute Ähnliches nicht mehr erleben darf.