Manche Praktiken gehen wortwörtlich in die Tiefe, doch können diese auch mit Vorurteilen belastet sein. Gerade Männer sind, was ihren Hintern angeht, dann doch etwas sensibler und fürchten um ihre Männlichkeit. Warum man(n) sich dennoch trauen sollte, erfahrt ihr in diesem Leserbericht.
Einleitung
Hallo zusammen, ich bin Thomas. Auf meinem eigenen Blog schreibe ich viel über Toys und Technik, aber heute geht es um etwas Tiefergehendes (im wahrsten Sinne des Wortes). Es geht um den Moment, als meine Frau Lisa mit einem Strap-On im Schlafzimmer stand und grinste.
Pegging – Analverkehr beim Mann, durchgeführt von der Frau
Viele Männer zucken bei dem Wort zusammen. „Bin ich dann schwul?“ – „Tut das nicht weh?“ – Ich hatte genau diese Ängste. Aber ich habe mich getraut. Und ich kann euch sagen: Es war eine der intensivsten Erfahrungen meines Lebens. Hier ist mein ungeschönter Erfahrungsbericht – von Mann zu Mann (und Frau).
Mythos: „Das macht dich schwul!“
Lassen wir die Kirche im Dorf. Homosexuell ist man, wenn man sich sexuell (ausschließlich) zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt. Wenn ich als Mann mit meiner Frau Sex habe, ist das per Definition heterosexuell – egal, wer das Toy trägt.
Der G-Punkt des Mannes (die Prostata) sitzt nun mal im Hintern. Das ist Biologie, keine sexuelle Orientierung. Lisa fand es sogar extrem männlich, dass ich mich traue, mich fallen zu lassen. „Vertrauen ist sexy“, sagte sie. Und recht hat sie.
Vorbereitung ist alles (keine Angst vor Resten)
Die größte Blockade im Kopf ist oft die Hygiene. „Was, wenn es dreckig ist?“
Mein Tipp: Spült euch vorher aus. Eine einfache Analdusche (Klistierball) aus der Drogerie, lauwarmes Wasser, fertig. Das gibt euch die Sicherheit, sauber zu sein.
Außerdem: Dehnen! Wer noch nie was im Hintern hatte, sollte nicht gleich mit dem großen Strap-On anfangen. Ich habe zwei Wochen vorher mit Fingern und kleinen Plugs geübt.
Die richtige Ausrüstung
Größe ist nicht alles. Lisa wollte erst ein riesiges Teil bestellen, aber ich habe Veto eingelegt. Wir starteten mit einem schlanken Silikon-Dildo (ca. 2,5 cm Durchmesser). Wichtig ist auch der Gurt (Harness). Wir nutzen ein „Höschen-Harness“, das sitzt fest wie Unterwäsche. Wenn der Gurt wackelt, kann sie nicht gut zielen.
Der Akt
Wir starteten mit einer langen Massage (Rücken, Po), um zu entspannen. Viel Gleitgel ist Pflicht! Als sie dann den Gurt anlegte, war das ein surrealer Moment. Eine Mischung aus Aufregung und „Oh Gott, was mache ich hier?“.
Ich lag auf dem Rücken, Beine angewinkelt. Sie setzte an. Ich spannte reflexartig an. „Atme“, sagte sie, „tief in den Bauch“. Ich atmete aus, der Muskel entspannte sich, und – Plopp – sie war drin.
Der Prostata-Orgasmus
Anfangs war es nur ein Druckgefühl. Aber als sie den richtigen Rhythmus fand und die Prostata traf… wow. Es fühlte sich an wie ein elektrischer Schlag, direkt in meinen Penis. Ein Gefühl von „Vollsein“, das ich so nicht kannte.
Der Orgasmus (ich habe mich dabei selbst stimuliert) war anders als sonst. Er dauerte viel länger, gefühlt minutenlang, und mein ganzer Körper hat gebebt.
Mein Fazit
Pegging ist kein „Loch ficken“. Es ist ein riesiger Vertrauensbeweis. Man(n) liefert sich aus, und wenn die Partnerin damit respektvoll umgeht, schweißt das extrem zusammen. Männer, traut euch! Werft das Kopfkino über Bord und probiert es aus. Eure Prostata wird es euch danken.
Falls ihr euch vorbereiten wollt: Wir haben auf Sex-Geek einen ausführlichen Einsteiger-Guide zur Prostata-Massage geschrieben, der perfekt als „Vorstufe“ dient.
Über den Autor:
Thomas Stein betreibt den Blog Sex-Geek.com, wo er zusammen mit seiner Frau Lisa (und dem Segen von Inhaber Julian) alles testet, was das Liebesleben spannender macht. Den kompletten, ungekürzten Pegging-Bericht findet ihr auch dort im Fetisch-Bereich.
Zudem gibt es hier auch einen ausführlichen Einsteiger-Guide zur Prostata-Massage, der als „Vorstufe“ dienen kann.
Schlussworte
Wir möchten uns an dieser Stelle bei Thomas und seiner Frau Lisa bedanken, dass sie uns den intimen Einblick in diese tiefgehende Sexualpraktik gewähren. Vielleicht hilft euch dieser Bericht dabei Vorurteile abzubauen und auch mal neue Dinge auszuprobieren. Pegging kann unabhängig der Sexualität auch von zwei Männern oder zwei Frauen praktiziert werden. Gerade devote Männer, die sich während einer Session in einer verschlossenen Keuschheitsphase befinden, können mit einem Strap-On ihren Partner (oder Partnerin) anal (oder auch vaginal) penetrieren. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Passt aufeinander auf und habt viel Spaß.
