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Cosplay – „Das ist der Weg“

Nicht nur im Fasching und zu Halloween verkleiden sich viele Personen mit teils aufwändigen Kostümen. Besonders Cosplayer kleiden sich gern für Conventions oder privaten Veranstaltungen als Lieblingsheld oder -bösewicht aus einem Videospiel oder Film. Teilweise findet diese Leidenschaft auch Einzug ins Schlafzimmer. Aber was ist „Cosplay“ eigentlich?

Begriffserklärung

„Cosplay“ ist eine Wortzusammensetzung aus „Costume“ und „Play„. Wörtlich übersetzt bedeutet es „Kostümspiel“. Der Ursprung des Cosplays stammt aus Asien aus der Manga- und Anime-Szene. In den 1990er Jahren drang Cosplay auch in den europäischen Raum vor.

Auf Anime- und Manga-Conventions, bei welchen sich Cosplayer treffen und das Rampenlicht auch gern nutzen, gibt es auch Wettbewerbe. Bei diesen Wettbewerben werden zum Beispiel das beste Kostüm, die beste Rüstung oder die besten Näharbeiten prämiert.  Die Kostüme werden oft in liebevoller Handarbeit sehr detailgetreu von Cosplayern selbst genäht und sind somit maßgeschneidert. Manche Kostümteile stammen heutzutage aus dem 3D-Drucker.

Parallelen

Spätestens hier haben wir bei unseren Beobachtungen eine Parallele zu Furries machen können, wobei es bei Cosplayern nicht nur flauschig zugeht. Die wohl größte Gemeinsamkeit ist wohl die Tatsache, dass viele Cosplayer ihr Hobby nicht sexuell ausleben. Dennoch gibt es hier eine sehr große Präsenz an pornografischem Material, welches gezielt auf Cosplayer anspielt oder diese gar in voller Montur selbst in Aktion zeigen.

Filme, Serien und Computerspiele

Was ursprünglich im Anime und Manga begann, ist heute auch breit unter Film- und Serienfreunden und auch Zockern von Computer- und Konsolenspielen beliebt. Gandalf („Der Herr der Ringe“-Filmreihe) trifft auf Darth Vader („Star Wars“-Filmreihe). Samus Aran („Metroid“-Videospielreihe) trifft auf Iron Man („Marvel Cinematic Universe“). Captain Jack Sparrow („Fluch der Karibik“-Filmreihe) trifft auf Sailor Moon („Sailor Moon“-Mangareihe). Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Gerade im Bereich rund um Fantasy und Science-Fiction scheinen sich viele Fans einen Spaß daraus zu machen, ihr Cosplay hier gefühlt zu jeder passenden Gelegenheit auszuleben. Doch was sind das für Gelegenheiten? Die Hochzeit des besten Freundes? Möglicherweise…

Science-Fiction Rüstungen

Videospiele, Filme und Serien aus dem Sci-Fi-Universum beinhalten meist Rüstungen. Die wohl berühmteste Rüstung ist die von Darth Vader aus den „Star Wars“-Filmen. Und ja, ich habe mir selbst solch ein Kostüm samt Helm (siehe Vorschaubild) und Laserschwert gekauft und war damit an Halloween diverse Male unterwegs. Ich möchte an der Stelle nicht leugnen, dass es in gewisser Weise Balsam für die Seele war, als Kinder und auch Erwachsene darum gebeten haben mit mir ein Selfie machen zu dürfen. Wobei meine Performance scheinbar nicht überall von Begeisterung gekrönt war, denn ein Kind ist schreiend mit „ich will nach Hause“ davon gelaufen. Mein großer Vorteil bei dem Kostüm ist, dass ich es relativ günstig erwerben konnte und der Fokus für die meisten Personen, welche mich in Montur sehen, auf Helm und Laserschwert liegt. Wobei ich betonen muss, dass es entsprechende Replikas vom Originalkostüm gibt, die durchaus mehrere tausend Euro kosten können. Das wollte ich an dieser Stelle für meinen persönlichen Einsatzzweck nicht ausgeben.

„Das ist der Weg“

Konfuzius sagte einst „der Weg ist das Ziel“. Oder zumindest wird ihm zugeschrieben, dass er das irgendwann gesagt hätte. Auch im BDSM-Bereich lässt sich der Spruch „der Weg ist das Ziel“ sehr gut interpretieren. Seit dem Jahre 2019 machte ein ähnlicher Spruch in der heutigen Popkultur die Runde: „Das ist der Weg“! Doch dieses Mal war es nicht Konfuzius, sondern die Drehbuchautoren der Online-Serie „The Mandalorian“, welche im „Star Wars“-Universum angesiedelt ist. Die Serie handelt vom Mandalorianer Din Djarin, welcher als Kopfgeldjäger arbeitet und auf seiner Reise das außerirdische Wesen namens Grogu (auch bekannt als „Baby Yoda“) trifft und in seine Obhut nimmt. Mandalorianer leben nach einem strengen Kodex. Ein Element aus diesem Kodex ist, dass sie ihren Helm nicht abnehmen dürfen. Aus Fetisch- und BDSM-Sicht könnte man auch „the gear stays on“ sagen.

Kodex

Mandalorian Cosplay - Copyright by "TurtleExplorer" reddit.com
Mandalorian Cosplay – Copyright by „TurtleExplorer“ reddit.com

So wie es einen Kodex bei fiktiven Serienfiguren gibt, so gibt es auch unter Fetischisten und Cosplayern einen Kodex. Auch Furries werden es in der Öffentlichkeit tunlichst vermeiden, sich zu demaskieren. Es ist eine gewisse Illusion, welche sie aufrechterhalten möchten. Beim Cosplay ist das sehr ähnlich. Gerade auf Conventions möchten Cosplayer auf der einen Seite ihre Performance als die zu verkörpernde (fiktive) Figur perfektionieren und auf der anderen Seite schützen sie damit ihre eigene Identität. Das Bild hier im Beitrag haben wir auf Reddit gefunden und wurde vom User „TurtleExplorer“ gepostet. Das Bild entstand anlässlich der Comic Con in Stuttgart im Jahre 2023. Sein öffentliches Erscheinungsbild zur Convention in Stuttgart soll eben diesen im Beitrag erwähnten Mandalorianer Din Djarin samt Grogu darstellen. Aus unserer Sicht ein sehr gelungenes Cosplay. Wir können an dieser Stelle nicht bestätigen, ob sich das Cosplay hier möglicherweise auch in einer anderen Form der körperlichen Freude zeigt.

Cosplay und Rollenspiele

Wenn wir beim Begriff Cosplay nochmal in Erinnerung rufen, dann beinhaltet dieser auch „Play“, also das Spiel. Es wird auch gespielt, denn Cosplayer sehen nicht nur aus wie ihr Lieblingscharakter, sie versuchen sich auch wie diese zu benehmen. So sind manche „Bösewichte“ auch mal für Schabernack zu haben, wenn man ihnen auf einer Convention begegnet. Teilweise liefern sich Cosplayer auch Schaukämpfe mit Schwertern oder andere kleine Showeinlagen, welche passend für ihre dargestellten Figuren sind. In gewisser Weise ein Rollenspiel, auch wenn wir aus Fetischsicht bei einem Rollenspiel unmittelbar auch sexuelle Handlungen mit einschließen. Manche Cosplay-Liebhaber tragen auch gern im privaten Bereich ihr Kostüm und lassen den Helm dann auch auf: „Das ist der Weg“!

Auf der anderen Seite ist bei manchen Fetisch-Puristen das Tragen von Kostümen aus der Popkultur verpönt. So haben wir schon bei diversen Fetischpartys bei den Dresscode-Regeln gelesen, dass „Faschingsmasken“ nicht erwünscht sind. Es ist natürlich Auslegungssache, ob nun ein Helm eines Cosplayer auch als Faschingsmaske gewertet wird oder nicht. Ein Leser hat uns berichtet, dass er an einem Türsteher vor einer Fetischparty mit seinem Cosplay Outfit abgewiesen wurde. Das Zitat lautet wie folgt: „Das ist ein Kostüm und kein Fetisch!“
Kann ein solches Cosplay-Outfit nicht auch ein Fetisch sein?

Austreten

Zum Abschluss möchten wir eine Frage klären: Wie geht man in so mancher Cosplay-Montur aufs WC? Die Antwort: Am besten gar nicht! Es verhält sich wie bei einer Braut in einem ausladenden Brautkleid. Das An- und Ausziehen so manchen Outfits kann ein paar Minuten in Anspruch nehmen. Wir haben ein interessantes Video gefunden, bei dem sich ein Cosplay-Liebhaber („ThePolskiHussar“) die Rüstung des Master Chiefs aus der Computerspielreihe „Halo“ anzieht. Die Schuhe (der Marke „crocs“) mögen zwar ein kleiner Stimmungskiller sein, aber warum sollte man denn beim Cosplay nicht auch bequeme Schlappen anziehen können?

Quelle des Videos: YouTube

Einen haben wir noch…

Noch ein cineastischer Funfact am Rande: Der Schauspieler Peter Cushing, welcher im ersten „Star Wars“ von 1977 (später umbenannt in „Star Wars – Episode IV – Eine neue Hoffnung“) die Figur Großmoff Tarkin (im Bild unterhalb die Person auf der linken Seite) verkörperte, fand die zum Outfit gehörenden Schaftstiefel sehr unbequem. Aus diesem Grund zeigen ihn die meisten Filmszenen nicht in einer Totalen, sondern nur den Oberkörper. Dies sollte vertuschen, dass er bequeme Pantoffel trug. Wer schön sein will, muss leiden! Andererseits können auch Bösewichte in Pantoffeln den Befehl geben, einen Planeten zu zerstören.

Star Wars (1977) - Copyright by Disney
Star Wars (1977) – Copyright by Disney

Eure Meinung

Was haltet ihr von Cosplay? Seid ihr selbst vielleicht auch schon mal auf einer Convention wie der Comic Con gewesen und habt Cosplayer live gesehen oder seid ihr vielleicht selbst im Bereich Cosplay unterwegs? Wie sieht es bei euch im Schlafzimmer aus? Lag da vielleicht auch schon mal Darth Vader oder ein anderer Held oder Bösewicht in eurem Bett, mit dem ihr euch vergnügt habt? Schreibt uns gern einen Kommentar oder Nachricht. Wir freuen uns auf eure Zusendungen.

P.S. Vielleicht geht jemand von euch in voller Cosplay-Montur ins Kino, wenn im Mai 2026 der Film „The Mandalorian and Grogu“ startet. Wir wünschen euch viel Spaß. „Das ist der Weg.“

Veröffentlicht von

Dennis vom Fesselblog

Mentor und Berater im Bereich Fetisch und BDSM. Du möchtest dich über Fetisch und BDSM unterhalten? Kommt gern auf mich zu. Egal ob Einsteiger oder Profi, ich unterstütze dich gern!

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