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Unlösbare Aufgaben

Bei einem gemeinsamen BDSM-Abenteuer ist es üblich, dass der dominante Spielpartner dem devoten Spielpartner Aufgaben gibt. Dies können ganz alltägliche Aufgaben im Haushalt sein oder eben sehr spezielle erotische BDSM-Aufgaben. Doch manche Aufgaben werden vom Dominanten bewusst gewählt, obwohl vorab schon feststeht, dass diese unlösbar sind…

Es gibt Aufgaben, die sind nicht lösbar. Manche Aufgaben übersteigen die anatomischen Gegebenheiten und Möglichkeiten von Menschen, andere sind aus psychologischer Sicht nicht umsetzbar. Und dennoch werden devote Spielpartner gern vor solche Aufgaben gestellt. Es geht durchaus darum einen Sub zu fordern und auch die Kreativität unter Beweis zu stellen.

Es gibt viele Arten von devoten Spielpartner. Wenn man all diesen Subs bewusst eine unlösbare Aufgabe gibt, dann sind die Reaktionen darauf genauso vielfältig wie die Menschen, denen man sie stellt.

Ablehnung

Die Ablehnung einer Aufgabe hat natürlich direkte Konsequenzen auf eine entsprechende Strafe. Für manche Tops kann es durchaus frustrierend sein, wenn der Sub nicht einmal den Versuch unternimmt die Aufgabe anzutreten. Klar, es kommt immer auf die Art der Aufgabe an. Natürlich kann Frustration auch auf der Seite des Subs aufkommen und damit dann zur Ablehnung der Aufgabe führen. Es bleibt jedenfalls nicht ohne Konsequenzen.

Aufgabenantritt mit anschließendem erwartetem Scheitern

Dem Top ist es natürlich klar, dass eine „unlösbare“ Aufgabe mit einem entsprechenden Scheitern des Aufgabenempfängers verbunden ist. Dennoch kann es äußerst amüsant sein, wenn derjenige sich trotzdem an der Aufgabe versucht und gegen das unvermeidliche Scheitern ankämpft. Eine Möglichkeit den Sub für seine Anstrengungen zu belohnen oder doch zu bestrafen, weil die Aufgabe nicht erfüllt ist. Belohnung und Bestrafung können ineinander verschmelzen und zu einer sehr geilen Session führen.

Aufgabenantritt mit überraschender Aufgabenerfüllung

Und dann war die Aufgabe doch lösbar! Wie ist das denn möglich? Manche Aufgaben stellen Subs vor eine so große Herausforderung, dass eine sicher unlösbare Aufgabe überraschenderweise gelöst wird. Das kann nicht nur den Sub sondern auch den Top positiv beeindrucken. Doch stellt sich der Top danach die Frage, wie es denn möglich war?

Das war jetzt sehr allgemein, wir brauchen ein Konkretes Beispiel. Nehmen wir an der Sub liegt am Boden und ist mit Seilen oder Handschellen „Hogtie“ gefesselt (unser Vorschaubild zeigt die Hogtie-Fesselung ausschließlich mit Seilen). Das ist die Ausgangsposition und nun bekommt der gefesselte Sub eine Aufgabe: Innerhalb von 5 Minuten muss sich der Sub aus der Fesselung befreien. Eine unlösbare Aufgabe, denn die Handschellen sind fest am Handgelenk, die Seile sind stramm verknotet.

Ablehnung: Der Sub liegt da und versucht nicht einmal sich zu befreien. Natürlich wird er bestraft, ggf. wird die Fesselung noch restriktiver, unangenehmer oder gar schmerzhafter gestaltet. Aber vielleicht ist ja genau das der Wunsch des Subs.

Aufgabenantritt mit Scheitern: Der Sub versucht sich zu befreien, windet sich in den Fesseln, schafft es aber nicht in den geforderten fünf Minuten sich zu befreien. Er hat es aber zumindest versucht!

Aufgabenantritt mit Aufgabenerfüllung: Der Sub schafft es innerhalb der Zeitvorgabe sich aus der Seilfesselung und den Handschellen zu befreien. Scheinbar waren die Knoten an den Seilen „zu locker“ und der Handschellenschlüssel lag aus Versehen auf dem Boden, oder hat er sich mit einer Büroklammer befreit? Der Top hat jedenfalls nicht damit gerechnet, dass der Sub die Aufgabe erfüllt.

Weiter geht es zur nächsten Aufgabe und dieses Mal wird sie bestimmt unlösbar für die kleine geile Sau! Natürlich war das nur ein Beispiel von vielen Möglichkeiten unlösbarer Aufgaben. Doch warum stellt ein Top überhaupt eine Aufgabe, deren Ausgang von Vornherein schon klar ist? Manchmal will der Top einfach nur sehen, ob der Sub die Aufgaben und somit auch direkte Befehle ausführt und sich in der BDSM-Session fallen lässt. Eine Ablehnung ist immer noch ein Zeichen dafür, dass der Wille des Subs noch nicht gebrochen ist und dieser immer noch krampfhaft versucht seine Entscheidungen mit einfließen zu lassen.

Nein! Ein Sub hat sich den Entscheidungen des Tops zu fügen und manchmal müssen devote Spielpartner diese Lektion „eingebläut“ bekommen. Wie es dennoch sein kann, dass Subs auf eine gewisse Art ihren Top „dominieren“ (oder an der Nase herumführen), das erklären wir euch in einem anderen Beitrag.

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