Session

Schein und Sein – Trugbilder einer Session

Im Zeitalter des Online-Datings bekommen wir immer mehr Trugbilder zu sehen. Klar mögen es tolle Bilder sein, aber ist bei diesen geilen Session-Bildern in dem ein oder anderen Profil vielleicht alles nur gestellt? Es ist schwer herauszufinden, was nun echt ist und was nur gestellt ist. Wir haben ein paar Tipps für euch.

Gehen wir zurück in eine Zeit ohne Internet. Damals musste man wirklich vor dir Türe gehen um andere Leute zu treffen. Für die heutige Jugend ein unvorstellbarer Zustand. Man kennt das “Rausgehen” nur noch im Sinne von Clubs und von Veranstaltungen wie Folsom Europe. Klar hier präsentiert man sich von seiner besten Seite.

Früher musste man sich beim Dating immer von seiner besten Seite zeigen, sofern man beachtet werden wollte. Heute kann man sich beim Online-Dating wie in einem Bestellkatalog heraussuchen, was man möchte. Und die passenden Bilder werden auch gleich für das entsprechende Kopfkino geliefert.

Doch bei diesen Bildern kann der Schein auch trügerisch sein. Bei der einen Dame sind die Brüste auf einmal doppelt so groß. Beim anderen Herren ist die Beule in der Hose bemerkenswert gefüllt. Ein Sklave scheint dauerhaft Windeln zu tragen und eine Domina ist 24/7 in Gummi und High-Heels gekleidet. Ernsthaft? Nein, denn das sind Trugbilder! Manchmal wollen wir an diese Illusion glauben.

Nehmen zum Beispiel unser aktuelles Vorschaubild für diesen Beitrag. Was sehen wir dort? Eigentlich nicht viel. Man sieht das Unterteil eines Feldbettes, einen Fesselsack, ein Tensgerät und einen Motocross-Stiefel. Viel wichtiger ist doch eher die Frage, ob das alles nur so hingelegt wurde, oder ob hier tatsächlich eine Session stattgefunden hat. Ich verrate es euch, denn ich war der Mann hinter der Kamera.

Ja, hier hat tatsächlich eine Session stattgefunden! Denn was man auf dem Bild nicht sieht ist, dass das Stromgerät an den “Kronjuwelen” des im Fesselsack liegenden Mannes angeschlossen ist und im Motocross-Stiefel steckt ein weiterer Mann, der zudem in einer Zwangsjacke schmort. Warum man das auf dem Bild nicht sieht? Na es ist ehrlich gesagt nicht gerade jugendfrei. Es war schmutzig, es war laut, es war geil! Aber warum jetzt gerade dieses Bild? Ganz einfach, ich möchte, dass ihr über das Bild hinweg seht.

Beschränkt euch beim Betrachten solcher Bilder nicht auf das, was ihr seht, sondern auf das, was ihr nicht seht. Und schnell kann man eine gestellte Studioaufnahme von einer tatsächlichen Session unterscheiden. Wenn ein BDSM-Spieler in seinem Online-Profil 100 Selfies von sich in immer demselben Zimmer, vor immer derselben Wand und zufälligerweise immer denselben Lichtverhältnissen eingestellt hat, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich hier um gestellte Bilder handelt.

Anders bei einem Sklaven, der in seiner Zwangsjacke in den verschiedensten Positionen, an den unterschiedlichsten Orten bei wechselndem Wetter online auf seinem Profil hat. Aber woran erkennt man jetzt, ob das nicht auch gestellte Bilder sind? Vollkommen sicher könnt ihr euch erst dann sein, wenn ihr den Menschen persönlich kennen lernt. Erst dann stellt sich auch heraus, ob die Fetisch-Kleidung und die Ausrüstung wirklich auch diesem Menschen gehört, oder ob nicht doch nur alles Leihgabe für ein Foto-Shooting war. Zudem weiß man erst nach einem persönlichen Treffen, ob die entsprechend präsentierten Fetische auch wirklich gelebt werden.

Kleine Übung: Solltet ihr ein eigenes Profil auf einer Online-Dating-Plattform haben, dann schaut euch mal eure eigenen Bilder an. Und dann stellt euch mal vor, was wohl andere von diesen Bildern halten und wie diese auf den jeweiligen Betrachter wirken.

Mit langjähriger Erfahrung kann man Fakebilder auch entlarven. Ist der Schutzanzug nicht richtig angezogen, oder fehlt auf der Gasmaske der richtige Filter? Na vielleicht sieht man, dass bei den Fesseln die Schlösser nicht zu sind und das Halsband sitzt viel zu locker. Und wenn die Stiefel immer blitzeblank sind, dann muss das nicht immer heißen, dass diese immer perfekt gepflegt werden. Es kann auch einfach sein, dass die Stiefel noch nie einen Meter Straße gesehen haben, auf denen man mit ihnen gelaufen ist.

Schaut hin, schaut genauer hin, schaut darüber hinaus und im Endeffekt seht in den Bildern das, was ihr sehen wollt. Manche wollen an die Illusion glauben, und sei es nur für die Fantasie der nächsten Selbstbefriedigung… (sofern kein Keuschheitsgürtel dran ist)

Ansonsten können wir euch an der Fülle der Online-Welt nur raten: Geht auch mal raus an die frische Luft, geht unter Leute und habt Spaß miteinander. Und urteilt nicht über denjenigen, der keine perfekten Bilder online haben, sondern erlebt gemeinsam diese tollen und geilen Abenteuer!

… und wenn ihr von diesen Abenteuern wieder zurück seid, dann geht online und lest fleißig den Fesselblog weiter!

2 Gedanken zu „Schein und Sein – Trugbilder einer Session“

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