Slave Tom - Copyright 2019, fesselblog.de

Ich bin ein Sklave! – Introducing Slave Tom

In einer BDSM-Session sind die Rollen meist fest verteilt. Es gibt einen dominanten und einen devoten Spielpartner. Doch es gibt BDSM-Paare, die beschränken sich bei der Rollenverteilung nicht nur auf eine Session, sondern ziehen das auch im Alltag, in der Arbeit und in der Freizeit konsequent durch. Wir haben ein solches BDSM-Paar getroffen und haben einen kleinen Einblick bekommen, was in der Welt von BDSM und Fetisch alles möglich sein kann.

Eine Session, die niemals endet. Ja das wünscht sich so mancher BDSM-Liebhaber. Für viele ist die Freude am BDSM ein wichtiges Element zur Lustbefriedigung. Doch wenn die Lust erst einmal befriedigt ist, gerät der Grundgedanke von BDSM oft in Vergessenheit.

Anders sieht es bei Paaren aus, die in ihrer Beziehung BDSM nicht nur auf eine Session beschränken, sondern es Tag für Tag kompromisslos ausleben. Für Außenstehende durchaus unvorstellbar, für eine wahre BDSM-Seele ein Wunschtraum. Wir haben im süddeutschen Raum ein Paar getroffen, die ihren gemeinsamen Traum einer BDSM-Beziehung gemeinsam erfüllt haben. Und es ist uns eine wahnsinnig große Ehre unser neues Mitglied in der Fesselblog-Familie begrüßen zu dürfen. Wir dürfen euch Slave Tom vorstellen:

Slave Tom: Hallo, ich bin Tom, 42 Jahre alt, sportlich aktiv und leidenschaftlicher Supermotobiker, bin seit über 15 Jahren Slave und mit meinem Top in einer sehr glücklichen und liebevollen BDSM-Beziehung, in der wir unseren Fetisch voll ausleben. Ich lebe meinen Traum als Slave rund um die Uhr aus, im Beruf, in der Freizeit, indoor wie outdoor.
Ich lebe BDSM seit ich 26 Jahre alt bin in allen Facetten aus und kann auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Was ist die “Formel” für eine langjährige BDSM-Beziehung?
Gegenseitiges Vertrauen und Respekt – und das jeden Tag!

Wo ist der Schlüssel für dein Halsband?
Der liegt an einem sicheren Platz, den nur mein Top kennt.

Was passiert im “Notfall“? Wird das Schloss dann aufgebrochen?
Bisher gab es noch keinen “richtigen Notfall”. Zur Not kann ich meinen Top fragen, wo der Schlüssel ist.

Wie eng wird das Halsband getragen?
So eng, dass ein „fingerbreit“ Platz zwischen Hals und Halsband ist. Es geht nicht darum mich zu erwürgen, es ist für mich und alle anderen ein sichtbares Symbol, dass ich ein Slave bin. Und darauf bin ich stolz.

Wird das Halsband bei einer Session “enger” gemacht?
Nein, ich habe es immer gleich an, wobei es noch ein Loch enger gemacht werden könnte. Zu Foto- oder Filmaufnahmen könnte man es also enger anlegen.

Hat man manchmal einfach “keine Lust” auf BDSM?
Oh ja – das habe ich oftmals! Einfach nur mal ohne Keuschheitsgürtel, das Halsband und die Skin-Gear gegen Jogginghose und Shirt tauschen und auf dem Sofa unter einer Decke kuscheln.

Wie oft wollte man die Beziehung schon beenden?
Die Beziehung zu meinem Top schon mal, ja, gerade wenn man einfach nur „Arschloch“ zu seinem Top sagen könnte. Aber die Beziehung in Sachen Liebe niemals, dafür liebe ich meinen Partner zu sehr.

Hattest du schon mal Ärger in der Öffentlichkeit wegen deinem optischen Erscheinungsbild?
Da habe ich bisher keine negativen Erfahrungen gemacht. Dazu kann ich sagen, dass die Öffentlichkeit andere Sorgen hat, als zu schauen, ob man seinen Fetisch outdoor zur Show trägt. Die meisten Mitmenschen sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

Wie hat deine Familie, deine Freunde und dein Arbeitsumfeld reagiert, als du dich nicht nur als homosexuell, sondern auch als Fetischist und später sogar als Sklave geoutet hast?
All meine Mitmenschen – meine Eltern, Großeltern und Geschwister, Freunde, Kumpel, Arbeitskolleginnen und -kollegen – haben es akzeptiert, dass Ihr Sohn, Enkel, Bruder, Freund, Kumpel und Arbeitskollege ein Skinhead ist und auf Jungs steht. Auch hier habe ich keine negativen Erfahrungen und kann nur von positiven Erfahrungen berichten.
Ich denke aber, es kommt immer drauf an – wie bei jedem Thema – das man ehrlich, offen und direkt mit den Menschen – egal ob Familie, Beruf, Nachbarn oder Öffentlichkeit – umgeht.

Danke lieber Slave Tom. Wir heißen dich in der Fesselblog-Familie herzlich willkommen und freuen uns sehr, dass du uns mit unserem Projekt unterstützt.
Es ist mir eine Freude und eine Ehre!

Slave Tom - Copyright 2019, mit freundlicher Genehmigung von Slave Tom
Slave Tom – Copyright 2019, mit freundlicher Genehmigung von Slave Tom

Seht ihn euch an! Ist er nicht ein wahrlich leckerer Anblick? Das Halsband für jeden sichtbar und wer genau hinschaut, der kann vielleicht erahnen, an welcher Körperstelle aktuell noch ein Schloss angebracht ist. Wenn ihr mehr über Slave Tom erfahren wollt, dann schaut regelmäßig hier vorbei. Freut euch zusammen mit uns auf weitere spannende Beiträge.

4 Gedanken zu „Ich bin ein Sklave! – Introducing Slave Tom“

  1. Mach ma…. Du wirst Deinen Spass haben.
    Und Du wirst Geduld lernen.
    Diese Nummer dauert etwas. Ich lauf seit 10 Jahren mit der Endgrösse rum und habs nie bereut.
    Beim letzten Taucher-Checkup wurde mein Arzt ganz persönlich und wechselte mit einem Male die Stimmlage gefühlte 1 1/2 Oktaven tiefer und murmelte er kenne das wohl (Lügner…) habe es aber noch nie gesehen und wie denn das so sei beim Sex.
    “Schön!” hab ich kurz und knapp geantwortet.
    Da hat er gestutzt, musste grinsen, wollte vermutlich noch mehr Details wissen (ich hab förmlich darauf gewartet, ihm noch ein paar Frechheiten zu bieten) hat sich aber nicht getraut.
    Seitdem sind wir miteinander wie zwei Lauser, die grad Äppel geklaut haben. Zwei, die über dieselbe Pointe lachen.

    1. Na da haben sich ja zwei gefunden.

      Lieber Martin und lieber Slave Tom, vielen Dank für eure Kommentare hier.
      Wir sind eine Community und wir lernen niemals aus. Das ist der Grundgedanke vom Fesselblog: sich gegenseitig helfen und auch motivieren.

      … von Sklave zu Sklave
      … von Top zu Top
      … von einem BDSM-Freund zum anderen
      … von Mensch zu Mensch

      Ich sag nochmal: DANKE!

  2. Bist echt ein Schnucki !!!
    Freu mich schon jetzt auf ein paar Schwänke von Dir aus dem Fetischleben.
    Ich schieb mal gleich ne technische Frage hinterher: Was machst Du beim Security-Check vor dem Flieger?
    (Ich hab nen 8mm PA und das führte schon hin und wieder zu Verzögerungen, die man nicht wirklich braucht. Ausbauen in einer Schlange mit 200 Leuten is nicht so der totale Hit.)
    Liebe Grüße!

    1. Hallo Martin

      Slave Tom hier. Erstmal vielen herzlichen Dank für das Kompliment “Schnucki”. Ich kann Deine Frage nicht beantworten, da ich vor dieser Situation noch nie stand.

      Ich beneide, achte und habe Respekt vor jedem, der einen PA hat und trägt. Mir selbst steht das noch bevor.
      Wenn Du Fragen hast, einfach drauf los.

      Gruß Slave Tom

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