Bobo mit Kette

Sklavenkette oder Modeschmuck?

Analog zu einem Sklavenhalsband tragen einige BDSM-Freunde inzwischen (auch in der Öffentlichkeit) eine Kette um den Hals. Die eine dünner und die andere dicker,… manchmal mit Schloss und manchmal eine komplett geschlossen. Nur ein modisches Schmuckstück oder doch “mehr”?

Ein Haustier wie ein Hund oder eine Katze trägt meist ein Halsband. Hier erkennt ein Außenstehender auf einen Blick “ich gehöre jemandem”. Bei uns Menschen ist das nicht anders. Ein abgeschlossenes Sklavenhalsband könnte ebenfalls ein Indiz dafür sein, dass der Träger jemandem “gehört”.

Bei einer Kette um den Hals wird es dabei etwas schwieriger. Man sieht sie immer mehr. Teils mit schweren und großen Schlössern und teils Ketten, die scheinbar rundum verschlossen sind. Ketten werden inzwischen auch als Schmuckstück getragen und müssen nicht zwanghaft etwas mit BDSM zu tun haben.

Zudem werden diese Ketten nicht nur von Sklaven getragen, sondern durchaus auch von dominanten Tops. Manche wollen damit nur aussagen, dass sie dieser Art von Spiel vielleicht nicht abgeneigt sind, andere ziehen diese Ketten einfach nur als Accessoires an, ohne weitere Funktion oder tiefere Bedeutung.

Natürlich kann man jetzt in einen Baumarkt gehen und sich eine solche Kette besorgen. Teils werden diese von diversen Fetischartikel-Händlern mit einem entsprechenden Schloss oder “Fake-Glied” angeboten. Anhand der Größe der Kettenglieder kann man meist erkennen, ob es sich um ein reines Modestück handelt oder ob vielleicht doch “mehr” dahinter steckt. Bei “Prolls” und Skater-Fetischisten werden auch gern Ketten mit einem Vorhängeschloss getragen. Auch hier ist der Träger nicht unmittelbar ein devoter Spielpartner.

An mancher Kette befindet sich zudem eine kleine Marke. Manche haben hier eine Hundemarke mit ihrem Hundenamen, andere tragen hier eine Marke wie beim Militär. Wir haben auch schon andere “Hundemarken” gesehen, die eindeutige Besitzverhältnisse geklärt haben – “Eigentum von…” oder andere Botschaften waren darauf zu finden. Doch man muss einem Kettenträger natürlich erst einmal so nah kommen, damit man die Inschrift überhaupt lesen kann. Bis dahin sollte man immer noch auf die verbale Kommunikation zählen.

“Darf ich dich fragen, wer den Schlüssel zu diesem Schloss hat?”

Das wäre doch eine nette Art eine Konversation zu starten. Uns ist es auch schon passiert, dass der Träger den Schlüssel noch selbst verwaltet hat und ihn gern in die Obhut eines strengen Herren abgeben würde. Das ist vielleicht eure Gelegenheit. Wichtig ist, dass ihr eurem Gegenüber mit Respekt begegnet. Eine Kette um den Hals muss eben nicht zwangsläufig auf eine devote Lebensart des Trägers zurückzuführen sein.

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