Pillen

Präexpositionsprophylaxe (PrEP) – Fluch und Segen

Endlich ist es da! Das Wundermittel gegen HIV, oder doch nicht? Wir beobachten diese Medikamente seit Markteinführung und auch den Umgang in der Community. Leider mit einem erschreckenden Ergebnis und deshalb möchten wir das Thema hier auch einmal ansprechen.

HIV, die “Schwulen-Krankheit”! Seit den frühen 80er Jahren beobachtet man die Verbreitung dieses Virus immer mehr. Und seit genau dieser Zeit wird nach einer Lösung gesucht diese Krankheit einzudämmen oder gar zu heilen.

HIV ist inzwischen behandelbar/therapierbar, aber leider bis heute immer noch nicht heilbar. Deshalb wird weiter geforscht, um zumindest die Verbreitung von HIV einzudämmen. Wenn es irgendwann keine Neuinfektionen mehr gibt, dann stirbt das Virus irgendwann aus. Doch bis dahin ist es noch ein weiter weg.

Und wer dem Irrglauben unterliegt, bei HIV handelt es sich um eine “Schwulen-Krankheit”, der sollte sich bei der Deutschen Aidshilfe mal vernünftig aufklären lassen! Aber gerade diese Menschen haben oft kein Interesse an Aufklärung.

Seit ein paar Jahren gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer! “PrEP”, die orale Präexpositionsprophylaxe, kommt auf den Markt. Durch die Einnahme dieses Präparats, welche als Safer-Sex-Methode gilt, können HIV-Negative sich aktiv gegen HIV Schützen.

Da es sich hier um ein verschreibungspflichtiges Medikament handelt, bitte vorab mit dem Haus- und Facharzt besprechen! Leider wird PrEP aktuell nicht (oder nur von wenigen) Krankenkassen übernommen. Die Kosten belaufen sich (je nach Herstellerfirma) zwischen 50 und 800 Euro für eine Monatsdosis. Die Luxus-Verhütung, die sich nur Besserverdiener leisten können?

Manche Krankenkassen haben schon einen Rückzieher gemacht, was die Kostenübernahme angeht. Denn Krankenkassen haben das selbe beobachtet, was auch wir über die letzten Jahre gesehen haben. Viele Menschen, die “auf PrEP sind”, verzichten bewusst auf den Einsatz von anderen Verhütungsmitteln, wie z.B. das Kondom.

Ein erschreckender Gedanke! PrEP schützt “nur” vor HIV, doch es lauern noch viele andere Krankheiten, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden können. Was ist mit Herpes, Hepatits, Syphilis und Chlamydien (um nur ein paar Beispiele zu nennen)? Ist ein Leben nicht schützenswert?

Von daher unser Aufruf:

  • Ja zum PrEP als ergänzendes Verhütungsmittel neben dem Kondom!
  • Nein zum PrEP als alleiniges Verhütungsmittel und der Gefahr, sich vor vielen anderen Krankheiten nicht geschützt zu haben!

Auch wir hoffen, dass das Bewusstsein zum Safer-Sex noch größer wird und die Aufklärungsrate immer größer wird. Helft uns! Gemeinsam können wir es schaffen, Mitmenschen aufzuklären.

Mehr zum Thema PrEP könnt ihr auch in diesem “PrEP-Artikel” der Deutschen Aidshilfe lesen.

Passt aufeinander auf, bitte!

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