Locked Boots - Copyright 2021, mit freundlicher Genehmigung von "Jason Skinboi"

Locked in Boots – Leserbericht

Fremdbestimmung ist eines der zentralen Elemente einer BDSM-Beziehung. Für einige devote Personen kann es ein besonderer Kick sein bestimmte Kleidung anziehen zu müssen und diese nicht mehr ablegen zu dürfen. Ein Leser hat uns davon berichtet, was es für ihn bedeutet seine Stiefel zu verschließen.

In unserem Artikel “Locked in Gear” haben wir euch darüber berichtet, wie spannend es innerhalb und auch außerhalb einer BDSM-Session sein kann, in diverse Kleidung eingeschlossen zu sein. Die Motivation dahinter ist durchaus die Befriedigung des eigenen Fetischs und die Fremdbestimmung durch eine dominante Person. Ein Leser aus London war von diesem Artikel sehr angetan und deshalb hat er seine persönlichen Erfahrungen mit uns geteilt.

Anmerkung: Der Text wurde sinngemäß aus dem Englischen übersetzt und an manchen Stellen gekürzt.

Hallo Dennis. Danke für die Möglichkeit meine Erfahrungen mit anderen Lesern eures Blogs zu teilen. Vor einigen Jahren habe ich einen Stiefel- und Kleidungsfetisch bei mir entdeckt. Kurz darauf habe ich einen dominanten Partner kennengelernt, der mich dabei unterstützt hat, die Kleidung auch zu tragen. Der Anblick von einem Skinhead hat mich immer fasziniert. Es ging mir aber ausschließlich um die Optik und nicht um die politische Meinung.

Und so hat mich mein Master dazu gezwungen die Skin-Kleidung zu tragen und auch die Stiefel. Damit ich die Stiefel nicht mehr ausziehen konnte, wurden diese mit Schlössern gesichert. Auf der einen Seite war es genau das was ich wollte: Die geilen Klamotten von Skinheads selbst tragen. Auf der anderen Seite hatte ich auch Angst davor mich in der Öffentlichkeit so zu zeigen. Egal ob in der Arbeit, beim Einkaufen oder in der Freizeit, die Stiefel blieben an. Klar konnte ich mein Shirt ausziehen und die gebleichten Hosen konnte ich auch irgendwie über die Stiefel ziehen und somit ablegen, aber die Stiefel selbst blieben verschlossen.

Gerade zu Beginn war mein Schamgefühl so groß, dass ich gern weite Jeans über die abgeschlossenen Stiefel gezogen habe, sodass man sie nicht sieht. Das Gefühl war trotzdem da, dass jeder auf die Stiefel starrt und vielleicht sogar die Schlösser daran entdeckt. Zuhause durfte ich die Stiefel ebenfalls nicht ablegen, teilweise blieben sie bis zu drei Tagen verschlossen. Für die Dusche musste ich (ähnlich wie bei einem Gipsbein) Plastiktüten darüber ziehen, damit sie nicht zu nass werden. Das war auch eine Herausforderung, da es mit den Plastiktüten über den Stiefeln in der Dusche deutlich rutschiger wurde. Alternativ habe ich mich eben nur am Waschbecken ein wenig frisch gemacht und die Dusche dann benutzt, wenn die Stiefel wieder aufgesperrt wurden.

Irgendwann hatte ich es geschafft die verschlossenen Stiefel auszuziehen, ohne die Schlösser zu öffnen. Dieser Betrug ist aber meinem Master schnell aufgefallen und wurde bestraft. Das hatte auch zur Folge, dass die Schlösser nicht nur am Schaft oben, sondern auch oberhalb des Spanns verschlossen wurden.

Locked Boots - Copyright 2021, mit freundlicher Genehmigung von "Jason Skinboi"
Locked Boots – Copyright 2021, mit freundlicher Genehmigung von “Jason Skinboi”

Auch die Nächte in Stiefeln waren nicht erholsam zu Beginn. Ich habe oft stundenlang wach gelegen. Es lag natürlich nahe aufgrund dieser geilen Situation sich selbst zu befriedigen, doch habe ich das schnell eingestellt. Auch bei mir war es so, dass nach dem Erguss die Lust stark gesunken ist. Es war also geil die Stiefel zu tragen und ich habe mich auf diese Gefühle selbst befriedigt, doch nach dem Erguss wollte ich aus den Stiefeln raus. Ich wollte sie ausziehen und in die Ecke werfen. Doch sie waren fest verschlossen und mein Master blieb streng und die Schlösser blieben dran. Da waren die Nächte umso länger… nicht mehr geil und mit verschlossenen Stiefeln, die im Bett nicht unbedingt bequem sind.

Leider war diese BDSM-Beziehung nicht von Dauer und unsere Wege haben sich irgendwann getrennt. Die Faszination blieb aber vorhanden und so habe ich mir einen Zeitsafe gekauft, in dem ich für eine bestimmte Zeit die Schlüssel verstauen kann. Und die Art der Stiefel hat sich auch etwas erweitert. Von meinen Skin-Rangers über Militärstiefel bis hin zu Sport-Sneakers. Es ist für mich ein Genuss die Stiefel oder Schuhe anzuziehen und die Schlösser einrasten zu hören. Und wenn dann alle Schlüssel im Zeitsafe sind und dieser sich schließt, dann ist es nochmal ein deutlicher Lustgewinn. Ob ich dann selbst noch einmal Hand anlege, das kann ich selbst entscheiden, jedoch muss ich auch hier mit der Konsequenz rechnen die Stiefel oder Schuhe erst ausziehen zu können, wenn die Schlüssel wieder “frei” sind.

Locked Boots - Copyright 2021, mit freundlicher Genehmigung von "Jason Skinboi"
Locked Boots – Copyright 2021, mit freundlicher Genehmigung von “Jason Skinboi”

Ich hoffe sehr, dass meine Gedanken anderen Lesern helfen. ich würde mich sehr freuen.
Cheers, Jason


Vielen Dank lieber Jason, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst! Wir hoffen natürlich sehr, dass der eine oder andere Leser oder Leserin sich dadurch inspiriert fühlt. Wir haben diese Erfahrung auch schon machen dürfen, indem wir einem Gast für eine Session und anschließendem gemeinsamen Besuch im Restaurant die (Wander-)Stiefel verschlossen haben. Wir haben damals Einwegsiegel (Durchziehplomben) mit fortlaufender Nummer genommen und die Stiefel mussten bis zum nächsten Morgen verschlossen/versiegelt bleiben, was mit Beweisbildern per Smartphone sichergestellt wurde.

Stiefel und Schuhe sind natürlich nur ein Beispiel von vielen anderen. Und es gibt mit Sicherheit einige devote Personen, für die das keinerlei Freude sondern pure Folter wäre. Jeder muss selbst für sich und seine Partnerin oder Partner entscheiden, welchen Weg man allein oder gemeinsam gehen möchte. Und manche Wege werden durchaus mit einer gewissen Kleidervorschrift begangen.

Wie sind eure Erfahrungen damit? Gefällt es euch unter einer gewissen Kleidervorschift zu stehen? Egal ob Anzug oder eine Schuluniform, oder gar Cross-Dressing. Für jeden könnte etwas dabei sein. Teils uns gern eure Erfahrungen mit, wir freuen uns auf eure Nachrichten!

4 Gedanken zu „Locked in Boots – Leserbericht“

  1. Locked in Boots?
    Cool, kann ich da nur sagen, denn ich mag auch Boots. Mag ich sie verschlossen? Noch nie ernsthaft ausprobiert – auch mangels Partner. Zeitlimits wie ‚Die bleiben jetzt mindestens 12h an!‘ das schon. Und locked auch mal mit einem Paar Chucks – ohne Socken. Das waren drei Tage, evtl. mehr. Aber Chucks sind nicht ganz das Gleiche wie Boots, sie sind leichter, nachgiebiger und fallen weniger auf, locked oder nicht. Trotzdem – eine interessante Erfahrung, da bin ich ganz bei Jason, nach dem Höhepunkt ist es eine Frage der Überwindung und Überzeugung die Siegel nicht zu lösen. Denn eigentlich ist ja alles rum… oder? Oder – nicht! Hier beginnt der BDSM-Teil ja erst. So lang man nicht raus will…
    Ich finde es auch schön, wie Jason berichtet, wie sehr es am Anfang eine Überwindungssache war – den Fetisch dann auch wirklich komplett zu leben. ‚Jetzt bist Du ein Skin. Leb es!‘ Kostet Überwindung. Und hier kann ein Partner und Keyholder helfen.,, jetzt musst Du, kein Verhandeln, kein Betteln.
    Boots unter Hosen verstecken… ja, kenn ich. Es gibt Situationen, da passt es nicht. Entweder tatsächlich nicht, weil die Akzeptanz nicht da ist, oder weil die Schere im Kopf da ist.
    Wobei, siehe Euer Erfahrungsbericht mit dem Lederkombi, den Handschellen und der Leitplanke, die Schere im Kopf zensiert da teilweise schärfer als die Gesellschaft. Der Ledersub war ja nicht innerhalb von Minuten umringt von Schaulustigen oder von Menschen, die den Schlüsseldienst, die Feuerwehr oder die Polizei rufen wollten, damit der Arme los kam. Offenbar nahmen die Meisten es gar nicht wahr – und das ist bei Boots ähnlich. Schlösser dran? Was bedeutet das? Heute noch, wo ‚Bondagehosen‘ im Versandhandel gekauft werden können ohne Fetischzuschlag? Wo eine Kette mit Vorhängeschloss um den Hals für viele Menschen Accessoire ist – oder vielleicht doch mehr? Und wer es ‚diskret‘ ausprobieren mag, schwarzes Panzertape auf schwarzen Boots fällt kaum auf… auf schwarzen Chucks übrigens auch nicht. 😉

    Eine weiter Variante, um Stiefel abzuschließen:

    1. Vielleicht klicken ja auch bei dir bald wieder Schlösser an Schuhen oder Stiefeln. Und die Idee mit den Fußschellen über den Stiefeln ist auch sehr interessant. Somit sind nicht nur die Stiefel sicher verschlossen, sondern die Bewegungsfreiheit wird auch deutlich eingeschränkt.

  2. Thanks for the comments Sandy, interesting…I am at the moment locked in Dutch army uniform with Dutch army boots, Dennis has some photos and happy to post them. This is easier to wear than skin gear and been taken out today with the boots locked up, still quite humiliating and the skingear still does it for me the most but still horny. Just no idea when I am going to be allowed out yet!
    Dutch army boots

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