Speiseplan auf Alcatraz - Copyright 2020, fesselblog.de

Kulinarische BDSM-Spielereien

Es heißt ja, dass Liebe angeblich durch den Magen geht. Bei unserer Vorliebe für BDSM darf also die Kulinarik nicht außer Acht gelassen werden. Egal ob vor, während oder nach einer Session, irgendwann knurrt der Magen. Teilweise lässt sich die Essensaufnahme in eine Session aktiv mit einbauen.

Jeder Mensch braucht Nahrung. Doch kurz vor einer Session noch schnell was Essen, kann einem während diverser Spielereien dann doch auf den Magen schlagen. Allerdings kann es bei leerem Magen passieren, dass der Bauch während dem Liebesakt zum knurren anfängt.

Nahrungsaufnahme vor der Session

Vor der gemeinsamen Session einen Happen zu essen ist für viele wichtig. Wer weiß, ob man bei seinem Date was zum Futtern bekommt. Aber ein fetter Schweinsbraten davor würde wohl schwer im Magen liegen. Hier wohl eher nur “leichte” Kost zu sich nehmen und auch auf Alkohol lieber verzichten. Man will bei der Session ja klaren Verstands sein.

Knoblauch sollte man auch eher vermeiden, außer man legt keinen Wert auf verbale Kommunikation oder gar Küssen. Es ist auch nicht unbedingt “hygienisch” nach einem üppigen Mahl entsprechende Leckdienste zu verrichten. Hier kann es dann passieren, dass entsprechende Speisereste oder Geschmacksmuster auf den geleckten Objekten verweilen. Und auf teuren Stiefeln wollt ihr keinen Knoblauch- oder Bratensoßen-Geschmack.

Unabhängig von der Zahnpflege kann man ja nach dem Essen mit einem Glas Wasser nochmal ein bisschen die Speisereste runterspülen. Sollte man während der Session Natursekt-Spiele betreiben wollen, so wäre ein Verzicht auf Spargel wohl auch angebracht, da dieser den Geruch (und Geschmack) des Urins doch stark beeinflusst.

Nahrungsaufnahme während der Session

In eine Session kann man ein gemeinsames Mahl auch mit einbauen. Sklaven werden diese dann natürlich nicht bei Tisch, sondern aus einem Napf am Boden zu sich nehmen. Es kann natürlich auch sein, dass wenn das Essen “eh schon” in einem Fressnapf serviert wird für den Sklaven, dass sich auch entsprechende Tiernahrung darin befindet. Hier gibt es gerade in Petplay-Foren immer wieder Diskussionen über die Verträglichkeit von Tiernahrung beim Menschen. Gerade bei Hundefutter kann es passieren, dass das menschliche Gebiss sich schwer tut die entsprechende Nahrung zu zermahlen. Hunde haben dafür ein zweckmäßigeres Gebiss als wir Humanioden.

Exkurs: Man kann Hundefutter auch selbst kochen, dann weiß man als Mensch genau, was drin ist und kann das ggf. auch menschlichen Vierbeinern servieren. Ist natürlich “erniedrigender” für einen Sklaven, wenn vor ihm eine Dose Hundefutter geöffnet wird, rein in den Napf, hingeschoben und mit den Worten “friss das” serviert wird. Das Kopfkino isst natürlich auch mit. Oder wie wir Menschen sagen würden: “Der Magen ist blind aber das Auge isst mit”.

Was auf BDSM-Partys auch sehr gern gesehen wird, ist ein Partysklave. Diesen kann man dann gleich als Lebendbuffet verwenden. Wie wäre es also mit “Nyotaimori” (japanisch für [Speisen] “auf dem weiblichen Körper servieren“)? Natürlich lassen sich die Speisen auch auf männlichen Körpern servieren. Man muss nur bedenken, dass die Speisen sehr schnell auf Körpertemperatur gebracht werden. Ein Eis würde also sehr schnell zu Schmelzen beginnen.

Beim Lebendbuffet kann man sich mit den Händen bedienen, man kann aber auch direkt mit dem Mund davon naschen. Man muss nur aufpassen, dass man die Sklavin oder den Sklaven nicht aus Versehen beißt, aber das könnte natürlich auch bewusst passieren, gerade an diversen erogenen Zonen. Man sollte nur mit Gabeln oder anderen scharfen Gegenständen aufpassen, das könnte sonst ein unschönes Ende nehmen.

Natürlich gibt es den einen oder anderen, der sich jetzt denkt, warum man so einen Aufwand betreiben sollte. Es kommt natürlich immer darauf an, wie lange eine Session dauert. Wenn man einen Abend lange zusammen verbringt, dann kann man auch mal ohne Nahrungsaufnahme auskommen. Doch was ist, wenn man eine Session ein ganzes Wochenende lang betreibt? Irgendwann muss man ja schließlich auch was essen und das kann man spielerisch in eine Session mit einfließen lassen.

Ein Haussklave kann sich natürlich auch gleich in der Küche nützlich machen und der Mistress oder dem Master ein entsprechendes Festmahl zubereiten. Natürlich gehört der Abwasch und das Reinigen der Küche auch zu den Aufgaben eines Haussklaven. Wenn er seine Arbeit zur Zufriedenheit seines Tops erledigt hat, dann wird es mit Sicherheit auch eine Belohnung geben. Anderenfalls könnten Bestrafungen dafür sorgen, dass er sich beim nächsten Mal etwas mehr anstrengt.

Natürlich gibt es während einer Session auch die Möglichkeit (unabhängig von “vollwertigen Mahlzeiten”) Naschereien einzubauen. Es gibt Schokosirup, den man sich gegenseitig vom Körper, respektive erogene Zonen, lecken kann. Was auch gern zur gegenseitigen “Fütterung” benutzt wird sind Früchte. Das haben schon die Bilder der Antike gezeigt, dass wohlhabende Personen von ihren Leibeigenen Früchte gereicht bekamen. Seltene und teure Südfrüchte als Zeichen für Wohlstand und Reichtum. Warum also mit dieser Tradition brechen? Es hat sich ja bewährt. Man kann die Früchte natürlich auch mit Sahne servieren. Hier kann man die fertige Sprühsahne aus dem Supermarkt nehmen, oder man zapft die “Sahne” beim männlichen Spielpartner selbst.

Nahrungsaufnahme nach der Session

Was nach einer Session auf jeden Fall gereicht werden sollte, ist ein Glas Wasser. Aber das habt ihr natürlich schon alles vorbereitet, denn ihr habt ja aufmerksam gelesen, was alles in ein Spielzimmer gehört, oder? Und Wasser zum Trinken gehört zu den Dingen, die in keinem Spielzimmer fehlen dürfen.

Sollte man nach einer Session noch Hunger verspüren, kann man natürlich auch noch gemeinsam etwas kochen oder zum Essen gehen. Manche greifen auch zum Telefonhörer und lassen den Lieferdienst etwas bringen. Während man wartet kann man im Spielzimmer gleich noch durchlüften und etwas aufräumen bzw. vom Sklaven aufräumen lassen und vielleicht noch unter die Dusche hüpfen.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es durchaus empfehlenswert ist nach einer Session noch eine Weile miteinander zu verbringen. Man kann die Session nochmal gemeinsam reflektieren und ähnlich wie bei der Vorbesprechung (siehe Einverständniserklärung zur BDSM-Session) eine kleine Nachbesprechung durchführen.

Hier ist es bei uns schon vorgekommen, dass nach der Session ein Sklave noch Wünsche ausgesprochen hat, diese sich aber nicht getraut hat während der Session auszusprechen. Für die nächste Session ist man dann entsprechend vorbereitet.

Und wie ist es bei euch? Gibt es ein Standardgericht, wenn ihr einen BDSM-Gast habt? Baut ihr gern die Nahrungsaufnahme in eine Session ein? Oder geht ihr nach einer Session noch gemeinsam zum Essen in ein Restaurant? Vielleicht bekommt der Sklave ja auch “nur” die Essensreste der Mistress oder Masters…

Solltet ihr Ideen, Vorschläge oder gar Rezepte für ein kulinarisches BDSM-Erlebnis haben, dann könnt ihr uns dies gern per E-Mail an kontakt@fesselblog.de senden. Wir sagen vorab schon einmal vielen Dank und wünschen euch viel Spaß bei der nächsten Session.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

achtzehn − siebzehn =