Fesselsack-Hals

Kopfkino

Das Kopfkino: Durchgehend geöffnet, unterschiedliches Programm was das Herz begehrt, aber der Eintritt kostet den Verstand. Guter Sex findet im Kopf statt, man kann mit ein paar gezielten Spielereien Körper und Geist in Exstase bringen.

“Was passiert jetzt?” Das ist die wohl häufigste Frage beim BDSM im Kopf eines Subs. Doch es gibt nicht immer eine direkte Anwort darauf. Die wenigsten Tops arbeiten ein vorher geschriebenes Drehbuch ab. Warum auch? Die Spontanität kann doch so viel spannender sein.

Zum Drehbuch: Viele Subs wollten vorab genau wissen, was mit Ihnen in der Session passiert. Einerseits wollen sie sich absichern, denn wenn man zuvor weiß, was passiert, dann kann man eher entscheiden, ob man sich darauf einlässt. Andererseits möchte man sich vielleicht auch zuvor etwas aufgeilen. Die Gefahr für den Top besteht natürlich, dass es bei der Chat-Aufgeilphase dann bleibt und eine Session nicht zustande kommt.

Zu den Rahmenbedingungen: Alternativ zum Drehbuch kann man ein paar Rahmenbedingungen festlegen. Man bespricht im Chat, am Telefon oder von Angesicht zu Angesicht die Vorlieben, Tabus und das Safeword. In diesem definierten Spielfeld kann die Session dann stattfinden.

Und jetzt kann man das Kopfkino etwas schüren. Erfahrungsgemäß macht es am meisten Spaß auf beiden Seiten, wenn die Sinne des Subs entzogen werden, sprich die Augen verbunden werden. Ohne zu sehen was kommt, kann man umso mehr fühlen, wenn es da ist.

Legt dem Sklaven doch mal ein Halsband an und lasst dieses *klicken*. Doch was ist nun dran? Ein Einwegsiegel, welches zerstört werden muss um das Halsband abzulegen? Oder vielleicht ist es ein normales Vorhängeschloss (bitte Schlüssel nicht verlieren) oder ein Zeitschloss, welches erst nach der vordefinierten Zeit wieder aufgeht? Gleich stellt sich dem Sub die Frage, wie lange das Halsband wohl dran bleiben muss.

Runter auf den Boden! Leckdienste! Doch was bekommt die Zunge gleich zu spüren? Ist es eine Stiefelsohle, oder die nackten Füße des Tops oder der Herrin? Oder leckt man plötzlich in der Kimme eines anderen Sklaven, den man zur Session auch noch eingeladen hat?

Diese Ungewissheit bringt den Geist in Exstase und man kann den Sub auch bewusst etwas verwirren. Klimpert man mit ein paar Ketten herum, erwartet der Sub natürlich, dass er diese Ketten auch gleich am Leib spürt. Aber das war ja an dieser Stelle nur eine falsche Fährte. Oder man spielt an den Genitalien des Sklaven herum und dieser hofft, dass er gleich zum Schuss kommen darf. Falsch gedacht, dann macht es nochmal *Klick* und ein Keuschheitsgürtel ist fest angebracht.

Das alles funktioniert nur, wenn man sich einander vertraut. Ohne Vertrauen kann sich der Sub nicht fallen lassen und das Kopfkino verwandelt sich in eine Aneinanderreihung von Worst-Case-Szenarien. Deshalb ist man ja gewillt, ein möglichst bekömmliches oder bestenfalls geiles Programm zusammenzustellen.

Egal was gespielt wird, das Kopfkino läuft durchgehend vor unserem inneren Auge ab. Im Geiste werdet ihr erfahrungsgemäß immer weiter gehen, als euer Körper. Das ist auch gut so, denn ihr braucht ja Träume, damit ihr nach “mehr” streben könnt!

Wichtig beim Spielen ist, dass ihr die körperlichen Grenzen einhaltet und diese niemals überschreitet. Probiert neue Sachen aus, traut euch gemeinsam neue Wege zu gehen und spielt miteinander. Wir wünschen euch viel Spaß dabei!

Habt ihr eine Spielidee, die wir hier mal etwas genauer vorstellen können? Schreibt uns, wir freuen uns darauf!

10 Gedanken zu „Kopfkino“

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