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Kinkstertreff Bonn – Das Perverse ist das Normale

Viele Personen haben eine Vorliebe für BDSM und Fetisch. Doch auch außerhalb einer Session oder gar außerhalb der eigenen vier Wände möchte man vielleicht mit Gleichgesinnten in Kontakt treten, Erfahrungen austauschen, Inspirationen einholen oder vielleicht sogar einen neuen Spielpartner kennenlernen. Wie wäre es mit einem gemeinsamen Stammtisch?

Was ist heutzutage eigentlich noch „normal“? Wer entscheidet darüber? Meist orientiert man sich an der Gesellschaft und bisherigen Weltanschauungen. Es ist also „normal“ jeden Sonntag in die Kirche zu gehen. Es ist „normal“, dass man seine Eltern und seine Mitmenschen respektiert. Es ist „normal“, wenn man die Frau an den Herd stellt und die Kinder versorgen lässt. Diese Aufzählung könnten wir jetzt noch weiter ins Extreme treiben, aber die Botschaft ist klar: Es gibt viele „Normalitäten“, denn jede Person kann für sich selbst definieren, was normal ist und was nicht.

So haben sich ein paar Freunde in Bonn zusammengefunden und einen Stammtisch ins Leben gerufen, um genau darüber zu sprechen. Und der Leitspruch ist schon Programm: „Das Perverse ist das Normale“! Wenn ein Gummifetischist in Gummi vor die Türe geht, dann ist das für sie oder ihn normal. Wenn der Nachbar nicht dieser Meinung ist, dann kann es passieren, dass dieser es für „pervers“ hält. Doch die Perversion beginnt in den Köpfen derer, die mit dieser „neuen Normalität“ nicht übereinstimmen.

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Aber um nicht zu philosophisch zu werden, wollen wir das Wort an die Betreiber des „Kinkstertreff Bonn“ übergeben:

Wer sind wir?
Wir sind normale Leute, die halt etwas „anders normal“ sind. Bei uns sind Studenten, Beamte und auch Rentner.

Für wen ist der Stammtisch geeignet?
Zu uns kann jeder kommen, wir sind barrierefrei, integrativ, deutsch- und englischsprachig und die Atmosphäre ist sehr entspannt. Jeder ist willkommen, egal welcher Sexualität, Religion oder ethnischer Herkunft. Bei uns sind alle Personen gleich. Man muss allerdings mindestens 18 Jahre alt sein.

Wie sind wir auf die Idee gekommen?
Wir wollten abseits der digitalen Welt im „Reallife“ Leute verknüpfen (und auch mit Seilen verknüpfen)! Dies gibt allen Beteiligten eindeutig mehr Feedback als die Suche im Internet. Es geht darum sich über Fetisch und BDSM auszutauschen und das geht am besten im Dialog mit Gleichgesinnten.

Darf man in Fetisch-Kleidung kommen?
Dies bitte eher dezent, da wir uns an einem öffentlichen Ort treffen. Auch wenn uns dort viel Verständnis seitens der Gäste und der Bedienung entgegengebracht wird.

Gibt es Tabuthemen?
Extreme politische Weltanschauungen werden nicht geteilt. Im einvernehmlichen Rahmen geht bei uns um so gut wie alles.

Kann man zu uns kommen, wenn man Angst vor der Thematik hat?
Natürlich geht das. Wir beißen nicht (ungefragt). Wir sind eine Gruppe sympathischer Leute. Aber bei Angst vor einem Erstkontakt mit dem Thema ist es immer zu empfehlen, einfach einen „Buddy“ mitzunehmen. Jemand, der einen begleitet, so dass man nicht alleine ist.

Gibt es uns mehrmals?
Nein, wir sind einmalig!

Wie viele Personen sind wir so in der Regel?
Je nach Urlaubssituation und Wetter schwankt die Anzahl zwischen 8 bis 20 Leuten. Es sind aber nicht immer die gleichen Leute. Wir haben ständig neue Leute, die dazu kommen, manche können auch nicht mehr teilnehmen, weil sie beruflich eingespannt sind oder wegziehen.

Was gibt es noch zu bieten?
Wir bieten einmal im Jahr ein gemeinsames Grillen an (Kink Grillen), es finden alle zwei Monate in einem von uns gemieteten Dungeon Partys bis 20 Personen statt. Wir machen im Sommer ein Bondage Picknick, geplant sind auch Ausflüge, z.B. zu einem Foltermuseum. Es werden Veranstaltungen zu diversen Themen angeboten. Darüber hinaus nehmen wir intensiv Kontakt für einen gemeinsamen Austausch zu anderen Gruppen auf.

Was kosten Workshops?
Wir sind sehr günstig und decken nur die Unkosten. Da wir nicht gewinn- und vereinsorientiert sind. Vereinsmeierei liegt uns fern.

Gibt es bei uns eine feste Mitgliedschaft?
Nein, gibt es nicht. Es gibt auch keine Vereinsbeiträge oder sowas.

Zu erwähnen bleibt noch, dass sich durch den Stammtisch mittlerweile mehrere Pärchen gebildet haben. Auch das erste (geplante) Stammtisch Baby ist dadurch entstanden.


Wir danken den Stammtischbetreibern für diese kurze Vorstellrunde. Es ist auch schön zu lesen, dass sich aus dem Stammtisch heraus Paare gebildet haben, die sich nicht nur auf eine Session beschränken, sondern beschlossen haben ihren gemeinsamen Lebensweg zu gehen.

Hier geht es zur Website von Kinkstertreff Bonn.

Und wir freuen uns gemeinsam mit dem Kinkstertreff Bonn sagen zu können: Das Perverse ist das Normale! Versteckt euch nicht in den eigenen vier Wänden. Es gibt so viele Menschen da draußen, mit denen ihr eure Erfahrungen teilen und euch austauschen könnt. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja für euch auch einen passenden Spielpartner oder -partnerin oder sogar die Liebe eures Lebens.

P.S.: Das Maskottchen heißt „Horny“, das perverse Einhorn mit Magenschwäche.

Veröffentlicht von

Dennis

Mentor und Berater im Bereich Fetisch und BDSM. Du möchtest dich über Fetisch und BDSM unterhalten? Kommt gern auf mich zu. Egal ob Einsteiger oder Profis, ich unterstütze dich gern!

2 Gedanken zu „Kinkstertreff Bonn – Das Perverse ist das Normale“

    1. Hallo Robert,
      vielleicht gibt es sogar bei dir in der Nähe ein vergleichbares Angebot eines solchen Stammtisches.
      Uns liegen aktuell keine Informationen vor.

      Sollte jemand andere Stammtische zum Thema Fetisch und BDSM kennen, dann dürft ihr uns diese gern mitteilen.
      Vielen Dank

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