Supermoto - Copyright 2019, mit freundlicher Genehmigung von Slave Tom

Ritt auf der Rasierklinge – Keusche Motorradtour

Motorradfahren ist ein Hobby, welches viele Menschen miteinander verbindet. Gemeinsam Cruisen und gemeinsam Spaß haben. Doch was ist, wenn vor Antritt der Tour das Halsband und der Keuschheitsgürtel eben nicht aufgeschlossen werden? Lenken diese Dinge zu sehr ab und machen die Motorradtour unnötig gefährlich? Wie waghalsig ist eine solche Aktion?

Was passiert, wenn man ein Sklavenhalsband angelegt bekommt? Devote Spielpartner empfinden im Normalfall einen Anflug sexueller Erregung. Und um diese Erregung zu begrenzen kann man einen entsprechenden Keuschheitsgürtel anlegen. Für die einen ist es bei einer Session eine interessante Abwechslung, für die anderen ist es Alltag.

Wir haben den Selbstversuch gemacht. Also Keuschheitsgürtel und Halsband angezogen und rauf aufs Motorrad. Die Schlüssel waren für den Notfall dabei. In jeder Kurve und bei jeder Bewegung war es zu spüren. Es war durchaus erregend, doch ich für meinen Teil habe beschlossen, dass es zu gefährlich ist und die Geilheit beim Fahren durchaus eine negative Auswirkung auf die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr hat. Aber was ist, wenn man selbst eben diese Schlüssel nicht hat?

Egal ob bei einer Session, am Wochenende Zuhause, in der Arbeit oder bei Freunden: Halsband und Keuschheitsgürtel (bzw. Keuschheitsschelle) bleiben dran. So ist es zumindest auch bei unserem Sklaven! Er ist leidenschaftlicher Motorradfahrer. Es gibt hier nur zwei Möglichkeiten: Entweder mit Halsband und Keuschheitsgürtel Motorradfahren oder eben nicht mit dem Motorrad fahren.

Es kommt auch immer darauf an, welche Sitzposition man auf dem Motorrad hat und welche Schutzbekleidung man trägt. Eine enganliegende Lederkombi presst den Keuschheitsgürtel schon mal schön an den Körper ran und bei einer geraden Sitzposition ist das Fahren ohne Probleme möglich. Anders sieht es bei Sportmaschinen mit obenliegendem Tank aus, denn hier wird der Tank starken Druck auf den Schritt und somit den Keuschheitsgürtel ausüben.

Man muss natürlich dazu sagen, dass kein Motorradhersteller die Anatomie eines Keuschheitsgürtelträgers beim Bau eines Motorrads berücksichtigt und auf der anderen Seite berücksichtigt kein Keuschheitsgürtelhersteller die (unterschiedlichsten) Sitzpositionen auf einem Motorrad während des keuschen Einschlusses.

Was also tun? Lieber nicht fahren oder den „Ritt auf der Rasierklinge“ wagen? Wir können eins mit Gewissheit sagen: Für einen Sklaven, der sein Halsband und seinen Keuschheitsgürtel dauerhaft trägt, ist das Gefühl des Tragens nicht neu. Halsband sowie Keuschheitsgürtel gehören zum Alltag und das Fahren auf einem Motorrad damit ist keine besondere Herausforderung.

Anders sieht es bei Menschen aus, die ihr Halsband und ihren Keuschheitsgürtel nur ab und zu (z.B. in einer Session) tragen. Für diese „Gelegenheitskeuschlinge“ kann diese Ablenkung im Straßenverkehr verhängnisvoll sein. Woran liegt das? Ganz einfach: Wenn man solche BDSM-Elemente nur in einer Session erlebt, so suggerieren wir beim Anlegen eben solcher Spielsachen dem Gehirn, dass gleich eine Session startet. Man wird also erfahrungsgemäß sexuell erregt, aber anstatt einer Session findet man sich auf der Straße wieder und sollte sich auf den Straßenverkehr und nicht den sexuellen Höhepunkt konzentrieren.

Viele BDSM-Liebhaber haben immer noch Angst, in Gear vor dir Türe zu gehen. Was sagen wohl die Nachbarn und die Blicke der ganzen Passanten. Und jetzt schaut euch bitte ganz genau das folgende Bild an. Was seht ihr? Einen Biker in Lederkombi, oder? Könnt ihr das Halsband erkennen? Das geschulte Auge sieht es, doch die meisten Passanten würden es gar nicht erst erkennen, geschweige denn auf die Idee kommen da hinzustarren. Von daher der kleine Exkurs: Traut euch raus in Gear! Wie es auch schon “Cal Rider” mit der Initiative #GEAR365 euch vorgemacht hat: “No Fear In Gear”!

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So, nun aber zurück zu unserem Hauptthema. Hier ein kurzes Fazit: Jemand, der BDSM auch im Alltag lebt kann sich langsam daran herantasten auch mal eine „verschlossene Motorradtour“ zu machen. Erst mal nur in unmittelbarer Nähe und wenn man sich daran gewöhnt hat auch längere Touren. Testet vorher Zuhause die Sitzposition auf eurem Motorrad mit Keuschheitsgürtel. Und für alle anderen empfehlen wir, diese Erfahrung aus dem Kopfkino auch im Kopfkino zu lassen und eher davon Abstand zu halten. Sicherheit geht vor, da muss die Vernunft einfach siegen. Passt aufeinander auf. Und wer sagt denn, dass der Sklave nicht vor und nach der Motorradtour verschlossen sein darf…? Und während der Pausen kann man seinen Sklaven ja an der Leitplanke festketten… *grins*

„Die Linke zum Gruß!“

6 Gedanken zu „Ritt auf der Rasierklinge – Keusche Motorradtour“

  1. Seit Jahren hält mich meine Eheherrin mit einer Mini-KG-Schelle aus Stahl verschlossen. Zudem trage ich täglich ein Halsband aus Leder oder Edelstahl, je nach Wunsch meiner Eheherrin. Die Keuschheitsschelle spüre ich schon lange nicht mehr und ans Halsband habe ich mich auch gewöhnt. Halsband beim Motorradfahren (Kawasaki GPZ1100, Modell 1997) hält zudem noch ein bisschen den Fahrtwind ab… Die perfekte Verbindung zwischen Motorradlederkombi und Helm.

    1. Da ich ebenfalls Motorrad fahre, weiß ich natürlich, was du da meinst. Für die “Nicht-Motorradfahrer”: Die Motorradlederkobis sind vom Kragen her sehr kurz geschnitten und der Helm fängt erst knapp unterm Kinn an. Wenn man kein Multifunktionstuch trägt, dann ist das Hals quasi komplett “nackt”. Gerade aber auch für Neulinge was BDSM betrifft kann man das angelegt und hoffentlich auch abgeschlossene Halsband unter einem solchen Multifunktionstuch auch verstecken. Das Halsband sollte jedoch “relativ locker” angelegt sein und darf euch nicht würgen. Der Kopf und alle Gedanken sollten sich ausschließlich auf das Fahren konzentrieren und ein Halsband (und/oder eine Keuschheitschelle/-gürtel) darf die Sicherheit des Motorradfahrers nicht beeinträchigen. Sicherheit geht vor! Also passt aufeinander auf! Allzeit gute und sichere Fahrt!

      1. Hallo Dennis, danke für die Wünsche… KG-Schelle 24/7/365 und Halsband sind wirklich gewohnte Dinge und werden von mir meist gar nicht mehr wahrgenommen. Da könnte meine Eheherrin in ihrem roten Lederkombi (Harro, Vintage mit Patina) die grössere Gefahr werden. Aber man kann sich ja auch ein bisschen konzentrieren. “Geil” wird es dann bei Pausen, wenn sich Eheherrin an mich anschmiegt und ich ihr den Lederhintern massieren muss und sie sich einen Kuss von mir wünscht.

        PS: Ich bin 66 und fahre seit meinem 20. Lebensjahr Motorrad…

        1. Ich wünsche dir natürlich allzeit gute und sichere Fahrt. Und ja das stimmt, wenn man KG und Halsband gewohnt ist, dann ist die Wahrnehmung gänzlich anders, als für jemanden, der Halsband oder KG “frisch angelegt” bekommt. Manche haben sich nach Tagen daran gewöhnt, andere brauchen Wochen, Monate oder gar Jahre und dann gibt es vielleicht auf diejenigen, die sich nicht daran gewöhnen wollen. Hier hilft nur eine strenge Hand einer Herrin oder Masters.

  2. okay okay … wenn der KG nur für die Tour angelegt wurde wird es sicherlich ablenken und ist damit verdammt gefährlich.

    Wenn man aber den KG gewohnt ist, im Büro oder in der Werkstatt, beim täglichen Job und überhaupt im Tagesablauf wird er zur Normalität und auch beim Motorradfahren nicht so extrem wahrgenommen.

    Also liebes Team: übertreibt es nicht so. Den KG mindestens 1 Woche vor der Tour anlegen und verschlossen halten. Am Ende der Tour dem Dom die Maschine volltanken und in die Garage stellen. Vielleicht stimmt ihn das ja freundlicher.

    lachende Grüße
    und ja, die linke zum Gruße von meiner GS

    PS: wäre gerne dabei gewesen, Tour im Westen sind wir dabei

    1. Sollte der Sub den den KG nicht gewohnt sein gibt es nur eine Möglichkeit:
      Das Motorrad so lange stehen lassen, bis sich der Sub den KG gewohnt ist… 🙂

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