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Kastration – Die Sehnsucht ein Eunuch zu werden

Männer, es geht um euch… dieser Beitrag ist nichts für Weicheier! Kastration – das “Schlimmste”, was man einem männlichen Wesen antun kann. Bei Haustieren ist es fast schon an der Tagesordnung, dass die männlichen Tiere kastriert und die weiblichen sterilisiert werden, doch sehen sich manche Menschen tatsächlich auch nach diesem Schnitt, bzw. Schritt. Warum will man ein Eunuch werden? Wir haben viele interessante Gespräche geführt mit Männern, die diesen Schritt hinter sich haben.

Jeder Mann wird im “Normalfall” mit zwei Hoden geboren. Diese beinhalten den Stoff aus dem die Helden sind, bzw. sie sorgen dafür, dass unsere Frauen schwanger werden, sofern der Mann bis dahin überhaupt “kommen” darf. Doch einige Männer wollen das nicht, sie wollen sich weder fortpflanzen, noch überhaupt in der Lage dazu sein. Warum die Hoden dann nicht einfach entfernen lassen? Schnipp schnapp, Eier ab,… na so leicht geht es dann doch nicht und diese Entscheidung sollte genauestens überlegt werden.

Wir haben uns in diversen Foren im Internet über den “Kastrations-Kick” unterhalten können und wir haben auch persönlich ein paar Männer getroffen. Die einen wollen unbedingt kastriert werden, die anderen sind bereits heute ein Eunuch. Und wieder ein anderer war chemisch kastriert,… wir wollten Details wissen.

Bereits kastrierte Männer:

Unter unseren Gesprächspartnern waren auch junge Männer. Manche hatten wegen Hodenkrebs ihre Hoden unfreiwillig verloren, andere ließen sich diese bewusst medizinisch entfernen. Die Berichte der Männer deckten sich fast immer. Der Wunsch nach Kastration war (mit Ausnahme des Krebspatienten) immer zuerst eine Wichsfantasie. Der Wunsch gerade im BDSM ein willenloser Sklave ohne eigenen Sexualtrieb zu sein war bei allen sehr groß. Dank Cuckolding und Wifesharing ist die direkte sexuelle Penetration der Partnerin oder des Partners nicht immer im Vordergrund. Man kann eine feste Partnerin haben und sich trotzdem kastrieren lassen. Manche Herrin kann auch eine Zwangskastration anordnen.

Schön früher wurden Männer, gerade auch Sklaven oder Kriegsgefangene, kastriert, damit sich diese nicht fortpflanzen können. Aber die Kastration hat noch andere Folgen. Es kann zu Depression führen und es senkt auch generell den sexuellen Trieb, da auch der Testosteronspiegel im Körper mangels Produktion sinkt. Man sollte die Kastration also vorab auch mit einem Arzt besprochen haben und auch die Nachbehandlung besprechen.

Dann natürlich die wichtigste Frage: Hat es jemand der Kastrierten bereut? Ja, einer… dieser hat uns unter Tränen erzählt, dass es der größte Fehler in seinem Leben war. Er war damals noch jung, und seine Herrin hat ihn nach einer fünfjährigen BDSM-Beziehung den Vorschlag unterbreitet. Beide willigten einvernehmlich ein und die Kastration wurde durchgezogen. Doch die Beziehung ging nach weiteren zwei Jahren auseinander und die neue Partnerin findet diese Entscheidung eher bedauerlich. Aber es ist nicht mehr zu ändern. Unser Krebspatient findet es zwar schade, dass die Hoden weg sind, aber er hat sich damit abgefunden und bedauert es nicht weiter. Alle anderen gehen dagegen voll in der Rolle des devoten Sklaven und Eunuchen auf. Ein kastrierter Mann war dabei, der hatte bewusst zwei Hodenimplantate erhalten. Seine Herrin und er wollten das so, aber die Kastration war trotzdem an der Stelle der Wunsch, da der Sexualtrieb und die Möglichkeit der Fortpflanzung eliminiert werden sollten.

Männer, die unbedingt Eunuch werden wollen:

Eben die oben genannten Gründe waren auch hier zu hören. Sie wollen ein perfekter Sklave sein, ohne eigenen Sexualtrieb, ohne Hoden und sie wollen sich auch nicht fortpflanzen. Ein Gesprächspartner erzählte uns, dass er bereits mehrere Spermaproben hat einfrieren lassen, für den Fall, dass er nach der Kastration doch noch eigene leibliche Kinder haben möchte. Hier merkte man auch schon, wie weit der Gedanke der Kastration hier schon gefestigt war. Den großen Schritt dahin, den scheuen doch noch die meisten.

Chemische Kastration:

Als Alternative zur irreversible chirurgischen Kastration gibt es auch eine chemische Kastration. Durch Einnahme von Medikamenten (sogenannte Antiandrogene) können die sexuellen Triebe gehemmt werden. Diese werden teils auch bei Sexualstraftätern und Triebtätern angewendet. Man kann diese aber (ärztlich verschrieben) auch “freiwillig” einnehmen, bzw. wenn die Herrin es anordnet. Der Vorteil: Die Hoden bleiben dran! Und man könnte das Medikament auch wieder absetzen und die Kastration ist somit quasi rückgängig gemacht.

Es ist natürlich alles eine Kostenfrage, denn nichts ist umsonst. Weder die chirurgische noch die chemische Kastration. Sprecht mit einem Arzt darüber! Achtung vor Hinterhof-Hobby-Kastrierern! Im Internet kursieren diverse Angebote, wo selbsternannte “Mediziner” den Wünschen der Opfer nachkommen und im stillen Kämmerchen die Kastration stümperhaft vornehmen. Bitte seht von solchen Aktionen ab. Ihr könnt euch ne Infektion holen oder noch mehr verlieren als nur die Hoden.

Rechtliche Grundlagen kann man auch hier nachlesen, im “Gesetz über die freiwillige Kastration und andere Behandlungsmethoden” (KastrG).

Na auf den Geschmack gekommen? Oder strebt ihr erst einmal an eurem Sklaven einen Keuschheitsgürtel zu verpassen, bevor die Hoden endgültig entfernt werden? Es gibt ja auch Keuschheitsgürtel, bei denen die Hoden komplett verdeckt und somit unerreichbar sind, wie der Carrara 2.0, den wir euch auch schon vorgestellt haben.

Wir freuen uns auf euer Feedback und stehen euch bei Fragen auch gern zur Verfügung.

6 Gedanken zu „Kastration – Die Sehnsucht ein Eunuch zu werden“

  1. Ich habe einen sehr großen Sexualtrieb und möchte mich deshalb kastrieren lassen. Beide Hoden sollen entfernt werden. Meine Frau hat mir dazu geraten, weil ich sehr triebgesteuert bin. Wo wird es gemacht und wie lange dauert der Eingriff.

    1. Hallo Stefan und vielen Dank für deinen Kommentar zum Thema Kastration.

      Es ist für mache Männer tatsächlich ein großer Traum “endlich kastriert” zu werden, doch aus medizinischer Sicht gibt es ein paar Hürden. Suche zunächst das Gespräch mit deinem Hausarzt auf, der wird dir weiterhelfen können.
      Der Eingriff selbst kann dann von einem Chirurg.
      Es gibt mehrere Methoden die Hoden zu entfernen: das Aufschneiden des Hodensack und das Entnehmen der Hoden, oder über die Bauchdecke (weil die Hoden ja vom Bauchraum her mit Blut- und Nervensträngen versorgt werden.

      Eine weitere Möglichkeit wäre eine Vasektomie, hier bleibt der Hoden im Körper, aber die Samenleiter werden durchtrennt, was einer “Sterilisation” beim Mann gleich kommt. Sprich du bist danach zeugungsunfähig.

      Eine weitere Möglichkeit ist die “chemische Kastration”. Hier gibt es keinen operativen Eingriff und dein Sexualtrieb wird durch Medikamente unterdrückt. Hier ist aber zudem ein Gespräch mit einem Psychologen erforderlich, da diese Medikamente vorrangig bei Triebtätern zum Einsatz kommen.

      Zudem solltest du (sofern du die Hoden wirklich entfernt haben möchtest) mit deinem Hausarzt über die Anschlussbehandlungen reden. Das Fehlen der Hoden hat auch zur Folge, dass der Körper kein Testosteron bekommt. Hier ist alle 3 Monate (also einmal im Quartal) eine entsprechende Testosteron-Spritze erforderlich, damit du dieses Hormon zugeführt bekommst.

      Ich hoffe wir konnten dir weiterhelfen.
      Viele Grüße
      Dennis vom Fesselblog

  2. Ich habe mich in meiner Verzweiflung per Mail an die Krankenkasse gewandt (AOK Westfalen) und gefragt wie man das regeln könnte, auch dass ich freiwillig dem Chirurgen die Klauseln aus diesem Kastrationsgesetz unterschreiben würde… ob sie mir einen Arzt empfehlen könnten oder was auch immer zu tun sei, um das anzuleiern. Man hat mir nicht mal geantwortet! Stattdessen trudeln seitdem Mahnungen über Krankenhauszuzahlungen ein. Und hinter meinem Rücken zerreissen sich heimlich alle das Maul und lachen sich kaputt.

    Offenbar gilt man dort automatisch als geisteskrank wenn man so einen Wunsch hat. (Und es wird “heimlich” weitergetratscht!)

    1. Hallo Sascha,

      das “Gesetz über die freiwillige Kastration und andere Behandlungsmethoden” (KastrG) nennt hier als Grund für die freiwillige Kastration einen “abnormen Geschlechtstrieb“. Am besten besprichst du solche Themen mit einem Arzt deines Vertrauens. Durch die ärztliche Schweigepflicht darf dieser hier nichts nach außen Trage. Ob ein Vermerk in der Krankenakte notiert wird, das können wir nicht ausschließen.

      Es ist für Ärzte immer “wünschenswerter”, wenn sie einen konkreten Grund für einen operativen Eingriff haben und dieser nicht nur kosmetische Gründe (oder Gründe aus dem Bereich Fetisch und BDSM).

      Das mit den Mahnungen würden wir hier nicht in einen Kontext bringen, hier solltest du nochmal ein klärendes Gespräch mit deiner Krankenkasse suchen.

  3. Bin 70, aktiv und gut im Schuss. Bei mir hat sich ein Schrumpfhoden gebildet. Der tut weh und sollte nach Urologe raus. Dann ziehe ich es vor beide raus machen zu lassen. Einseitig liegt mir weniger. Was ist am gescheitesten?
    – direkt Prothesen einsetzen, oder
    – einfach die leere Haut stehen zu lassen oder
    – auch die Haut zu entfernen. Dann ist unten einfach alles glatt.
    Zuerst wird ohne Hormonzugabe, beobachtet wie sich der Sextrieb verhält, Verminderung, Verschwinden. Kastration im Alter hat ja bekanntlich weniger, bis manchmal keine Folgen. Sollten sich Verminderungen einstellen, dann Beginn mit Hormonzugabe und möglichst optimale Einstellung.

    1. Hallo Peter,
      ein Urologe deines Vertrauens ist wohl der beste Berater in dieser Situation. Ob Prothese/Implantat oder nicht ist auch eine Frage der Ästhetik. Das Alter ist was BDSM angeht ja erst einmal nicht vorrangig entscheidend. Wichtiger ist eher, dass die schmerzende Hodenatrophie zeitnah behandelt wird. Wir wünschen dir gute Besserung.

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