Immer wieder hören wir, dass für BDSM aufgrund von Arbeit und Haushalt keine oder nur wenig Zeit zur Verfügung steht. Wie wäre es, wenn man die Tätigkeiten im Haushalt mit etwas Fetisch und BDSM aufwertet?
1977 hatte die Schlagersängerin Johanna von Koczian mit ihrem Hit „Das bißchen Haushalt … sagt mein Mann“ die damals vorherrschende Rollenverteilung in deutschen Haushalten spitzzüngig besungen. Dass dieses Weltbild eigentlich schon längst der Vergangenheit angehört, ist in vielen Köpfen unserer Gesellschaft noch nicht angekommen. Heute teilen sich die Mitglieder einer Familie oder Wohngemeinschaft die Haushaltstätigkeiten gleichermaßen auf.
Was haben die meisten Tätigkeiten im Haushalt gemeinsam? Sie machen oft keinen Spaß! Aufräumen, Staubwischen, Staubsaugen, Wischen, Fenster putzen, Badezimmer putzen, Wäsche waschen, Bügeln, Kochen, Geschirr spülen und viele weitere Tätigkeiten, die fast alltäglich auf uns im Haushalt warten. Und es gibt diese Tage, an denen man einfach keinen Bock darauf hat, die Wohnung zu saugen oder den Abwasch zu machen. Und dennoch bleibt die Arbeit liegen und bei Vernachlässigung dieser Tätigkeiten vermüllt die Wohnung zunehmend. Nicht von heute auf morgen, aber im Laufe von Wochen oder gar Monaten sicher.
Wie wäre es damit den Haushaltstätigkeiten etwas mehr Pepp und Pfiff zu verleihen? Wie wäre es, wenn ihr dazu zum Beispiel Fetischkleidung tragen würdet? Mit einem Schutzanzug bekleidet ist man nicht nur „sicher“ unterwegs, man hat beim Staubsaugen oder beim Badezimmer putzen gleich mehr Spaß.

Ein interessanter Nebeneffekt ist die Tatsache, dass man bei körperlicher Anstrengung schnell ins Schwitzen kommt und das Putzen somit ein zusätzliches körperliches Training ist. Die Muckibude könnt ihr euch danach sparen und die Sauna auch. Natürlich dürfen entsprechende Ruhephasen nicht ausbleiben, doch auch hier können wir euch ermutigen die Fetischkleidung anzubehalten.

Doch möchten wir uns in diesem Beitrag nicht ausschließlich auf Schutzanzüge beschränken. Es gibt auch viele andere Möglichkeiten im Haushalt seine Vorlieben auszuleben. Das Tragen…
- … eines (abgeschlossenen) Halsbands während des Bügelns.
- … einer dicken Schürze aus Industriegummi während des Kochens.
- … von Springerstiefeln während dem Erstellen der Steuererklärung.
- … einer Motorradlederkombi während des Rasenmähens.
- … eines Keuschheitsgürtels während man die Wohnung aufräumt.
- … eines Buttplugs während des Abwaschs.
- … von Handschellen (vor dem Körper) während des Bettenbeziehens.
- … einer Gasmaske während der Toilettenreinigung.
- … von Warnschutzkleidung während der Straßenreinigung.
Es gibt noch viele weitere Beispiele, doch sollte die Sicherheit im Haushalt immer gewährleistet sein. So eignen sich zum Beispiel High Heels nicht, wenn man gerade den Fliesenboden rauswischt. Die meisten Unfälle passieren bekanntlich im Haushalt, doch in Bezug auf Fetisch und BDSM sind das definitiv vermeidbare Unfälle.
Ein weiterer Motivationsschub ist die Fremdbestimmung. Wenn man eh schon keine Lust auf den Haushalt hat, dann kann man diese Tätigkeiten mit etwas Fetisch und BDSM abwechslungsreich gestalten. Wenn das Tragen von Fetischkleidung und/oder Fesseln dann für die Erledigung der Hausarbeit angeordnet wird, dann ist für viele noch gleich ein gewisser Kick dabei. Zudem gibt es vielleicht noch eine Qualitätskontrolle. Ist der Boden wirklich sauber gewischt, sind die Fenster streifenfrei geputzt, ist sämtlicher Müll in die dafür vorgesehene Müll- bzw. Recycling-Tonne gewandert? Fragen, welche die Tragedauer von Fetischkleidung positiv oder auch negativ beeinflussen können. Es kommt immer darauf an, ob man die Kleidung denn gern trägt oder nicht und ob ein dominanter Spielpartner die jeweilige Person belohnen oder bestrafen möchte.

Ob ihm das Staubsaugen wohl Spaß gemacht hat? Eins wissen wir: Das Tragen des Schutzanzugs hat ihm auf jeden Fall Spaß gemacht und warum nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden?
Wie ist es bei euch? Wie motiviert ihr euch den inneren Schweinehund zu überwinden und die Hausarbeit etwas abwechslungsreicher zu gestalten? Schreibt uns gern eure Vorschläge, wir sind sehr gespannt!
P.S. Das Wort „bisschen“ schreibt man inzwischen mit „ss“. Im Liedtitel von 1977 haben wir es aber bewusst mit „ß“ geschrieben, da das Lied vor der Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 veröffentlicht wurde. Oder wie ein Freund aus der Schweiz uns einmal sagte: „Ach ihr mit eurem komischen ‚B‘, das gibt es bei uns nicht!“ 🙂

»Dass dieses Weltbild [vom bisschen Haushalt] eigentlich schon längst der Vergangenheit angehört, ist in vielen Köpfen unserer Gesellschaft noch nicht angekommen. Heute teilen sich die Mitglieder einer Familie oder Wohngemeinschaft die Haushaltstätigkeiten gleichermaßen auf.«
Widerspricht sich das nicht? Wie kann Aufgabenteilung in Mode sein, wenn die Meinung vorherrscht, dass der Haushalt für eine Person alleine locker zu schaffen ist ist?
Viele Grüße
Widerspricht sich die Menschheit nicht ständig selbst?
In manchen Haushalten haben wir noch das antiquierte Weltbild und in anderen nicht.
Ach, so ist das gemeint? Verstehe. Jetzt jedenfalls 😉
Viele Grüße
Nun, klassisches „Fetisch Gear“, wie von Dir beshrieben, trage ich während der Hausarbeit eher nicht. Meine Ketten hingegen fast immer. Ob es nun die täglichen Küchenarbeiten, das Kochen oder auch Fußboden wischen ist, die Ketten wünscht Herrin immer dran. Neuerdings gerne auch in Kombination mit einer dünnen Latex Maske. Der Anblick gefällt Ihr wohl sehr gut.
Man könnte natürlich auch sagen, dass „Nacktheit“ auch ein Fetisch ist. Und so kann es natürlich sein, dass manche ihre Hausarbeiten nackt (und in Ketten) hier tätig werden.
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Und wenn wir die Bilder in deinem Online-Tagebuch sehen, dann können wir eins sagen: Nicht nur deiner Herrin gefällt der Anblick, uns gefällt er ebenfalls!
Wieder ein schöner Beitrag, wie aus dem Leben.
Wenn ich Lust auf Fetisch bekomme aber noch so viel im Haushalt ansteht, was es zu erledigen gibt, kombiniere ich das auch wie beschrieben.
Der Plug beim Abwasch, gesichert mit einem Riembody hat eine beschleunige Wirkung mit der Arbeit fertig zu werden. Da hofft man man ist trotz Ablenkung durch den Cockring und der Dehnung im Hintertürchen gründlich genug und muss nicht nacharbeiten.
Danach ist es fast eine Wohltat in einer Motorrad Lederkombi mit verschlossenem Mauelkorb die Nachrichten im Fernsehen zu sehen. Wobei es wiklich eine Wohltat ist.
Ein Lederoverall beim Kochen ist zudem sehr praktisch, wenn man mal spritzt.
Die schöne Ablenkung von Fetisch Gear macht Hausarbeit etwas leichter und definitiv kurzweiliger. Zudem hilft ein Knebel, dass man nicht fluchen kann, wenn man die Fenster putzt.
Danke Carsten! Es freut uns sehr, dass du gleiche bzw. ähnliche Erfahrungen gemacht hast.
Ab und zu hält mich meine Eheherrin nackt in Ketten. Nur KG und Halsband und eben Ketten. Aber, mit gefesselten Händen den Haushalt verrichten ist nicht unbedingt geschickt. Mit den gefesselten Händen kann man durch aus die Glastischkante etc. beschädigen. Also zuerst den Haushalt, dann wird wieder verschlossen.
Hach, bei mir will das einfach nicht funktionieren. Ich wollte gerade wieder in fast voller Montur (KG, Plug, Fußfesseln, Haube und Maulkorb) den Abwasch erledigen, aber nachdem ich am Wasserhahn angekettet war, kam ich mir schnell sehr albern vor. Dass das Dachfenster keinen Sichtschutz besitzt (auch wenn es kaum einsehbar ist), machte die Sache auch nicht besser.
Das kommt mir bekannt vor, dass man sich in mancher Situation im BDSM „albern“ vorkommt.
Mir ging das in der Vergangenheit auch oft so. Man war geil auf eine bestimmte Sache und als man die Ausrüstung dann angelegt hatte, stellte man sein Dasein in Frage. Macht es „Sinn“ das Halsband zu tragen, macht es „Sinn“ den KG zu tragen, macht es „Sinn“ einen Knebel zu tragen…?
Ich für meinen Teil habe die Gedanken vorgängig, wenn diese Fetisch- und BDSM-Erfahrung aus einer Eigeninitiative heraus geschieht. Sobald es eine Fremdbestimmung gibt, waren die Gedanken nicht da. Das liegt daran, dass mein Kopf mir klar zu verstehen gab, dass ich es für jemand anderen mache und ich es nicht in Frage zu stellen habe. Wenn ich es unter Eigenregie mache, dann mache es ja „nur für mich“ und das macht doch keinen „Sinn“… oder doch?
Frei nach dem Motto „ich tue mir jetzt etwas Gutes“ muss man sich manchmal selbst zu seinem Glück zwingen. Ich schreibe mir deshalb eine Aufgabe, welche ich persönlich geil finde, auf einen Zettel. Diesen Zettel lege ich in eine Schachtel. Wenn ich dann irgendwann „geil“ bin und die entsprechende Zeit habe, schließe ich die Augen, greife in die Schachtel und hole mir einen Zettel raus. Und dann heißt es: MACHEN!
Auch wenn es nach einer Eigenregie aussieht, fühlt es sich an wie eine Fremdbestimmung. Denn auf dem Zettel steht schwarz auf weiß, was zu tun ist. Ob es mir in der jeweiligen Situation gefällt oder nicht, ich habe den Anweisungen auf dem Zettel Folge zu leisten.
Ich habe mit mehreren BDSM-Freunden gesprochen und für sie ist die Fremdbestimmung hier auch wichtig. Manche behelfen sich damit weiter, dass sie ihre (selst auferlegten) Aufgaben in den sozialen Netzwerken teilen und somit etwas „Druck von außen“ (Fremdbestimmung in einer abgeschwächten Form) erhalten.
Solltest du also in Zukunft ein Bedürfnis haben, etwas „Druck“ zu benötigen, kannst du uns gern schreiben. Wir forcieren diese Aufgabe dann und fordern auch zum Beispiel entsprechende Beweisbilder ein. Wenn dir das hilft, dann würde wir uns freuen!
Ja, genau diese Eigenregie ist das Problem. Aber das mit den Zetten klingt gut, davon werd ich mich mal inspirieren lassen 😉
Danke auch für das Angebot, das nehm ich gerne an. 😀
Schutzanzüge sind nicht mein Ding, aber ich liebe es, nackt auf allen Vieren für meinen Herrn den Fußboden zu wischen. Er steht dann hinter mir, und ich sehe, wie ihn das Zugucken geil macht. Er erniedrigt mich dabei, sagt mir z. B., dass ich als seine Sklavensau dazu da bin, diese Arbeit für ihn zu tun. Er treibt mich mit der Peitsche an, tritt mich mit Stiefeln, drückt meinen Kopf auf den Boden (der vom Wischen feucht ist), zwingt mich, in die letzten Ecken zu kriechen usw. Das klingt vielleicht heftig, macht mich aber verdammt geil, und hinterher darf ich im Spiegel ein paar Striemen auf meinem Rücken bewundern. (Ich stehe darauf, wenn mein Herr mich so markiert. Er achtet aber genau darauf, dass es nicht blutet.)
Die Idee mit den Zetteln in der Schachtel gefällt mir. Ich könnte mir das auch mal vorstellen, wenn mein Herr gerade keine Aufgabe für seinen Sklaven hat.