Spielfiguren

Aus Zwei mach Drei – Spielen in der Gruppe

Sex! Die schönste Sache der Welt, die man zu zweit machen kann. Aber warum denn “nur” zu zweit, man kann das ja auch mal um eine dritte Person erweitern. Gerade beim BDSM können Spiele in der Gruppe ganz andere Ausmaße annehmen, aber auch hier ist es sehr wichtig, wie die Rollenverteilung untereinander definiert ist.

Bei einem “flotten Dreier” versteht man im Normalfall die Kombination aus zwei Frauen und einem Mann. Viele (heterosexuelle) Männer erregt die Vorstellung, wenn auch zwei Frauen miteinander was machen. Sollte es hingegen zur Kombination mit einer Frau und zwei Männern kommen, dann spricht man auch vom “Feufelsdreier”. Teufesdreier deshalb, weil ein Teufel zwei Hörner hat und bei Anwesenheit von zwei Männern gibt es ja auch zwei harte… *hust*.

Uns ist jetzt an dieser Stelle egal, welche Geschlechter die einzelnen Personen haben, es können also auch drei Frauen oder drei Männer sein. Wichtig dabei ist, dass die Rollenverteilung im BDSM hier auch stattfindet. Es gibt die dominante und die devote Seite. Und diese Seiten müssen jetzt hier auf die entsprechenden Personen aufgeteilt werden.

Es ist also möglich, dass es zwei Dominante und einen Devoten gibt, oder einen Dominanten und zwei Devote. Gerade bei ungeübten Tops erfordert es eine extrem hohe Konzentration, wenn man sich gleichzeitig um zwei Subs kümmern muss bzw. möchte. Hier ist Top sein in der Tat ein harter Job.

Der Wunschtraum eines jeden Sklaven ist es jedoch, dass er von zwei Dominanten bearbeitet wird. Das kommt daher, dass ein Devoter sehr gern dauerhaft bespaßt werden möchte. Klar wer will das auch nicht? Ist doch toll, wenn man sexuell rundum versorgt, bespaßt und bespielt wird. Dieser Gedanke ist jedoch ein Wunschgedanke und wird nicht immer erfüllt.

Es gibt jedoch eine sehr interessante Art die Rollenverteilung etwas zu lockern. So haben wir aber immer noch einen festen Top und einen festen Sub. Der dritte Spielpartner kann hier tatsächlich als Switcher agieren und auf der einen Seite den Sub bearbeiten und dominieren, wird aber immer hierarchisch unter dem Top bleiben.

Die Hierarchie ist hier an dieser Stelle sehr wichtig und diese sollte vor Beginn der Session unbedingt geklärt werden. Am besten mit allen Beteiligten vorher auch die Einverständniserklärung zur BDSM-Session durchgehen. Diese kann natürlich auch noch beliebig erweitert bzw. ergänzt werden.

Ein Switcher in einer Session kann dem Top zur Hand gehen und dabei helfen den Sklaven entsprechend zu bearbeiten, ihn zu erziehen und Dienstleistungen einzufordern. Sobald der Sklave einmal zum Verweilen in der Session ruhig gestellt ist, so kann der Top den Switcher auch etwas bearbeiten und ihm zeigen, wo sein Platz ist.

Die Erfahrung hat auch gezeigt, dass es von der Hierarchie her wichtig ist zu definieren, wer das letzte Wort hat. Also der Top wird im Normalfall immer das letzte Wort haben, sonst hat er grundlegend etwas falsch gemacht. Die devoten Spielpartner können ihre Rollen untereinander auch durchtauschen. Denkt in eurer devoten Rolle bitte immer daran, dass ihr dafür verantwortlich seid, dass es dem Top gut geht. Ihr seid kein Stück Fleisch, das sich nur hinlegt und bespielt wird, sondern ihr seid dafür da, dass die Lust eures Herren befriedigt wird!

Geteiltes Leid ist halbes Leid, oder auch hier könnte man sagen: geteilte Freude ist doppelte Freude! Wenn ihr zwei Devote seid, dann könnt ihr euch bei der Befriedigung eures Herren die Arbeit teilen. Arbeitsteilung heißt aber nicht, dass nur einer alles macht und der andere nichts. Das ist wie im Beruf. TEAM ist nicht die Abkürzung für “toll ein anderer machts”.

Ganz spannend ist es, wenn die Fetische der Beteiligen unterschiedlich sind und ihr euch dann in einer Session ergänzen könnt. Ein konkretes Beispiel: Nehmen wir an, dass ein Top zwei Sklaven unter sich hat. Der eine Sklave ist ein Fußfetischist und leckt gern Füße. Der andere Sklave hingegen befriedigt andere gern oral und knabbert gern an den Nippeln. Wie schön wäre es also, wenn beim Top die fleißigen Zungen parallel an verschiedenen Körperstellen zum Einsatz kommen? Verwöhnt euch gegenseitig!

Wichtig dabei: Es sollte niemand zu kurz kommen! Jeder sollte eine Aufgabe haben und wenn man mal jemanden gerade nicht in den direkten Liebesakt mit einbeziehen kann, dann kann man diesen ja auch fixieren und in greifbarer Nähe lassen, damit man diesen jederzeit wieder auspacken und vernaschen kann. Und wenn man mal nicht aktiv dabei ist, dann kann man sich ja auch zurücklehnen und die Aktion zwischen den anderen einfach für ein paar Minuten genießen. Bei diesem Genuss dürfen Handschellen und Knebel natürlich nicht fehlen… hehe.

Fazit: Beim Spiel zu dritt bitte die Rollen vorher definieren, nicht dass es danach Missverständnisse gibt. Es gibt immer nur einen Top, der das allerletzte Wort hat! Und ansonsten,… have fun and enjoy, wie es “Mr. Rubber Switzerland 2017” (der inzwischen auch zum “Mr. Rubber Europe 2018” ernannt wurde) uns schon gesagt hat! Und denkt daran: Es muss ja nicht bei drei Beteiligen bleiben, ihr könnt auch zu viert, oder zu fünft oder… spielen. Viel Spaß!

2 Gedanken zu „Aus Zwei mach Drei – Spielen in der Gruppe“

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