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Geschichte der Folter

Die Folter ist so alt wie die Menschheit selbst. Im „finsteren“ Mittelalter gab es wahrlich grausame Methoden, um etwas mit Gewalt durchzusetzen. Und noch heute ziehen diese blutrünstigen Foltermethoden viele Menschen in ihren Bann. Wir haben ein „Mittelalterliches Kriminalmuseum“ besucht und haben nicht nur die Exponate genau beobachtet,… sondern auch die Besucher!

Wenn wir in unserer Menschheitsgeschichte zurückblicken, dann gibt es durchaus finstere Kapitel. Manche schweigt man gern aus, andere üben bis heute eine gewisse Faszination aus, obwohl es nüchtern betrachtet ein recht brutales Thema ist: die Folter!

Gerade im „finsteren“ Mittelalter war der Aberglaube noch weit verbreitet. Man glaubte an Hexen, Zauberei, schwarze Magie und an eine gerechte (wenn auch brutale und blutrünstige) Gerichtsbarkeit. So wurden Diebe öffentlich zur Schau gestellt in einem Pranger. Andere Sünder wurden auch gern mal am Marktplatz vor Publikum hingerichtet. Es gab ja auch noch kein Fernsehen, so dienten diese Folter- und Hinrichtungsmethoden nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch zur Abschreckung, frei nach dem Motto „du bist der Nächste, wenn du nicht folgst“.

Schandgeigen - Copyright 2019, fesselblog.de
Schandgeigen – Copyright 2019, fesselblog.de

Und wer nicht hören wollte, der musste eben fühlen! So eine Schandgeige ist sehr schnell angelegt und durchaus effektiv. Auch heute findet diese Art von Folter gerade im Bereich BDSM wieder Einsatz. Ein Pranger oder Schandgeige war wohl noch eine der harmlosesten Arten einen „Sünder“ zu bestrafen. Doch Lust auf Schmerzen hatten die Gefolterten wohl eher selten.

Bei anderen Bestrafungen haben die Opfer nicht selten mit dem Leben bezahlt. Sei es nun im Tauchbecken oder in der „Eisernen Jungfrau“ (siehe Vorschaubild oben), es ist nicht selten Blut geflossen.

Kommen wir nun zurück auf unseren Besuch im Mittelalterlichen Kriminalmuseum und unsere Beobachtungen. Natürlich haben die Exponate im Museum uns für diverse BDSM-Sessions inspiriert. Einige Foltermethoden von heute haben ihren Ursprung im Mittelalter. Nur stand damals die sexuelle Lustbefriedigung nicht im Vordergrund, im Gegensatz zu heute.

Folterstuhl - Copyright 2019, fesselblog.de
Folterstuhl – Copyright 2019, fesselblog.de

Wir waren im Museum jedoch nicht alleine. Es waren viele andere Gäste anwesend, Jung und Alt, männlich und weiblich, alleine und mit der ganzen Familie. Aber warum geht jemand „freiwillig“ in ein Museum, welches Folterinstrumente ganz offen zeigt? Ist es ein rein geschichtliches Interesse oder steckt dahinter wie bei uns BDSM-Freunden auch eine gewisse Faszination. Vielleicht ist es neben der Faszination auch tief versteckt ein sexueller Wunsch.

Es gibt viele Menschen, die solche Exponate nicht nur stupide betrachten, sondern das Kopfkino wird sofort gefüttert. Was wäre wenn diese Instrumente heute auch noch zum Einsatz kommen würden? Wie fühlt es sich wohl an auf so einem Folterstuhl zu sitzen? Wie es wohl im Inneren der „Eisernen Jungfrau“ aussieht, wenn man sie schließt? Wie viele Tauchgänge eine Hexe wohl überleben wird?

Fragen über Fragen und wenn man ehrlich ist, dann kann es auch passieren, dass sich die sexuelle Lust bemerkbar macht und sich in der Hose etwas regt. Aber keine Sorge, ihr seid nicht krank! Auch wenn Fetischismus und Sadomasochismus laut ICD-10-GM immer noch als „Störung der Sexualpräferenz“ gilt. Steht zu euren sexuellen Bedürfnissen und lebt diese in eurem privaten Umfeld auch aus!

So ein Besuch im einem Museum kann sehr inspirierend sein und eben das Kopfkino anregen. Was man mit diesen Gedanken dann anstellt, bleibt eurer Fantasie überlassen. Wir möchten aber nochmal daran erinnern, dass eure sexuellen Praktiken „Safe, Sane, Consensual“ (bedeutet „sicherheitsbewusst, mit gesundem Menschenverstand und einvernehmlich“) ablaufen. Deshalb geht vor jeder Session mit einem neuen Spielpartner auf jeden Fall die Einverständniserklärung zur BDSM-Session durch. Ihr wollt ja gemeinsam Spaß haben und euch nicht verletzten. Und nicht jeder steht auf sichtbare Spuren am Körper nach einer Session.

Wir wünschen euch viel Spaß und passt aufeinander auf.

Und wer auch einmal ein paar interessante Exponate rund um das Thema Folter im Mittelalter begutachten möchte, dem sei das „Mittelalterliche Kriminalmuseum“ in Rothenburg ob der Tauber empfohlen.

Website: www.kriminalmuseum.eu

Veröffentlicht von

Dennis

Mentor und Berater im Bereich Fetisch und BDSM. Du möchtest dich über Fetisch und BDSM unterhalten? Kommt gern auf mich zu. Egal ob Einsteiger oder Profi, ich unterstütze dich gern!

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