Napf

Quid pro quo – Warum es nichts ohne Gegenleistung gibt

Im Leben gibt es nichts umsonst, mit Ausnahme vom Tod, doch der kostet das Leben. Als Kind bekommt man viel geschenkt, doch irgendwann stellt man fest, dass man nur noch was bekommt, wenn man dafür auch was gibt. Ohne Gegenleistung gibt es heute (fast) nichts mehr, weder in der Arbeit, noch privat und schon gar nicht in einer BDSM-Session.

Wir wollen hier an dieser Stelle einen Irrglauben aus der Welt schaffen! Viele Devote gehen nämlich davon aus, dass sie von einem dominanten Spielpartner ohne jegliche Gegenleistung bespielt und bespaßt werden. Das sind dann solche, die sich selbst einladen, während der Session wie ein Stück Fleisch daliegen und nach dem Höhepunkt auch schon wieder auf dem Heimweg sind.

Liebe Herrinnen und Herren, so geht das nicht! Wer denkt, dass es in einer BDSM-Session etwas “umsonst” gibt, der irrt gewaltig. Denn um verwöhnt zu werden, so muss man auch dafür etwas tun.

Aber ich hab doch gar nix anzubieten“, ist die lächerlichste Ausrede, die es gibt. Man darf es eben nicht auf eine direkte Gegenleistung in einer Session fixieren. Wenn man zum Beispiel eine Spanking-Session hat, dann ist es üblich, dass der Aktive den Passiven ordentlich den Hintern versohlt. Natürlich möchte der Aktive als Gegenleistung nicht unbedingt selbst geschlagen werden, aber wie wäre es mit etwas anderem? Wie wäre es mit einer sinnlichen Rückenmassage, oder ein gemeinsames Abendessen, oder einer Einladung ins Kino?

Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, aber macht euren devoten Spielpartnern klar, dass eine Leistung auch eine Gegenleistung erwartet. “Quid pro quo” (lat. für “dies für das”) hat schon ein bekannter Hollywood-Kannibale gesagt. Hier war es zwar der Austausch von Informationen, aber dies lässt sich auch gut für physische Dienstleistungen anwenden.

Was heißt das jetzt in der Praxis? Ganz einfach: Fragt euren Sklaven, was er denn für eine BDSM-Session bereit ist zu tun. “Oh ich will mich unbedingt mal fesseln und abmelken lassen” wird dann einem “Gern, und was bekomm ich dafür” gegenübergestellt. Wichtig ist, dass ihr eurem Sklaven die Möglichkeit gebt einen eigenen Vorschlag für die Gegenleistung zu erbringen. Wenn kein Vorschlag kommt, dann unterbreitet ihr ihm einen, der bei Ablehnung zur Folge hat, dass die BDSM-Wünsche eben nicht erfüllt werden.

Mit ein wenig Übung kommen die Gegenleistungen sogar schon vorab. “Was hältst du davon, wenn ich uns was Leckeres koche und ich dich danach massiere und du mich dafür die kommende Nacht im Fesselsack schmoren lässt?” – Bei dieser Steilvorlage kann ja fast nur eine Zustimmung kommen. Macht euch bewusst liebe Sklaven: Ihr seid kein Stück Fleisch, das zu bespaßen ist! Ihr seid ein wichtiger Teil in einer BDSM-Session und ihr könnt diesen wunderschönen Akt auch aktiv mitgestalten. Wir wünschen euch viel Spaß dabei!

3 Gedanken zu „Quid pro quo – Warum es nichts ohne Gegenleistung gibt“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

4 × eins =