Folter

Folterspiele

Folter gab es bereits im Mittelalter. Sie wurde dazu benutzt um Geständnisse von Gefangenen zu erzwingen. Wie weit würdet ihr euren Spielpartner foltern, um an bestimmte Informationen heranzukommen? Wir haben da eine Spielidee.

Als vor einigen Jahren der erste Film über den “Puzzle-Mörder” ins Kino kam wurde der Begriff “Torture-Porn” als Film-Genre neu definiert. Und in der Tat, hinter der ganzen Folter stecken oft die dunkelsten Wünsche und Begierden aus den Köpfen von uns Menschen. Es ist also auch nicht unüblich, dass manche Fetisch-Freunde beim Anschauen solcher Filme temporär sexuelle Erregung verspüren.

Aber was erregt uns an Folter? Oft ist das Heranführen zur Folter interessanter als die Folter selbst. Das Opfer wird entführt, in einen dunklen Keller gesperrt und dort angekettet um schließlich unter dem Zuführen von Schmerzen gefoltert zu werden. Für den einen BDSM-Spieler ein Wunschtraum, für den anderen eine unvorstellbare Grausamkeit. Aber warum wird denn gefoltert?

Folter als Mittel um Informationen zu erzwingen, Folter als Lustmittel sexueller Befriedigung. Aber wie viel Folter hält man denn aus? Wieviel Folter kann ein Mensch körperlich und geistig unbeschadet ertragen, und wieviel Folter kann ein Mensch austeilen?

Wir haben da eine Spielidee für euch!

Nehmen wir an, ihr wollt das Thema Folter einmal ausprobieren, dann muss der gefolterte eine bestimmte Information haben, an die ihr gelangen wollt. Das kann der PIN für das Smartphone sein, das Passwort für das E-Mail-Konto oder ein “peinlicher” zweiter Vorname. Diese Information gilt es dem devoten Spielpartner durch Folter “herauszulocken”.

Welche Foltermöglichkeiten gibt es?

Theoretisch kann alles, was für den einen ein Fetisch ist für den anderen eine pure Folter sein. Wichtig dabei ist, dass hier keine Tabus gebrochen werden! Geht also vorab die Einverständniserklärung zur BDSM-Session durch und in diesem vordefinierten Rahmen darf dann anschließend auch gefoltert werden.

Und als Zusatz zum Safeword kann der Gefolterte die Folter-Session jederzeit abbrechen, indem er die Information herausgibt, deren Preisgabe durch Folter erreicht werden sollte.

Man kann natürlich die Spielregeln noch ein wenig erweitern. Man kann die Folter auf einen bestimmten Zeitraum einschränken. Nehmen wir an, die Folter-Session erstreckt sich über vier Stunden. Sollte der Gefolterte diese Zeit überstehen, die Folter ertragen und die Information nicht preisgegeben haben, dann hat er “gewonnen” und dem Gewinner sollte natürlich auch ein Preis winken.

Ein möglicher Preis wäre vielleicht der Rollentausch, oder eine wohltuende Massage, gern mit Händen und Zunge am ganzen Körper…

Die Möglichkeiten sind grenzenlos. Wichtig ist, dass ihr den vorab definierten Rahmen einhaltet und die Folter auch sofort beendet, sollte die “zu erfolternde” Information erhalten oder das Safeword gesagt worden sein.

Stark abweichend zur mittelalterlichen Folter enden sexuelle Folterspiele nicht mit dem Tode des Gefolterten! Damals hat man bei der Folter mögliche Folgeschäden (egal ob physisch oder psychisch) oder eben das Ableben des Gefolterten in Kauf genommen. Dies hatte zur Folge, dass potentiell zu erfolternde Informationen überhaupt nicht vorhanden waren und der Gefolterte Unwahrheiten “gestanden” hat, nur damit die Tortur endet und man durch eben diese Folter oder anschließende öffentliche Hinrichtung die ewige Ruhe fand.

Liebe Folterer und Tops, ihr seid für den devoten Partner verantwortlich! Folterspiele sind eine Gratwanderung. Man ist immer wieder geneigt diverse Tabus zu brechen und Grenzen zu überschreiten. Eure Aufmerksamkeit ist deshalb mehr denn je gefordert. Beobachtet euer Folteropfer ganz genau. Gerade bei neuen Spielpartnern ist es immer schwer die Zeichen und Reaktionen in einer Session richtig zu deuten. Also steigert euch langsam. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Passt aufeinander auf und habt viel Spaß!

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