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Exekutionsfetisch

Das Leben ist endlich. Darüber sind wir uns sicher. Doch manche wünschen sich den Kick einer Nahtoterfahrung. In den seltensten Fällen geht es dabei wirklich um den Wunsch zu sterben, sondern meist nur um ein gewisses Kopfkino. Warum solche Spielereien nicht ungefährlich und sogar strafrechtlich bedenklich sind wurde uns durch einen Artikel in der Lokalpresse bewusst.

“Ich bring dich um”, es werfe der den ersten Stein, der diesen Satz noch nie in seinem Leben zumindest einmal ausgesprochen hat. Aber es ist äußerst wahrscheinlich, dass es sich hierbei um keine sexuelle Fantasie handelt. Und doch gibt es im Bereich BDSM und Fetisch immer mehr Spielpartner, die den Hang zu Nahtoterfahrungen suchen.

Ersticken, Ertrinken, Erhängen, Erschießen und so weiter. Oft geht es bei diesen sexuellen Fantasien um Hinrichtungsszenarien, die man nachstellen will. Auf Nachfrage in diversen Kreisen haben die meisten Gesprächspartner uns mitgeteilt, dass es ihnen bei weitem nicht darum geht zu sterben. Sie wollen lediglich das Gefühl bekommen, wie es ist zum Schafott geführt zu werden. Den Strick um den Hals gelegt bekommen, wenn man gleich gehängt wird. Auf den elektrischen Stuhl festgeschnallt werden, bevor der Stromschalter betätigt wird. Mit verbundenen Augen an die Wand gestellt werden, bevor der tödliche Schuss das Opfer trifft.

Das Thema Kannibalismus klammern wir in diesem Artikel bewusst aus, evtl. gehen wir in einem anderen Artikel darauf an, aber nicht in diesem.

So, und heute schlagen wir die Lokalzeitung auf und darin lesen wir einen unschönen Artikel über BDSM-Spieler, was die ganze Szene wieder negativ ins Rampenlicht führt. Der Artikel wurde am 06.07.2018 in der Augsburger Allgemeinen veröffentlicht:

Augsburger Allgemeine vom 06.07.2018
Quelle: Augsburger Allgemeine vom 06.07.2018

In dem Artikel geht es darum, dass ein “Sadist” sein weibliches Opfer hängen wollte. Scheinbar handelte es sich genau hierbei um ein sexuelles Liebesspiel. Aus BDSM-Sicht können wir das durchaus nachvollziehen, doch die scheinbar psychisch kranke Frau wurde wohl zu diesem Abenteuer unfreiwillig gezwungen.

Warum schreiben wir nun über diesen Artikel, über den die meisten Leser wohlmöglich hinwegblättern würden? Es geht uns um das Fazit am Ende, denn der “Sadist” wurde wegen “Sich-Bereiterklärens zum Mord” schuldig gesprochen. Wie lange die Haftstrafe für den Angeklagten ausfällt, ist aus diesem Artikel leider nicht ersichtlich. Wenn man im Internet etwas stöbert, dann findet man über diesen Fall noch weitere Infos, aber die sind an dieser Stelle für uns nicht relevant.

Uns ist der Kern des Artikels sehr wichtig und deshalb nochmal an dieser Stelle: Solche Spielereien (so geil sie auch sein mögen) können ernsthafte strafrechtliche Konsequenzen mit sich bringen und im schlimmsten Fall können diese Spiele sogar tödlich enden. Wir bitten euch deshalb äußerste Vorsicht walten zu lassen! Passt auf euch auf, ihr habt nur dieses eine Leben!

3 Gedanken zu „Exekutionsfetisch“

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