Bad Taste Bears - Keuschheit

Aus Spaß wird Ernst

BDSM ist eine der schönsten Arten zwischenmenschlich zu interagieren. Doch was ist, wenn man auf BDSM und Fetisch einfach mal keine Lust hat? Vom Master dann dazu gegen den Willen gezwungen werden? Aus Spaß kann bitterer Ernst werden! Oder kommt der Appetit beim Essen?

Manchmal ist es schön in Ketten gelegt zu werden! Es kann richtig geil sein Handschellen tragen zu dürfen bzw. zu müssen! Und es kann sogar geil sein einen Keuschheitsgürtel tragen zu müssen und den Schlüssel nicht zu haben. Doch all das hat irgendwo seine Grenzen und so kann es passieren, dass der devote aber auch der dominante Spielpartner einfach mal keine Lust hat.

Für die meisten ist BDSM und Fetisch unmittelbar auch mit einer sexuellen Lust und dem Ziel der Lustbefriedigung verbunden. Es gibt diese Momente, in denen man aber einfach nicht geil ist!

Wenn die Mistress bzw. der Master keine Lust hat, dann…

  • … kann es passieren, dass ein Sklave einfach weggesperrt wird. Anstatt eine leidenschaftliche Session zu bekommen wird der Sklave “nur” in einen Käfig gesperrt und muss darin auf unbestimmte Zeit verweilen.
  • … kann es sein, dass ein bettelnder Sklave ungewöhnlich harte und abweisende Reaktionen vom Master erhält.

Wenn der Sklave keine Lust hat, dann…

  • … kann es sein, dass der Master ihn daran erinnert, was im Sklavenvertrag steht und dass die Lust des Sklaven nicht vorrangig zu berücksichtigen ist.
  • … kann es sein, dass die Session auch über den Willen des Sklaven hinaus einfach durchgezogen wird.

Wenn beide Spielpartner keine Lust haben, dann findet im Normalfall auch keine Session oder sexuelle Interaktion statt.

Aber muss man für BDSM und Fetisch Lust haben? Das ist ähnlich wie beim Ausgehen in einem Restaurant. Man sieht das übervolle Buffet, setzt sich hin und irgendwie hat man überhaupt keinen Hunger. Dann bestellt man sich doch eine Kleinigkeit und man merkt, dass der Appetit beim Essen kommt.

Bei einer festen BDSM-Beziehung kann es also sein, dass ein Sklavenvertrag die entsprechenden Partner an gewisse Rechte und Pflichten bindet. Wenn ein Sklave beim Eintritt in die Wohnung ein Halsband anlegen muss, dann wird er nicht nach seiner Lust gefragt. Wenn ein Sklave keusch leben muss, dann ist es irrelevant, ob er den Keuschheitsgürtel tragen will oder nicht, er wird angelegt und bleibt auch in der Arbeit dran!

Einen ähnlichen Gedankengang haben wir bereits im Artikel “BDSM über den Orgasmus hinaus” behandelt, wobei hier eher das Überschreiten des Höhepunkts im Fokus stand und nicht die Tatsache, dass man bei “Unlust” überhaupt erst eine Session startet.

Für manche Spielpartner kann eine bei Unlust gestartete Session pure Folter sein und wieder andere kommen während der Session auf den Geschmack, die Geilheit steigt und auf einmal ist die Lust da und man will gar nicht mehr aufhören. Man sollte auf eine Session immer mental vorbereitet sein.

Auf der anderen Seite kann es auch sein, dass Körper und Geist einfach eine Pause brauchen. Wenn es jetzt wieder nass und kalt in den Herbst geht, dann bahnen sich die ersten Erkältungen an und auch die Grippewelle wird kommen. Hier bitten wir euch ernsthaft mit Vernunft an die Sache heranzugehen. Mit verstopfter Nase, Husten oder gar Fieber sollte man unter keinen Umständen eine Session starten.

Sollte der Spielpartner das nicht erkennen, dann bitte sprecht das Safeword aus! Das Safeword dient nicht nur zum Abbruch eine Session sondern kann auch vor einer Session ausgesprochen werden, sodass diese gar nicht erst startet! Man sollte immer auf die Körpersprache des anderen achten. Und wenn man mal einen Tag kuschelnd auf dem Sofa verbringt, dann kann das doch auch schön sein. Vielleicht bittet der Sklave die Mistress oder den Master darum doch das Halsband tragen zu dürfen. Sollte allerdings ein “Nein” kommen, dann muss dieses unbedingt respektiert werden, auf beiden Seiten!

Respektiert eure Grenzen und wenn ihr wieder frische Energie getankt habt, dann wird die BDSM-Session umso geiler! Passt aufeinander auf!

 

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