Seile

Einverständniserklärung zur BDSM-Session

Man ist auf der Suche nach Spaß, man ist auf der Suche nach Sex, man ist auf der Suche nach einem Abenteuer und man findet sich in einer BDSM-Session wieder. Meist machen sich die devoten Partner Gedanken über eine Absicherung, doch auch der Dominante sollte sich mit einer Einverständniserklärung des Devoten absichern.

Ein devoter Spielpartner möchte sich immer bei einer bevorstehenden Session absichern, damit ihm nichts Schlimmes passiert. Und dann passiert es, dass er vor einer Session erst einmal eine Einverständniserklärung vorgelegt bekommt, die er zu unterzeichnen hat. Was hat es damit auf sich?

Bei einer BDSM-Session werden Praktiken ausgeübt, die in der Öffentlichkeit ernste rechtliche Konsequenzen mit sich bringen, z.B. die Freiheitsberaubung. Jetzt kann es sein, dass zwei Spielpartner eine wunderschöne gemeinsame Session verbringen, die vermeintlich einvernehmlich stattgefunden hat, aber danach landet auf einmal ein Brief von einer Anwaltskanzlei im Briefkasten.

Sexuelle Belästigung, Folter, Freiheitsberaubung, das könnte unter Umständen für den dominanten (unter Umständen auch für den devoten) Spielpartner zivil- und strafrechtliche Folgen haben. Deshalb sollten beide Spielpartner eine Einverständniserklärung erstellen und unterzeichnen.

Das Fesselblog-Team hat sich zusammen gesetzt und eine solche ausgearbeitet. Das Dokument findet ihr im Downloadbereich und hier (aktuell ist die Version 1.0 vom 14.01.2018, das Dokument wird aber immer auf dem aktuellen Stand gehalten, sollte sich eine rechtliche Änderung ergeben).

Inhalt der Einverständniserklärung:

  • Name und Kontaktdaten des “Sklaven”
  • Abfrage des Geburtstags des “Sklaven” und damit auch Prüfung der Volljährigkeit zum Zeitpunkt der Session
  • Name des “MASTERS”
  • Zeitpunkt vom Ende der Session
  • Erklärung und Erfassung des Safewords
  • Erfassung von Tabus
  • Erfassung von Vorlieben
  • Erfassung von körperlichen Einschränkungen (z.B. Krankheiten, Allergien, etc.)
  • Zustimmung zur Erstellung von Fotos und Videos
  • Datenschutzerklärung (keine Weitergabe von Daten an Dritte!)
  • Urheberrechtserklärung von Fotos und Videos
  • Ort der Session
  • Unterschrift von MASTER und Sklave

Es geht auf der einen Seite also um eine rechtliche Absicherung, auf der anderen Seite ist es auch eine Art Checkliste, damit vor einer Session die wichtigsten Eckdaten besprochen wurden. Hand aufs Herz: Wer hat alles schon eine Session begonnen und erst mitten drin festgestellt, dass noch garkein Safeword vereinbart wurde?

Mit dieser Einverständniserklärung kann man das schon nicht mehr vergessen und auch wenn der Sklave kein Safeword wünscht, so ist dies schriftlich erfasst worden und danach gibt es keine negativen Diskussionen! Aber auch wichtige Dinge wie Tabus, Vorlieben und auch körperliche Einschränkungen sollten besprochen und schriftlich erfasst werden. Man möchte bei einer Session seinen Spaß haben und wenn ein Sklave wegen niedrigem Blutdruck kollabiert ist das wohl die unschönste Art eine Session zu beenden und man den Notarzt verständigen muss.

Also unabhängig von dieser Einverständniserkärung: Redet miteinander! Besprecht gerade bei der ersten gemeinsamen Session die Details und passt aufeinander auf! Ihr wollt ja sicher noch viele geile (vielleicht sogar gemeinsame) Sessions erleben, oder?

Wir wünschen euch viel Spaß dabei!

25 Gedanken zu „Einverständniserklärung zur BDSM-Session“

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