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Eingewöhnungsphase

Die meisten Menschen werden in Freiheit geboren, entscheiden sich dann aber im Laufe ihres Lebens für ein Sklavendasein. Doch wenn man nicht als Sklave geboren wurde, so gibt es durchaus eine Zeit, in der man sich an sein neues Leben gewöhnen muss. Die Eingewöhnungsphase ist bei jedem Sklaven anders und die Dauer ist auch sehr unterschiedlich.

Gerade im Bereich BDSM ist die Sklaverei immer noch sehr präsent. Wobei die Sklaven mit Ihren Meistern ein einvernehmliches Verhältnis haben. Für Außenstehende ist das unvorstellbar, doch ist der Wunsch von vielen BDSM-Liebhabern groß endlich die Kontrolle abzugeben und sich in eine strenge Hand zu begeben.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und ein Sklave auch nicht. Man muss in einer BDSM-Beziehung gemeinsam definieren, wie weit das Machtverhältnis ausgebaut wird. Die einen Paare leben diese Fantasie in einer gemeinsamen Session aus und die anderen leben das auch im Alltag. Egal für welchen Weg ihr euch entscheidet, geht ihn gemeinsam mit Stolz und bedenkt bitte, dass ihr auch beide in eure Rollen wachsen müsst.

Gerade ein Sklave wird viel Erziehung benötigen. Viel Führung durch den dominanten Partner ist hier erforderlich und die Führung sollte konsequent durchgeführt werden. Es bringt nichts eine Session mit klaren Regeln zu haben und diese dann nach der Session zu entkräften oder gar zu widerlegen.

Nehmen wir als Beispiel das Tragen eines Sklavenhalsbands. In einer Session finden das viele Sklaven sehr geil und tragen es mit Stolz. Doch kaum ist die Session vorbei sehnen sie sich danach, das Halsband abgelegt zu bekommen. Und spätestens, wenn der sexuelle Höhepunkt erreich ist, platzt vielen Sklaven der Kragen vor Ungeduld. Wird das Halsband abgenommen oder bleibt es doch dran? Es kommt natürlich darauf an, was man vorher abgestimmt hat und noch viel wichtiger ist, wer den Schlüssel für das Schloss hat.

Bei einem angebrachten Zeitschloss muss man „nur“ warten, bis die vorab eingestellte Zeit abgelaufen ist. Ähnlich verhält es sich, wenn die Schlüssel in einem Zeitsafe (wie z.b. der kSAFE) eingeschlossen ist, auch hier ist Zeit der wahre Schlüssel. Aber was ist, wenn nicht die Zeit entscheidet, sondern ein Mensch? Ein dominanter Partner, der die Schlüssel hat und sagt, dass das Halsband jetzt einfach dran bleibt. Für immer!?

Man kann sich daran durchaus gewöhnen. Und jetzt ist die passende Gelegenheit sich daran zu gewöhnen. Gerade in der kalten Jahreszeit trägt man wieder warme dicke Jacken, die einen hohen Kragen haben oder man hat sogar einen Schal an. Warum also nicht genau jetzt damit starten und sich an ein Sklavenhalsband gewöhnen? Wir geben zu, der erste Schritt mit einem abgeschlossenem und offen sichtbaren BDSM-„Accessoire“ ist am Anfang nicht einfach. Es kostet durchaus Überwindung. Wenn man es gerade im Winter nicht gleich auf den ersten Blick sieht, dann traut sich der eine oder andere Sklave wohl eher. Man kann vorsichtig die Jacke öffnen und das Halsband rausspitzeln lassen und wenn man viel Mut hat, dann kann man die Jacke auch irgendwann ganz öffnen und der Welt zeigen, wie stolz ihr auf euer Sklavendasein seid.

Erfahrungsgemäß wird nur von wenigen das Halsband wirklich wahrgenommen, was die Erwartungen stark nach unten schrauben dürfte. Für euch selbst mag es ein magischer Moment sein, für eure Mitmenschen ist es dann nur ein normaler Wochentag. Doch für euch selbst ist es wichtig, dass das Halsband kein störendes Objekt am Hals ist, sondern eins mit euch wird. Ihr werdet es nach langem Tragen irgendwann gar nicht mehr wahrnehmen. Und wenn ihr dann in den Spiegel schaut, dann erinnert euch der Anblick an euren Platz in der BDSM-Welt.

Ähnlich verhält es sich bei einem Keuschheitsgürtel. Diesen zu tragen kann in den ersten Stunden, Tagen oder gar Wochen durchaus eine Herausforderung sein. Doch irgendwann werden der Keuschheitsgürtel und der Sklave eins. Man kann sich daran gewöhnen, wenn man sich daran gewöhnen möchte. Und wenn die freiwillige Basis nicht vorhanden ist, dann gibt es da den Top, der einen durch diese Eingewöhnungsphase führt und euch mit einem gewissen Zwang unterstützt.

Aber geht es hier nur um Halsband und Keuschheitsgürtel? Nein, ganz im Gegenteil, es geht um soviel mehr! Man kann das Sklavendasein auch gänzlich ohne Spielsachen durchziehen. Sei es jetzt das Knien des Sklaven neben dem Esstisch, anstatt auf einem Stuhl zu sitzen. Sei es das Öffnen einer Türe, damit der Top durchgehen kann. Sei es die Ansprache mit „Mistress“ oder „Sir“ anstatt dem Vornamen des dominanten Partners. Es gibt so viele Kleinigkeiten, mit denen ihr eure BDSM-Welt auf euer ganzes Leben ausweiten könnt. Und seid euch darüber in Klaren, dass BDSM nicht nur ein Mittel für den sexuellen Höhepunkt ist. BDSM ist so viel mehr! Es ist wohl die intensivste Art sich selbst und einem anderen Menschen zu begegnen und das Dasein in der Welt auszukosten.

Wenn ihr Unterstützung bei eurer persönlichen Eingewöhnungsphase in diese Welt benötigt, dann lasst es uns wissen. Vielleicht können wir euch ein paar direkte Tipps geben, oder den notwendigen „Schubs“. Passt aufeinander auf!

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