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Die Agentur – Eine Kurzgeschichte von “Regina von Strikt” – Kunst und Kultur (Teil 1)

In unserer Reihe Kunst und Kultur wollen wir euch eine Autorin vorstellen, die spannende BDSM-Romane im Bereich Femdom (weibliche Dominanz) und Keuschhaltung schreibt. Für den Fesselblog hat sie eine exklusive Kurzgeschichte geschrieben, worauf wir unglaublich stolz sind. Aber lest selbst…

Meine Geschichten sind Futter für das Kopfkino. Sie erheben keinen Anspruch darauf besonders realistisch zu sein, sondern sollen den Leser anregen oder bestenfalls erregen. Natürlich würde ich in der Realität keinesfalls die Grenzen der Einvernehmlickeit überschreiten. Die Gedanken jedoch sind frei und sollten es nach meiner Meinung auch bleiben. Wer damit ein Problem hat, sollte sich das Lesen ersparen bevor er die moralische Keule schwingt. Konstruktive Kritik ist jederzeit willkommen unter: Regina-v-strikt@posteo.de

Und nun viel Spaß beim Lesen!
Regina von Strikt

Die Agentur

Fabians Verhältnis zu seiner Stiefmutter war geprägt von Distanz und Gefühlskälte. Sein Vater war vor einigen Jahren an einer Fischgräte erstickt, was seine Stiefmutter mit den Worten: „Der Gierhals musste ja auch immer so schlingen“, kommentiert hatte. Sie hatte ihn seither spüren lassen, dass er für sie lediglich eine Belastung war und ihr bei der Suche nach einer neuen Beziehung im Weg stand.

So hatte er sich auf seine Leistungen in der Schule konzentriert, wo er bald als Streber galt und zum Einzelgänger wurde. Er spürte, dass er irgendwie anders war. Das großspurige Machogehabe seiner Mitschüler stieß ihn ab. Die Mädchen schienen ihn zu übersehen, was wohl auch an seiner etwas linkischen und unsicheren Art lag. Daher masturbierte er viel, machte aber ansonsten kaum sexuelle Erfahrungen. Nur einmal auf einer Klassenfete hatte ihm Biggi, die Ulknudel vom Dienst, einen runtergeholt. Ohne ihn zu fragen hatte sie sein Ding ausgepackt und ihn recht ruppig abgewichst. Dass ihre Freundin Rita dabei kichernd zusah, war ihm verdammt peinlich, aber er fühlte sich vollkommen überrumpelt. So ließ er es zu, dass Biggi ihn bis zum ejakulieren wichste. Die zwei Mädchen hatten schon reichlich Alkohol getrunken und amüsierten sich köstlich. Nachdem er abgespritzt hatte ließen sie ihn beschämt zurück. Er fühlte sich bloßgestellt und verspottet. Aber wie Biggi ihn so dominant zu ihrem Spaß benutzt hatte, erregte ihn auch immer wieder, wenn er daran zurückdachte.

Schon seit Längerem schaute er sich gerne Bilder und Filmchen von dominanten Frauen im Web an, während er vor seinem PC onanierte. Er war eben anders.

Wie nicht anders zu erwarten, legte er ein exzellentes Abitur ab. Da er sein wenig heimeliges Zuhause möglichst schnell verlassen wollte, kam jedoch aus finanziellen Gründen kein Studium in Frage. So schrieb er fleißig Bewerbungen. Irgendetwas mit Medien wollte er machen. Tatsächlich bekam er einige Einladungen zu Vorstellungsgesprächen. Interessant fand er eine Agentur für den Vertrieb von Damenmode aus Hamburg. Da diese ihm nicht nur einen Praktikumsplatz anbot, sondern für dessen Dauer auch eine Wohnmöglichkeit, entschied er sich sofort für diese Stelle. Zudem stellte man ihm bei erfolgreicher Zusammenarbeit einen Ausbildungsplatz zum Mediengestalter in Aussicht.

Aufgeregt reiste er mit einem Flixbus zum Vorstellungsgespräch. Die junge Frau am Empfang war sehr attraktiv, musterte ihn aber abschätzig. So sieht also jemand aus der Niederrheinischen Provinz aus, schien ihr Blick zu sagen. Doch mit einem professionellen Lächeln führte sie ihn zum Chefbüro. Sein Blick erfreute sich auf dem Weg an ihrem Hinterteil welches sich aufreizend in ihrem knappen Rock bewegte. Drinnen erwartete ihn eine elegant gekleidete Frau, die er auf Mitte oder Ende dreißig schätzte. Sie sah ihn einige Sekunden interessiert an, bevor sie ihm einen Platz anbot.

„Vielen Dank Frau Roschreither“, bedankte er sich artig.

Fabian schluckte schwer. Diese Frau war Erotik pur und ihre dominante Ausstrahlung ließ seinen Puls rasen. Ihm wurde heiß und er wusste nicht, wohin mit seinen Händen. Carolin Roschreither blätterte in aller Ruhe in seinen Unterlagen und sah dabei immer wieder auf. War da etwa Spott in ihrem Blick? Seine Augen verloren sich in ihrem offenherzigen Ausschnitt, der die Ansätze kräftiger Brüste zeigte. In der Kerbe dazwischen hing ein goldenes Kettchen.

„Hast du irgendwelche absonderliche Neigungen?“, fragte sie ihn in einem beifälligen Ton, als hätte sie ihn nach seinem Lieblingsfach in der Schule gefragt.

Dass sie ihn ungefragt duzte entging ihm angesichts der intimen Frage.

„Äh, wie, also ich meine was, äh …“

Sie richtete sich in ihrem Ledersessel auf und sah ihn mit einer Spur Strenge in den Augen an.

„Hör zu Fabian. Wir vermarkten hier erotische Damenwäsche und sexy Kleidung. Da brauchen wir jemanden, der entsprechende sexuelle Präferenzen hat. Nur so kannst du unsere Produkte doch richtig einschätzen. Also noch einmal: Bist du heterosexuell?“

„Ja natürlich Frau Roschreither.“

Seine Stimme klang sehr heiser.

Sie schmunzelte und drückte eine Taste auf ihrem Tischtelefon.

„Maren, bring unserem Gast bitte ein Glas Wasser.“

Sie lächelte und fragte: „Also reizt dich der Anblick leichtbekleideter oder nackter Frauen?“

Fabian nickte nur.

„Könntest du bitte verständlich und in ganzen Sätzen antworten, Fabian?“

„Ja natürlich Frau Roschreither. Entschuldigung.“

Sie zog ihre Stirn in Falten und sah ihn auffordernd an.

„Also?“

Er räusperte sich und antwortete: „Ja, der Anblick von nackten Frauen oder in sexy Kleidung reizt mich.“

„Masturbierst du manchmal beim Betrachten entsprechender Bilder?“

Fabian warf einen Blick zur Tür, als plane er seine Flucht vor dieser peinlichen Befragung. Doch dann dachte er daran, dass er bei einer Absage wieder in sein ungeliebtes Heim zurückkehren musste. Sicher würde seine Stiefmutter nicht begeistert sein, wenn er weiterhin bei ihr wohnen würde.

„Ja manchmal sehe ich mir solche Bilder gerne an“, gab er zu.

Die Tür öffnete sich und das Mädchen vom Empfang trug ein Tablett mit einem Wasserfläschchen und einem Glas herein.

„Wie oft masturbierst du durchschnittlich?“, stellte Frau Roschreither ungerührt die nächste intime Frage.

Fabian sah das Mädchen beschämt an. Die schmunzelte und füllte in aller Ruhe sein Glas.

Carina Roschreither hob eine Augenbraue und machte eine auffordernde Geste.

„Zwei oder drei Mal in der Woche“, log er mit dünner Stimme.

„Du bist ein gesunder junger Bursche Fabian. Also lüg mich nicht an!“

Ihr Ton war nun einschüchternd und sie unterstrich ihre Mahnung, indem sie mit der flachen Hand auf die Schreibtischplatte schlug. Fabian zuckte ängstlich zusammen. Gleichzeitig schwoll sein Penis an. Ihre Dominanz kitzelte seine devote Seele.

„Entschuldigen Sie Frau Roschreither. Ich onaniere zwei bis drei Mal am Tag“, gestand er nun.

Maren sah ihn grinsend an und fragte ihre Chefin: „Kann ich sonst noch etwas tun?“

„Nein Maren, ich danke dir.“

Zu Fabians Erleichterung verließ die junge Frau das Zimmer.

„Mit welchen Fantasien erregst du dich?“

Die Selbstverständlichkeit, mit der sie ihm diese intimen Fragen stellte, ließ ihn antworten: „Äh, also die Frauen berühren meinen Penis. Also sie manipulieren ihn.“

Frau Roschreither sah ihn interessiert an und machte sich Notizen. Sie zog das Kettchen mit einem winzigen Delphin als Anhänger aus ihrem Ausschnitt.

„Spielen Brüste eine Rolle in deinen Vorstellungen?“

Er nickte zustimmend. Inzwischen drängte es ihn geradezu sich zu offenbaren. Noch nie hatte er so ehrlich über seine sexuellen Träume gesprochen.

„Ja oft. Die Frauen erlauben mir dann, meinen erigierten Penis dazwischen zu reiben, bis ich, äh ejakuliere.“

Carina Roschreither lächelte. Sie hatte den Jungen richtig eingeschätzt. Er lechzte nach weiblicher Führung.

„Bestrafen dich diese Frauen in deiner Fantasie manchmal?“

Fabian schluckte wieder und trank aus dem Glas, bevor er zugab: „Ja, wenn ich zu früh komme.“

„Also du meinst, wenn du ohne Erlaubnis abspritzt?“

„Ja Frau Roschreither.“

Wieder machte sie Notizen.

„Falls wir dich anstellen, werden wir deinen Trieb kontrollieren Fabian. Wäre das ein Problem für dich?“

„Äh, nein, also ich weiß nicht.“

„Wir werden sehen. Maren wird dir die Agentur und dein Zimmer zeigen.“

Wieder sprach sie in ihr Tischtelefon: „Maren, unser Gast möchte die Agentur besichtigen.“

Frau Roschreither erhob sich und kam um den Schreibtisch herum. In ihren Stilettos überragte sie ihn um einige Zentimeter. Ihr Händedruck war fest und energisch. Ihr Parfüm benebelte seine Sinne.

„Ich bin guter Dinge, dass wir uns wiedersehen. Du hörst von mir“, erklärte sie.

Maren betrat den Raum und führte ihn hinaus. Er wich ihrem Blick aus, denn es war ihm unangenehm, dass sie mitbekommen hatte, was für ein Wichser er war.

„Du kannst dich freuen“, sagte Maren, „wenn du die Agentur besichtigen darfst, hast du den Job so gut wie sicher.“

Er fragte sich, ob das wirklich ein Grund zur Freude war. Doch seine Zweifel zerstreuten sich, als er Marens Hinterteil und das Spiel ihrer Backen betrachtete. In den Fluren hingen überall Bilder von Frauen in erotischer Wäsche oder aufregenden Kleidern. Maren zeigte ihm die Schneiderei, die Creative-Area und zum Schluss sein Zimmer.

„Hier wohnen ansonsten unsere Models, wenn wir Fotosessions haben oder während der Fashion Shows.“

Fabian sah sich um. Das Zimmer war zweckmäßig eingerichtet. Doch der Blick auf die Stadt, den das Fenster bot, versöhnte ihn mit der nüchternen Einrichtung. Das kleine Badezimmer hingegen war fast luxuriös. Nun, die Models betrieben sicher ausgiebige Körperpflege.

Für ihn war das hier die große Welt, der er unbedingt nahekommen wollte. Der Gedanke hier zu arbeiten, beschwingte ihn. Allerdings fragte er sich, was Frau Roschreither mir seiner Triebkontrolle gemeint hatte. Seine intime Beichte erschien ihm in der Rückschau ziemlich beschämend, aber gleichzeitig erregte ihn der Gedanke an seine zukünftige Chefin sehr. Maren führte ihn zum Fahrstuhl, der ihn in die Halle des Bürokomplexes brachte. Dort gab es eine Gästetoilette, die er eilig betrat. In einer der Kabinen besorgte er es sich hektisch, während er an Carina Roschreither dachte. Wenige Sekunden, nachdem er abgespritzt hatte, bekam er eine SMS:

Herzlichen Glückwunsch! Wir erwarten dich am nächsten Montag um neun Uhr. Bitte unterlasse es bis dahin, zu onanieren! CR

Fabian schluckte. Mit schlechtem Gewissen reinigte er seinen postkoitalen Pimmel. Auf der Heimfahrt googelte er Bilder von Carina Roschreither. Noch auf der Zugtoilette befriedigte er sich erneut, während er die Bilder betrachtete. Was würde ihn in seinem neuen Leben erwarten?


Copyright 2020 – Regina von Strikt
Mit freundlicher Genehmigung der Autorin – exklusiv auf Fesselblog!

Wem der Text gefallen hat und mehr von der Autorin lesen möchte wird hier fündig:

Autorenseite auf amazon.de

Wir sagen vielen lieben Dank an Regina von Strikt, dass wir zu der Ehre gekommen sind diese Kurzgeschichte exklusiv veröffentlichen zu dürfen.

Doch wie geht die Geschichte weiter? Was passiert mit Fabian in dieser Agentur? Wünscht ihr euch eine Fortsetzung und/oder eine weitere Geschichte aus der Feder dieser begabten Autorin? Schreibt uns, wir freuen uns auf euer Feedback.

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2 Gedanken zu „Die Agentur – Eine Kurzgeschichte von “Regina von Strikt” – Kunst und Kultur (Teil 1)“

  1. Eine wirklich gute Kurzgeschichte, die mich sofort in ihren Bann zog und mein Kopfkino anwarf. Mein Kompliment an die Autorin Regina von Strikt. Ich würde nur zu gerne wissen, wie es mit Fabian weiter geht.
    Ich bin seit einiger Zeit auch dem Schreiben einer solchen Geschichte für das Kopfkino verfallen, die immer größer und größer wird. Es gleicht fast einer Sucht, ständig neue Kapitel hinzuzufügen und die Protagonisten immer neue Sachen ausprobieren zu lassen, die man selber im realen Leben vielleicht nie machen würde.

    1. Hallo Lars,
      das freut uns wirklich sehr, dass dir die Geschichte von Regina von Strikt gefällt. Wir geben dein Feedback gern an sie weiter. Auch wir wissen aktuell noch nicht, was mit Fabian passiert in dieser Agentur. Das weiß nur die Autorin… Vielleicht wird unsere Neugier ja irgendwann gestillt.
      Viele Grüße
      Dennis

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