Plugs

Plug and Play – Erforschung erogener Zonen (Teil 4)

Wir sind immer noch dabei unseren Körper genau zu erforschen. Zuletzt hatten wir uns schon mit der Zunge an den Hintern getraut, jetzt ist es an der Zeit etwas in die Tiefe zu gehen. Es gibt viele Spielsachen (z.B. Buttplugs), die sich für die rektale Befriedigung hervorragend eigenen und auch sehr gut im BDSM einsetzen lassen.

„Plug and Play“ und dieses mal handelt es sich nicht um eine USB-Schnittstelle, sondern um unseren Hintern. Wir haben unsere Spielzeugkiste geplündert und waren erstaunt, welche teils lustigen Gerätschaften für anale Freuden schon fast in Vergessenheit geraten waren.

Wie kommt man auf die Idee, sich etwas in den Hintern zu schieben? Der Analverkehr wird schon Jahrhunderte betrieben. Früher als es noch keine (zuverlässigen) Verhütungsmittel gab, haben manche Männer ihre Frauen anal penetriert, damit diese nicht schwanger wurden. Und irgendwie ist die Menschheit auf den Geschmack gekommen, so passierte es, dass Frauen und (nicht nur homosexuelle) Männer sich immer häufiger anal verwöhnen ließen.

Analog zu künstlichen Gliedern, sogenannten Dildos, sind auch Buttplugs auf den Markt gekommen. Während Dildos für den direkten Ersatz (oder Ergänzung) zum männlichen Penis eingeführt werden, lassen sich Plugs ähnlich und doch anders verwenden. Ein Plug wird im Regelfall eingeführt und verweilt dann im Rektum. Beim Mann wird hier nun ein teils dauerhafter Druck auf die Prostata ausgeübt, was natürlich auch stark von der Größe des Plugs abhängt. Man kann Plugs Männern und Frauen einsetzen, wobei gerade Männer aufgrund ihrer Anatomie dafür prädestiniert sind.

Vor dem Einsetzen des Plugs sollte man die notwendigen hygienischen Maßnahmen ergreifen, sprich einmal aufs Klo und ggf. den After spülen. Danach kann man sich von der Herrin oder Top den Plug einsetzen lassen. Aber was dann? Jetzt beginnt das Spiel eigentlich erst, denn wie lange der Plug drin bleibt, das entscheidet wie immer der dominante Partner. Noch etwas mit der Hand Nachdruck gegeben und schon wird der Sub an seine Position erinnert. Man kann natürlich dafür sorgen, dass der Sub den Plug nicht mehr alleine entfernen kann.

Man kann dem Sub eine Windel darüber ziehen, oder ein Ledergeschirr umlegen, welches den Plug fester in den Hintern drückt. Es gibt aber auch abschließbare Buttplugs (siehe im Vorschaubild den roten Plug), welche im eingeführten Zustand „aufgeschraubt“ und abgeschlossen werden. Ohne Schlüssel bleibt der Plug dann erst einmal drin. Man kann den Plug aber auch mit einem Zeitschloss absperren, das könnte den Reiz noch etwas erhöhen, je nach eingestellter Zeit.

Es empfiehlt sich über die Plugs  ein Kondom zu ziehen, das ist dann nach dem Spiel mit den Plugs einfach deutlich angenehmer beim Saubermachen! Manche Plugs eignen sich auch hervorragend dazu länger getragen zu werden, z.B. beim Einkaufen, oder in der Arbeit, oder über Nacht. Andere Plugs haben einen Ringelschwanz wie eine Sau oder eine Hunderute außen dran, was beim Dogplay ganz amüsant sein kann. Mehr dazu kann euch unser Familienmitglied Aspen darüber berichten.

Es ist empfehlenswert auch hier langsam ranzugehen, also am Anfang nicht gleich den größten Plug reinschieben und auch nicht gleich mehrere Stunden drin lassen. Immer mit der Ruhe und dann gerne Stück für Stück einen Schritt weitergehen. Man braucht ja auch noch eine Steigerung. Achja noch was: Plug werden übrigens nicht nur von Subs getragen, auch dominante Partner kann man mit Buttplugs verwöhnen! Es kann ja sein, dass der Sub gerade einen Keuschheitsgürtel trägt und daher seine Herrin nicht vaginal oder anal verwöhnen kann. Natürlich darf der Sub vorher noch ausführlich mit der Zunge etwas Vorarbeit leisten, bevor der Plug dann zum Einsatz kommt.

Wir wünschen euch viel Spaß dabei!

Veröffentlicht von

Dennis

Mentor und Berater im Bereich Fetisch und BDSM. Du möchtest dich über Fetisch und BDSM unterhalten? Kommt gern auf mich zu. Egal ob Einsteiger oder Profi, ich unterstütze dich gern!

23 Gedanken zu „Plug and Play – Erforschung erogener Zonen (Teil 4)“

  1. Toller Artikel, Neutral und sachlich…ich persönlich liebe Arschspiele auch total und schiebe mir gern was rein, liebe es gefingert, geleckt, gefickt zu werden…da ich sklave bin kenn ich das schöne gefühl, über lange Zeit geplugt zu sein für Ihn…schön über sowas reden zu können…sklave tasso…:-)

    1. Für einen Sklaven, egal welcher sexueller Ausrichtung, ist die anale Ausbildung ein wichtiger Bestandteil der Sklavenausbildung. Erst so lernt der Sklave, dass er/sie von Kopf bis Fuß und eben auch jede Körperöffnung versklavt wurden und von nun an dem Master gehöre.
      Eben „Plug and Play“, immer dann, wenn es der dominante Partner will.
      Danke für deinen Kommentar sklave tasso,… weiter so!

  2. Auch wenn das Spiel mit dem Anus und dem Stopfen desselben mit einem Plug für viele schon zur lieben Gewohnheit geworden ist, so möchte ich dennoch von meinem letzten Erlebnis berichten. Ich bin zwar schön länger begeistert, wenn mich ein Plug ausfüllt, doch in der Öffentlichkeit habe ich es noch nicht versucht.
    Ich haben mir einen Plug mit Vibration, die über eine Fernbedienung gesteuert werden kann zugelegt. Für das nächste Treffen mit einem guten Freund stelle ich mir vor die Kontrolle über den Plug an ihn mit der Übergabe der Fernbedienung abzugeben. Wie wird es sich anfühlen, wenn er die Stärke und Art der Vibration bestimmt, während wir in der Öffentlichkeit sind. Um das herauszufinden und zu trainieren war ich gestern mit Plug das erste Mal in der Öffentlichkeit. Natürlich trug ich einen meiner Lederoveralls, wie man sie in den 80ern zum Motorradfahren trug. An einer belebten Uferpromenade setzte ich mich auf eine Parkbank und startete über die Fernbedienung die Vibration. Ich wusste, wenn ich den Plug jetzt einschalte, wird er keine Ruhe mehr geben. Ein Ausstellen über die Fernbedienung ist nicht mehr möglich! Entweder der Akku hat keine Kraft mehr (soll bis zu 3 Stunden halten) oder ich muss bis nach Hause warten. Während ich selbst die feinste Vibration deutlich und tief in meinem Hintereingang spürte war bei schwacher Vibration kaum etwas zu hören. Das änderte sich als ich die stärkste Stufe einstellte. Ähnlich wie bei einem Handy das in der Hosentasche vibriert. Ein tiefes Atmen half mir die Kontrolle über mich zu behalten.
    Ich stand auf und ging langsam spazieren. Immer wieder veränderte ich die Vibration. Es war spannend und sehr aufregend. Erschreckend war, dass ich plötzlich das Gefühl hatte, der Plug würde sich langsam rausdrücken. Krampfhaft versuchte ich durch anspannen ihn festzuhalten. In einem unbeobachteten Moment tastete ich nach dem Plug und stellte fest er saß wohl noch immer da wo er sein sollte. Im Grunde kann er auch nicht anders, denn der enge fester Lederoverall gibt nicht nach. Dieses Gefühl hatte ich so noch nicht erlebt. Die Vibration ließ sich gut ertragen. Doch das Gefühl des Rausrutschens brachte mich fast um den Verstand. Es brummte permanent im Arsch. Ich musste wieder schnell nach Hause. Das nächste Mal werde ich den Plug noch besser sichern müssen. Eventuell trage ich dann meinen Bodyharness, dann kann der Plug gar nicht anders als drin zu bleiben. Der Schrittgurt fest durch die Ritze gezogen sollte wohl helfen. Hoffe, dass es sich dann auch so anfühlt als ob alles gesichert ist. Ob der Cockring des Harness mir dann andere Gefühle beschert, werde ich wohl nur im Versuch ausprobieren können. Ich werde es weiter Versuchen und herausfinden wie es ist, die Kontrolle über das was im Arsch passiert abzugeben.

    1. Hallo Carsten,
      das klingt spannend! Doch stellt sich die Frage, warum sich der fernsteuerbare Plug über die Fernbedienung nicht mehr ausschalten lässt?! Das müsste normalerweise schon gehen.
      Und gerade beim Sitzen auf einer harten Oberfläche (Parkbank) kann es passieren, dass die Sitzgelegenheit zum Resonanzkörper für die Geräusche der Vibration wird.
      „Ich glaube ihr Handy klingelt.“ – „Nein, das ist nur mein Buttplug…“

      Wir hoffen, dass du noch viele schöne Erfahrungen damit sammeln kannst und die Fernbedienung auch mal abgibst, damit die Vibration in die fremdbestimmt ist. Wir wünschen euch viel Spaß!

      1. Hallo Dennis, ja anfangs war ich auch enttäuscht, dass der Plug über die Fernbedienung nicht auszuschalten ist. Doch im Grunde ist der Reiz so noch stärker. Ist der Plug erstmal in mir drin versenkt und ich bin angezogen, ist es spannend auf „Start“ zu drücken, denn es gibt dann kein Zurück mehr. Ein bisschen als wenn ein Zeitschloss „klick“ macht und man in der Lederkombi gefangen oder der Keuschheitsgürtel verschlossen ist.
        Das mit dem Resonanzkörper habe ich auch schon festgestellt. Die Reaktion zu beobachten wäre wohl spannend, wenn man sagt, es sei nicht das Handy sondern ein Plug, der vibriert.

        1. Das lässt sich doch auch gut kombinieren. Also ferngesteuerter Plug, KG und Lederkombi.

          Außenstehende reagieren auf die nackte Wahrheit oft sehr gelassen, weil sie es teils nicht wahr haben wollen.

          Die meisten denken sich: „Jaja, dann ist es halt ein Plug“.
          Nur wenige Personen würden fragen: „Wie bitte, Sie haben wirklich einen Plug im Hintern, der gerade vibriert?“

  3. Hi Dennis,
    das ist das coole hier im Fesselblog. Man berichtet über seine Erfahrungen und prompt bekommt man von dir wieder neue „Aufgaben“ oder neue Ideen. Plug mit Keuschheitsgürtel und Lederkombi klingt spannend und gut. Die Vorstellung macht zumindest Spaß. Danke.

    1. Es ist immer schön, wenn man andere Personen inspirieren kann.
      Aber aufgepasst: Gerade einen vibrierenden Buttplug sollte man nicht beim Fahren auf dem Motorrad tragen. Das lenkt dann zu sehen ab und die Konzentration sollte immer 100% beim Straßenverkehr sein!
      Wie wäre es mit einem schönen leckeren Eisbecher im Straßencafé in voller Montur?

  4. Da gebe ich dir Recht, in Bezug zum Straßenverkehr.
    Die Lederkombi ist für mich auch mehr Fetisch als Schutzkleidung. Daher ist das Eis im Straßencafe für mich in Lederkombi eine gute Gelegenheit mein Fetisch öffentlich zu zeigen. Ob mein lederner Keuschheitsgürtel unter den Einteiler passt, wage ich fast zu bezweifeln. Die Lederkombi sitzt schon ziemlich eng im Schritt. Ein Plug geht natürlich immer, außer bei der Fahrt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

1 + 5 =

%d Bloggern gefällt das: