Gasmasken

Atemberaubende Spiele – Breath Control

Es gibt Dinge, die rauben uns den Atem. Das wird oft als Synonym für Sprachlosigkeit verwendet. Doch was, wenn das ein oder andere Spiel nicht nur im übertragenen Sinne den Atem raubt, sondern auch physisch dafür sorgt? Breath Control kann ein echter Kick sein, kann aber auch sehr gefährlich sein!

Mit “Take My Breath Away“, wurde es 1986 schon besungen, hier war Breath Control (kurz “BC”) aber mit Sicherheit nicht gemeint. Was ist damit gemeint. Bei  Atemkontrollspielen wird die Atemzufuhr des devoten Spielpartners bewusst erschwert, reduziert oder gar für einen kurzen Zeitraum komplett unterbunden.

Jetzt stellt sich für viele die Frage: Warum? Ziel dieser Sexualpraktik ist, die Adrenalinausschüttung bewusst anzutreiben. Wenn die Sauerstoffzufuhr in unseren Lungen sinkt, dann ist folglich auch der Sauerstoffgehalt im Blut niedrig. Der Körper gerät ein einen gewissen “Alarm-Modus” und versucht durch die Adrenalinzufuhr den Körper aktiv dazu zu bringen, frische Luft zu erhalten. Normalerweise findet die Atmung vollkommen unbewusst statt, doch jetzt nicht mehr. Jetzt muss man aktiv atmen um Luft zu bekommen.

Aber was ist nun sexuell erregend daran? Es ist eine Gratwanderung. Die Ausschüttung von Adrenalin in diesem “Alarm-Modus” sorgt bei manchen Menschen zu sexueller Erregung. Früher wurde bei Hinrichtungen von Männern des Öfteren eine postmortale Erektion festgestellt. Meist war diese zu sehen, wenn die männlichen Hingerichteten durch den Strang ihr Ende fanden. Ich gehe fest davon aus, dass die meisten von ihnen nicht unbedingt sexuelle Gedanken dabei hatten und die Erektion aus medizinischer Sicht durch den Blutstau zurückzuführen ist. Am Hals wird das Blut abgeschnürt, und dieser Überdruck in Kombination mit der klassischen Schwerkraft sorgen dann dafür, dass das Blut eben in dieser unteren Extremität versackt. Et voilà, der Tote hat einen Ständer.

Doch jetzt geht es darum, eben genau das zu verhindern! Also der Tod soll verhindert werden, die sexuelle Erregung wollen wir ja bewusst haben. Wir wollen euch also ein paar Praktiken etwas näher erklären, doch vorab hier nochmal ein Aufruf: Breath Control ist lebensgefährlich und darf NIEMALS allein gespielt werden!

  • Zuhalten der Atemwege mit der Hand:
    Eine sehr intime Art der Atemkontrolle, denn hier sind der Aktive und der Passive nah beieinander. Die Körper haben direkten Kontakt und der Aktive wird dem Passiven mit der Hand den Mund und die Nase zuhalten. Am besten geht das, indem der Aktive von hinten an den (wohlmöglich gefesselten) Passiven herantritt. Einmal um den Körper herumgreifen und Nase und Mund des Passiven zuhalten. Die Körpernähe zwischen den Spielpartnern kann bei solchen Spielen eine beruhigende Wirkung auf den Passiven haben. Gerne kann man hier auch Handschuhe anziehen und dadurch andere Fetische einfließen lassen. Also warum nicht Gummi- oder Lederhandschuhe anziehen und damit Nase und Mund zuhalten. Hat dann auch den Vorteil, dass der Passive auch den Geruch der Handschuhe aufnehmen kann. Es empfiehlt sich immer nur ein paar Sekunden Nase und Mund zuzuhalten. Immer wieder kurze Pausen machen, den Passiven frische Luft atmen lassen und dann wieder die Luftzufuhr einschränken bzw. unterbinden.
  • Plastiktüte über den Kopf:
    Immer wieder sieht man in Horrorfilmen diese Art der Spielerei. Und es ist auch der Horror! Wir raten von dieser Praktik tunlichst ab, wollen sie aber trotzdem hier mit aufzählen. Ähnlich wie beim Zuhalten der Atemwege mit der Hand wird dem Passiven eine Plastiktüte über den Kopf gezogen und am Hals zugebunden oder zugehalten. Zuerst atmet der Passive noch die “verbrauchte” Luft in der Plastiktüte aus und ein, was anfangs eine beruhigende Wirkung haben kann. Dann ist der Sauerstoff irgendwann aufgebraucht und der Passive kommt in diesen “Rauschzustand”. Problem dabei ist, dass die Plastiktüte durch das Ausatmen und den Körperschweiß innen feucht wird und auf der Haut im Gesicht kleben bleibt. Dieses Festkleben kann beim Entfernen der Tüte dann zum Verhängnis werden. Ihr solltet daher VORHER bitte testen, ob der Aktive in der Lage ist mit wenig Kraftaufwand die Tüte zu zerreißen um ggf. bei übergezogener Tüte ein Loch bei Nase und Mund zu reißen. Es kommt natürlich immer auf die Materialstärke der Plastiktüte an. Aber hier nochmal unsere Empfehlung: Diese Praktik bitte lieber unterlassen!
  • Atmung durch Gasmaske:
    Gasmasken können uns vor uns schützen, diese können aber bei der Atemkontrolle wunderbar eingesetzt werden. Zuerst einmal besorgt man sich eine Gasmaske. Es gibt Teilgesichtsmasken, die nur Nase und Mund abdecken, und es gibt Vollgesichtsmasken, die das komplette Gesicht inkl. Augen mit einbeziehen oder gar komplett über den Kopf gehen mit einem Gummihaube. Im Internet kann man schon für relativ wenig Geld eine gute Gasmaske erhalten. Gasmasken von Sexshops würden wir am Anfang nicht verwenden, die haben zwar oft ein paar Zusatzfunktionen, sind aber oft sehr überteuert. Besser sind Gasmasken aus dem militärischen Bereich oder der Feuerwehr. Bekommt man beides als Neuware oder auch gebraucht im Internet. Der Passive bekommt die Gasmaske aufgesetzt und nun gibt es verschiedene Spielmöglichkeiten. Man kann auf der einen Seite mit der Hand die Luftzufuhr am Einlass der Gasmaske zuhalten. Alternativ kann man auch einen Atemschlauch an die Maske anbringen und diesen dann zuhalten, ohne dass der Passive es direkt sehen kann, was den Kick noch etwas mehr erhöht. Eine weitere Spielmöglichkeit ist natürlich auch an die Atemschutzmaske einen Filter anzubringen um hier die Frischluftzufuhr zu erschweren oder gar mit diversen Aromastoffen den Passiven auf andere Arten zu berauschen. Man kann bei diversen Vollmasken die Fenster an den Augen zukleben, dieser Sinnesentzug kann bei Atemkontrollspielen zusätzlichen Reiz haben.
  • Strangulieren:
    Man kann die Atemzufuhr nicht nur direkt an Mund und Nase regulieren, sondern auch am Hals. Dies ist allerdings auch mit äußerster Vorsicht zu genießen, da man hier nicht nur die Atemwege, sondern auch die Blutbahnen unterbricht. Man kann mit den Händen jemanden würgen, oder den Passiven in den “Schwitzkasten” nehmen. Zudem kann man natürlich mit Halsbändern, Seilen oder diversen anderen Dingen den Hals fest umschließen. Aber Achtung: Immer darauf achten, dass alles was man um den Hals legt auch im Notfall umgehend entfernt werden kann. Also beim Einsatz von Seilen KEINE Knoten machen, sondern die Seilenden lieber in der Hand halten!
  • Erhängen:
    Ähnlich wie beim Strangulieren wird dem Passiven hier im Stehen eine Schlinge um den Hals gelegt und langsam nach oben gezogen. Bitte NICHT ruckartig ziehen oder gar den Passiven von einem Stuhl stehend runterstoßen. Man läuft sonst Gefahr, dass das Genick des Passiven bricht und es geht hier nicht um eine Hinrichtung, sondern um Atemkontrolle. Wichtig dabei: das Seil sollte so lang sein, dass bei angelegter Halsschlinge der Passive sich notfalls flach auf den Boden legen kann. Auch dies ist eine sehr gefährliche Spielart und sollte ausschließlich von geübten Spielern praktiziert werden!
  • Atemreduktion am Brustkorb:
    Frauen wissen vielleicht, wie atemberaubend ein Korsett sein kann. Man kann also auch beim Einschnüren des Brustkorbs die Atmung regulieren. Man muss jetzt aber nicht gleich losgehen und ein Korsett kaufen. Vorrangig geht es bei dieser Praktik darum, das Heben und Senken des Brustkorbs zu unterbinden. Dies kann man auch mit einer festen Umarmung schaffen, ganz ohne Spielzeug. Beim Trampling kann man ebenfalls durch das physische Stehen auf dem Brustkorb und Bauch die Atmung erschweren.
  • Untertauchen in Wasser:
    Um die Atmung des Passiven zu unterbinden kann man seinen Kopf auch unter Wasser tauchen. Das kann liegend in der Badewanne sein, oder man kann den Kopf auch in einen mit Wasser gefüllten Eimer stecken. Aber Achtung: Der Eimer oder das Behältnis, in welches der Kopf gesteckt wird, sollte groß genug sein, dass der Kopf auch mühelos Platz hat und sich auch nicht “verkanten” kann. Also ruhig mal den Kopf reinstecken, wenn der Behälter noch leer ist.
    Gefahren dabei: Wasser kann in die Lunge gelangen! Den Passiven also bitte nicht zu lange unter Wasser drücken.

So, jetzt haben wir euch ein paar Praktiken erklärt und ich hoffe wir haben auch auf die lebensgefährlichen Gefahren aufmerksam gemacht! Nochmal an dieser Stelle: NIEMALS diese Praktiken alleine ausüben! Bitte tastet euch äußerst vorsichtig an diese Spielart heran und sollte doch noch eine Frage offen sein, dann nehmt Kontakt zu uns auf, wir helfen euch sehr gern dabei!

Leider gibt es bei Breath Control immer wieder (auch teils prominente) Todesopfer! Hat auch den Beigeschmack, dass in der Presse dann gleich wieder negativ über diese “perversen BDSMler” geschimpft wird. Aber ihr seid hier, ihr lest den Fesselblog und seid gut informiert.
Vorsicht ist besser als Nachsicht! Passt aufeinander auf und habt viel Spaß!

5 Gedanken zu „Atemberaubende Spiele – Breath Control“

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