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Das Atelier – Auslagerung des Spielzimmers

Einige Personen räumen sich und ihrer Sexualität ein eigenes Zimmer ein. Und in diesem Zimmer kann es heiß hergehen. Doch was ist, wenn in den eigenen vier Wänden kein freier Raum zur Verfügung steht? Manchmal lohnt es sich, eine zusätzliche Immobilie anzumieten und diese mit Freunden zu teilen. Willkommen im „Atelier“.

Wenn man sich zu einem BDSM-Date verabredet, dann kann es passieren, dass die Reisetasche sehr voll und schwer wird. Einfacher ist es, wenn die Spielpartner zu Besuch kommen. Ein eigenes Spielzimmer mag viele Vorteile haben, doch nicht in jeder Wohnung mag ein solches Zimmer seinen Platz finden. Und dann kann es sein, dass man diverse Gäste zwar in genau dieses Spielzimmer lassen möchte, aber vielleicht nicht in die eigentliche Wohnung, in der sich dieses Zimmer befindet.

Auslagerung

Wenn das Spielzimmer in der eigenen Wohnung keinen Platz hat, dann kann man diesen Raum auch „auslagern“. Die Idee ist eine zusätzliche Immobilie anzumieten oder zu kaufen und dort ein dediziertes Spielzimmer oder gar „Spielwohnung“ einzurichten. Der Grundgedanke ist ähnlich wie bei der temporären Anmietung eines SM-Apartments. Der Unterschied liegt darin, dass es sich hierbei aber um eine eigene und private Wohnung handelt.

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Wohnung, Atelier oder Keller?

Die größte Frage ist, welche Anforderungen man an eine solche Immobilie hat. Für die einen reicht ein dunkler Keller, in dem man seine Sachen lagert und ab und zu darin ein Abenteuer hat. Andere hingegen bevorzugen eine Wohnung mit einer kleinen Küchenzeile und einem Badezimmer. Ein WC sollte unserer Meinung nach immer vorhanden sein und wenn der Anschluss für Wasser und Abwasser schon da ist, dann ist eine Dusche auch nicht verkehrt.

Der Grundgedanke eines eigenen „Ateliers“ ist relativ simpel. Die meisten BDSM-Liebhaber leben ihre Leidenschaft in ihrer Partnerschaft oder in einem engen Freundeskreis aus. Die Zahl derer, die stark frequentiert fremde Spielpartner haben, ist vermutlich überschaubar. Meist ist es dann doch der erlesene Kreis, mit dem man gemeinsame Sessions veranstaltet. Und irgendwann stellt sich die Frage, ob man nicht alles „zusammenschmeißen“ sollte. Man braucht ja auch nicht jedes Spielzeug doppelt und dreifach, außer man behandelt gerade mehrere Spielpartner gleichzeitig.

Zu mir oder zu dir?

Die Frage nach dem „zu mir oder zu dir“ stellt sich bei einem ausgelagerten Spielzimmer nicht. Denn hier ist das „Atelier“ der zentrale Treffpunkt. Es besteht auch die Möglichkeit sich ein solches Etablissement nicht allein zu gönnen, sondern es bewusst mit Freunden zu teilen. Die Kosten lassen sich entsprechend aufteilen und genutzt werden kann diese Immobilie dann gemeinsam bzw. abwechselnd. Man muss sich dann nur noch einig werden, wer wann das ausgelagerte Spielzimmer nutzt. Gerade die Wochenenden werden dann heiß begehrt sein.

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Es gibt zahlreiche Vor- und Nachteile ein Spielzimmer auszulagern. Wir möchten euch ein paar relevanten benennen:

Vorteile

  • „Fremde“ müssen nicht in die Privatwohnung bzw. -haus geführt werden, sondern sie sehen nur den Mikrokosmos vom Spielzimmer. (Somit bleibt die Privatanschrift dann auch verborgen.)
  • Man kann auch mal ein paar Sachen „liegen lassen“, ohne dass man etwas unmittelbar aufräumen muss, was die Eltern bei ihrem nächsten Besuch nicht sehen müssen.
  • Man kann sich das Spielzimmer mit anderen Personen teilen (Stichwort: Mietkosten).
  • Man kann das Spielzimmer etwas „expliziter“ einrichten, wie man es vermutlich mit einem Zimmer in einer Privatwohnung nicht tun würde.
  • Beim geteilten ausgelagerten Spielzimmer kann man ggf. von einem größeren Fundus an Spielsachen und SM-Möbeln profitieren.

Nachteile

  • Zusätzliche Kosten für die Immobilie (Miete, Energiekosten, Telefon-/Internetanbindung, etc.)
  • Im Winter muss die Immobilie ggf. auch bei Nichtbenutzung geheizt werden.
  • Die Immobilie muss regelmäßig gelüftet werden (Schimmelvorbeugung).
  • Je nach Immobilie muss man diese erst selbst „anreisen“. Spontane Sessions in den eigenen vier Wänden werden erschwert.
    (Wir kennen Spielpartner, deren ausgelagertes Spielzimmer bis ca. 200 km von ihrem eigentlichen Wohnort entfernt ist.)
  • Wenn man die Immobilie mit Freunden teilt, muss man sich absprechen, wer wann das Spielzimmer nutzt.
  • Man hat eine Immobilie mehr zum pflegen/putzen/instand halten.
  • Eine ausgelagerte (und möglicherweise nicht dauerhaft bewohnte) Immobilie ist ein potentielles Ziel für Einbrecher.

Stellt euch vor, ihr habt ein tolles Fetisch-Outfit, welches ihr im ausgelagerten Spielzimmer verwahrt. Jetzt möchtet ihr genau dieses Fetisch-Outfit in der Privatwohnung tragen. Ihr müsstet also erst zu eurem ausgelagerten Spielzimmer fahren und es dort tragen bzw. abholen. Wenn jetzt natürlich bei einer geteilten Immobilie gerade ein Freund dort aktiv ist und seine Ruhe hat, so ist das Fetisch-Outfit für diesem Moment unzugänglich.

Wir möchten euch jetzt auf eine (fiktive) Reise entführen. Wir nehmen euch mit in ein perfektes ausgelagertes Spielzimmer:

Die Immobilie mit dem ausgelagerten Spielzimmer ist nur wenige Kilometer entfernt. Ihr könnt sie schnell mit dem Auto oder fußläufig erreichen. Per Smart Home könnte ihr im Vorfeld die Heizung schon einschalten, damit das Spielzimmer schön warm ist. Die Lüftungsanlage sorgt dafür, dass die Läuft regelmäßig getauscht wird und immer ausreichend angewärmte (oder gekühlte) Frischluft vorhanden ist. Die Location wird kameraüberwacht und schlägt Alarm, wenn sich Unbefugte Zugriff verschaffen wollen. Die Türe lässt sich per PIN oder mit dem Fingerabdruck öffnen.

Drinnen angekommen hat man ein Badezimmer, in welchem man sich frisch machen kann und einen großen Spielbereich mit einer Vielzahl an SM-Möbeln und Spielsachen. Zudem gibt es ein Ankleidezimmer mit vielen Fetisch-Outfits. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wenn man frisch geduscht aus dem Badezimmer kommt, geht man ins Ankleidezimmer, zieht das gewünschte Outfit an und dann geht es in den Spielbereich, in welchem man viel Spaß haben kann. Natürlich wird nach der Benutzung der Location diese von einer Reinigungskraft (z.B. einem Sklaven) grundlegend gereinigt, der Müll entsorgt, die Handtücher gewaschen, das Geschirr gespült (z.B. die Gläser, aus denen man den gekühlten Sekt genossen hat).

Klingt fast schon zu perfekt. Im Endeffekt gibt es sowas. Es gibt SM-Apartments, die man entsprechend anmieten kann und die nach der Benutzung entsprechend gereinigt werden. Aber dabei handelt es sich halt um eine fremde Immobilie und nicht um die eigenen vier Wände.

Wenn man eine solche Location besitzt, dann stellt sich natürlich auch die Frage, ob man diese (privat oder gewerblich) an fremde Spielpartner vermietet. Für mich persönlich wäre das wohl nichts, denn ich hätte immer die Befürchtung, dass hier dann etwas zu Bruch geht. Für mich wäre das dann wohl nur etwas für den eigenen Gebrauch oder für Freunde, denen man vollkommen vertraut. Und vielleicht kann man mit genau diesen Freunden dann auch ein gemeinsames Abenteuer dort erleben.

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Umfrage zum Thema Spielzimmer

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Veröffentlicht von

Dennis

Mentor und Berater im Bereich Fetisch und BDSM. Du möchtest dich über Fetisch und BDSM unterhalten? Kommt gern auf mich zu. Egal ob Einsteiger oder Profi, ich unterstütze dich gern!

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