Die Nachsorge nach einer Bondage-Session ist sehr wichtig und kann je nach Partner sehr unterschiedlich aussehen. Während die meisten für eine Nachsorge aus ihrer „misslichen Lage“ befreit werden, werden andere hingegen bewusst gefesselt. „Bondage Aftercare“ oder lieber „Aftercare Bondage“?
Vor und nach einer Session
Vor einem sexuellen Abenteuer fallen bei vielen die Hüllen und nach einem fesselnden Abenteuer fallen die Seile, die Ketten und die Schlösser. Doch das trifft nicht für alle Personen zu. So heißt es vor einer Session nicht immer „ausziehen“, sondern auch mal „anziehen“ und nach einer Session kann das eine oder andere Schloss noch zusätzlich angebracht werden. Aber ist das noch Nachsorge oder begeben wir uns hier auf einen gefährlichen oder gar traumatisierenden Pfad?
Nachsorge – Bondage Aftercare
Die Nachsorge (Aftercare) ich für alle Spielpartner nach einer BDSM-Session sehr wichtig. Nur kann diese Nachsorge sehr unterschiedlich aussehen. Die einen führen ein Gespräch, andere suchen die körperliche Nähe und möchten kuscheln, wieder andere lassen sich fesseln. Aber Moment: Gehört das Fesseln nicht eigentlich in die Session und hat in der Nachsorge nichts mehr verloren?
Der tiefe Fall
Nach einer intensiven Session können manche Spielpartner in ein Loch fallen. Solch ein Stimmungstief kann man auch als „Post Event Blues“ bezeichnen. Für manche ist es daher wichtig, dass man eine (intensive) Session langsam ausklingen lässt. Dieses Ausklingen ist in gewisser Weise eine Nachsorge. Der Unterschied liegt darin, dass diese spezielle Nachsorge restriktive Elemente beinhaltet, wie sie manche eher innerhalb einer Session vermuten. Ein Leser berichtet:
„Die Sessions mit meiner Eheherrin können sehr intensiv sein. Oft wird mir im Zuge einer Session der Hintern versohlt, bis er eine schöne Färbung erhält. Für dieses Spanking werde ich auf einen Bock fixiert und geknebelt. Würde sie mich nach dem Spanking einfach losmachen, würde ich in ein sehr tiefes Loch fallen. Zudem tue ich mich schwer ihr dann in die Augen zu sehen. Zuletzt hat sie mir nach dem Spanking den Knebel abgenommen und mir eine blickdichte Maske aufgesetzt. Danach wurden die Fesseln vom Bock gelöst und ich musste mich (blind) hinstellen. Sie steckte mich dann in eine Zwangsjacke und ich durfte mich auf den Boden legen. Auf dem Boden liegend behandelte sie meinen glühenden Hintern mit einer Wundsalbe. Nach ungefähr zwei Stunden wurde ich dann final befreit, ab hier war ich dann auch bereit ihr in die Augen zu schauen. Die restriktive Ruhephase ist für mich die beste Nachsorge, die ich nach einer Spanking-Session haben kann.“
Aftercare Bondage
Wir haben mehrere Zusendungen von Lesern zu diesem Thema mit vielen Beispielen erhalten. Manche verweilen auch während der Nachsorge in ihren Rollen, andere begegnen sich unabhängig von Fesseln auf Augenhöhe. Noch ein Kaffee nach einer Session? Sehr gern, dann aber in Handschellen. Oder danach noch ein bisschen gemeinsam Fernsehen? Auch hier kann man noch ein Halsband, einen Keuschheitsgürtel oder eine Zwangsjacke tragen.
Wichtig beim Aftercare Bondage ist, dass die „Action“ quasi vorbei ist. Es handelt sich lediglich um ein ruhiges Ausklingen mit restriktiven Mitteln. Aftercare Bondage kann luststeigernd sein, dennoch steht es nicht im Mittelpunkt, dass man diese Lust weiter befeuert.
Ende vom Ende
Die Nachsorge stellt zeitlich das Ende einer Session dar. Wenn es sich allerdings bei der Nachsorge um Aftercare Bondage handelt, dann fragt man sich, wann denn nun das Ende vom Ende ist? Also wann endet die „Aftercare Bondage“-Nachsorge und somit die BDSM-Session endgültig? Schwer zu sagen, denn Aftercare Bondage kann unter Umständen mehrere Tage andauern (beispielsweise das Tragen einer abgeschlossenen Kette um den Hals). Bei den meisten Personen endet Aftercare Bondage mit der finalen Befreiung und dem Ablegen sämtlicher Fesseln und Restriktionen.
Eure Meinung
Wie steht ihr zu diesem Thema? Könntet ihr euch vorstellen im Zuge einer Nachsorge nach einer BDSM-Session weiterhin gefesselt zu sein oder gar bewusst hier gefesselt zu werden? Oder wäre das für euch dann weniger eine Nachsorge und würde euch vielleicht sogar in eine Stresssituation bringen? Was wäre euch lieber: Bondage Aftercare oder Aftercare Bondage? Schreibt uns gern eure Meinung zu diesem Thema. Wir freuen uns auf eure Zuschriften.

Da ich aktuell mein eigener Spielpartner bin, ist es nicht wirklich so, dass wir unterschiedlich lange brauchen um aus einer Session – die ja dadurch eh nur eingeschränkt funktioniert – auszusteigen. Trotzdem spricht mich die Idee langsamer auszusteigen und eventuell ganz bewusst die Entfesselung in die Länge zu ziehen sehr an. Muss ich echt mal probieren, ich glaube das könnte mir zusagen.
Wenn SUB sich in ihren Fesseln wohl fühlt und schon öfters gefesselt war, kann es durchaus mal länger Fixiert bleiben, auch mal über Nacht oder das WE, so lange jemand in der Nähe ist und den Zustand des „OPFERS“ überwacht!
Besonders bei Stationären oder Restriktiven Bondage Spielen und alles zur Befreiung griffbereit liegt!
Solche Extremen Bondagespiele sollten mind. eine Stunde, bevor der Spielpartner die Örtlichkeit verlässt (Montag früh zum Arbeitsplatz)!
Bei Mobilen Fesselungen, für aussenstehende nicht als solche erkennbar und den Alltag nicht Unmöglich machend, spricht nix dagegen, wenn das Korsett, bis zum Abend am Körper verbleibt oder der KG bis zur nächsten Spielesession…
Grosse Knebel oder sich zuziehen könnende Halsfesseln, werden vor der Nachtruhe entfernt, auch wenn der Partner daneben liegt!
Hi
Ich mag Es auch nach einer Session fixiert zu bleiben. Wann ich freigelassen werde bestimmen ausschließlich meine Master. Es ist für mich äusserst reizvoll niemals vorher zu wissen,ob nach der Session auch für mich Schluß ist oder nicht.
Alles Gute
Für dich als fester Sklave ist bekanntlich nie wirklich „Schluss“. Eine Session kann zwar enden, aber dein Sklavendasein bleibt bestehen und wird immer ein Teil von dir sein.