Ledergeschirr

Warum braucht man seine eigenen Spielsachen?

Spielsachen sind geil, Spielsachen machen Spaß, aber leider sind sie auch teuer und nehmen Platz weg. Und was ist, wenn es dann doch keinen Spaß macht? Dann ist das Geld zum Fenster hinaus geworfen. Man kann ja auch einfach mit den Sachen von anderen Spielpartnern zur Tat schreiten. Es macht jedoch Sinn, ein paar grundlegende Spielsachen selbst sein Eigen nennen zu dürfen.

In der BDSM Welt gibt es Spielpartner, die haben einfach alles. Ein eigenes Folterzimmer bis oben hin mit den tollsten Werkzeugen, Kleidungsstücken und vielleicht sogar besonderen Möbeln. Es ist aber auch klar, dass nicht jeder soetwas haben kann, sei es jetzt aus Platzgründen oder weil das nötige Kleingeld fehlt.

Immer wieder treffen wir auf Fetischisten, die von sich behaupten, ihren Fetisch voll auszulegen, ohne aber selbst die eigenen Mittel dazu zu besitzen. Ein Gummi-Fetischist ohne ein einziges eigenes Gummistück? Ein Lederfetischist ohne die passende Lederbekleidung? Dürfen sich diese Menschen dann überhaupt Fetischist nennen? Wir sagen ja,… mit einem kleinen „aber“…

Gerade in der Anfangszeit, wenn sich der eigene Fetisch entwickelt ist man in der Probier- und Kennenlernphase. Hier rennt man meist nicht gleich zum ersten Fetisch-Laden und deckt sich mit Ausrüstung ein. Man sucht meist erst Gleichgesinnte, mit denen man dann einen gemeinsamen Ausflug in die Fetisch-Welt startet. Und einmal in eine fremde Fetisch-Kleidung geschlüpft kommt man der eigenen Anschaffung dieser ein Stück näher.

Wer aber nach mehreren Jahren immer noch keine eigene Ausrüstung hat, der bekommt gern mal den Stempel „Schmarotzer“ auf die Stirn. Man teilt zwar gern, aber irgendwann sollte derjenige vielleicht was Eigenes besitzen. So sollte sich nach unserer Meinung ein Fetischist mit ein paar Basis-Komponenten eindecken, die seinem Fetisch entsprechen.

Das hat auch den Vorteil, dass man den Fetisch auch mal alleine ausleben kann, wenn man keine Spielpartner findet. Ein überzeugter Sklave wird sein Halsband und seinen Keuschheitsgürtel auch Zuhause tragen, wenn gerade keinen Herrin oder Master sich um ihn kümmern kann.

Oder auch zur Selbstbefriedigung kann es sehr erfrischend sein mal in Fetischkleidung diesen intimen Moment zu genießen. Oder warum nicht mal in die Garage gehen und sich Motorrad- oder Arbeitshandschuhe holen um sein bestes Stück zu berühren?

Schlüpft in eure Fetisch-Kleidung, schaut in den Spiegel und seht, wir wunderschön ihr in eurem Fetisch glänzt. Wenn ihr euch selber geil findet, dann sehen das auch andere Spielpartner und kommen von allein um an eurer Haustüre zu scharren.

Unser Schlussgedanke: Wenn ihr einen Menschen in der Fetisch-Szene kennenlernt, dann erwartet nicht, dass er die volle Ausrüstung hat. Lehnt ein Treffen mit einem möglichen Spielpartner auch nicht ab, wenn er nichts hat. Lasst ihn oder sie von euren Gegebenheiten und Erfahrungen profitieren. Vielleicht ist es für euer Gegenüber der erste Ausflug in die Welt von Fetisch und BDSM. Und wer weiß, vielleicht hat derjenige bei eurem nächten Treffen ein geiles Spielzeug, was ihr noch nicht kennt und seid froh, dass ihr es da ausprobieren könnt… Viel Spaß dabei!

4 Gedanken zu „Warum braucht man seine eigenen Spielsachen?“

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