Suspension

Ruhephasen im BDSM

BDSM-Sessions können sehr geil und auch sehr schweißtreibend sein. Es kann gut sein, dass wir an unsere psychischen und physischen Grenzen anstoßen und deshalb sollte man regelmäßige Pausen und Ruhephasen einplanen. Dies bedeutet aber nicht unbedingt, dass der devote Partner diese Ruhephasen ungefesselt verbringen muss.

Wir haben schon darüber geschrieben, wie lang eine Session dauert und auch über das „Verweilen“ in der BDSM-Session hat es schon einen Artikel gegeben. Was ist jetzt an diesem Artikel neu? Na beim Verweilen war die Rede von gewissen Phasen während der Session und dieses Mal geht es bewusst um Zeiten außerhalb von BDSM-Sessions.

Klingt ein wenig nach Dauersex? Einige BDSM-Spieler versuchen nach 24/7/365 zu streben. Realisierbar ist es vielleicht schon, aber es kostet wahnsinnig viel Kraft, für beide Partner. Gehen wir aber einmal davon aus, dass wir die gemeinsamen BDSM-Erlebnisse auf Sessions aufteilen. Gerade an Wochenenden haben BDSM-Spieler mehr Zeit als unter der Woche (Arbeit, etc.). Naheliegend, dass man in dieser Freizeit möglichst viele BDSM-Erlebnisse haben möchte. Klar kann man auch in den Sessions verweilen und etwas zur Ruhe kommen. Trotzdem empfehlen wir bewusste Pausen!

Sollte sich der devote Partner in einer restriktiven Position befinden (z.B. in einer medizinischen Akutfixierung auf dem Bett), so sollte man hier dem Körper eine Pause gönnen. Ein gemeinsames Kochen und Essen kann auch schön sein. Der Devote darf hier selbstverständlich auch ein Halsband tragen und das Festmahl auch gern aus einem Fressnapf genießen.

Im Ernst: Pause und Ruhephasen sind wirklich wichtig! Nahrungsaufnahme, der Gang aufs WC (sofern man Windeln nicht mag), ein entspanntes Bad oder eine erfrischende Dusche. Natürlich darf der Sub auch gern mit einem angelegten Keuschheitsgürtel daran erinnert werden, wo sein Platz ist.

Manchmal können Ruhephasen und BDSM-Pausen auch länger dauern, Tage oder gar Wochen. Diese Zeit kann man natürlich wunderbar nutzen um Ordnung zu schaffen und Spielsachen entsprechend zu pflegen und zu sortieren um sie sicher zu verwahren. Ein paar „Basics“ sollten aber nicht allzuweit verräumt werden. Sei es jetzt das Halsband, welches nicht verräumt sondern angelegt gehört. Oder ein paar Handschellen um den Sub schnell und kurzfristig zu fixieren.

Auch der aktive Partner benötigt Ruhephasen, denn es ist nicht immer ein leicher Job Top zu sein. Es erfordert höchste Konzentration, denn man übernimmt die uneingeschränkte Verantwortung für einen Menschen. Und es kann doch auch mal schön sein ohne Fesseln einfach nur auf dem Bett oder Sofa zu liegen und zu kuscheln. Der Sub darf dann gern die Getränke und Knabbereien reichen um sich hier ein wenig der Völlerei hinzugeben. Alternativ darf sich der Sub auch mit diversen Streicheleinheiten oder einer kräftigen Rückenmassage seiner Domina oder Master für die vielen schönen BDSM-Momente bedanken. Es gibt ja bekanntlich nichts ohne Gegenleistung auf der Welt.

Man sollte nichts für selbstverständlich halten und seinen Partner respektieren. Es sind oft eben die kleinen Dinge die zählen. Genießt jeden Moment miteinander und wenn ihr in aller Ruhe frische Energie getankt habt, dann lasst gemeinsam die Sau raus. Natürlich nur soweit auch alle Beteiligten Freude daran haben. Viel Spaß und passt aufeinander auf!

P.S. Das Vorschaubild zeigt einen devoten BDSM-Spieler in Hängebondage („Body-Suspension“). Es mag zwar keine wirklich entspannende Fesselung sein, aber den Wortwitz mit dem „Abhängen“ in Kombination mit Ausruhen wollten wir uns nicht entgehen lassen. Und an was das Gewicht weiter hinten „baumelt“ überlassen wir eurer Fantasie. *grins*

2 Gedanken zu „Ruhephasen im BDSM“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

2 × fünf =