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Entscheidungen

Ohne Entscheidungen würden wir auf der Stelle stehen bleiben. Nur durch Entscheidungen kommen wir also weiter, doch dass Entscheidungen auch teils weitreichende Konsequenzen mit sich bringen wird manchen BDSM-Spielern erst im Nachhinein bewusst.

Jeder Mensch trifft Tag für Tag hunderte von Entscheidungen, auch wenn es sich manchmal gar nicht so anfühlt. Ein paar Beispiele:

  • Im Bett liegen bleiben, oder doch aufstehen und in die Arbeit gehen?
  • Kaffee oder Tee?
  • vor Ort im Laden oder online einkaufen?
  • Gehorsamkeit oder Rebellion?
  • Badewanne oder Dusche?
  • Meister oder Sklave?
  • Handschellen oder Lederfesseln?
  • die rote oder die grüne Pille?
  • u.v.m.

Die meisten Tagesentscheidungen machen wir unbewusst. Es ist für den einen eine Selbstverständlichkeit morgens sich unter die Dusche zu stellen. Andere nehmen lieber ein Entspannungsbad am Abend. Doch jede Entscheidung hat auch eine Konsequenz. Manche sind direkt und manche eher indirekt spürbar. Wenn man sich die Zähne in der früh nicht putzt, dann fällt es einem selbst vielleicht nicht auf. Menschen in unserer Umgebung könnten allerdings wegen des Mundgeruchs eher abgeneigt von unserer Anwesenheit sein.

Eine Entscheidung ist also eine Aktion und darauf gibt es eine Reaktion. Ähnlich ist es auch im BDSM. Initial mit der wesentlichsten Entscheidung: Meister oder Sklave? Es gibt viele BDSM-Spieler, die Angst davor haben eine Entscheidung zu fällen. Meist lassen diese sich dann als Devoter im Bereich BDSM einführen, in der Hoffnung, dass ihnen hier alle Entscheidungen abgenommen werden.

Doch auch als devoter Spielpartner trifft man Unmengen von Entscheidungen. Befolgt man den Befehl des dominanten Spielpartners oder stellt man sich entgegen (evtl. in freudiger Erwartung von einer Züchtigung). Aktion – Reaktion; Entscheidung – Konsequenz.

Das Schlimmste was im BDSM und auch sonst im „normalen“ Leben passieren kann ist keine Entscheidung zu treffen. Hier unterscheiden sich die Worte „Entscheidungsträger“ und „entscheidungsträge“ massiv. Auch wenn man als devoter Spielpartner die Kontrolle an den dominanten Spielpartner abgibt, gibt es hier jedoch viele Entscheidungen zu treffen.

Sehen wir uns das Beispiel Spanking an. Wenn man den Hintern versohlt bekommt, dann wird es zweifellos irgendwann zu Schmerzen kommen. Der Devote kann natürlich beginnen zu jammern, doch könnte es dann passieren, dass man kurzum einen Knebel ins Maul geschoben bekommt.

Wir wollten euch dazu ermutigen Entscheidungen zu treffen! Seid nicht entscheidungsträge, sondern geht euren Weg! Und dass ihr euch für BDSM interessiert zeigt die Tatsache, dass ihr gerade diesen Artikel lest. Ihr habt also eine wichtige Entscheidung bereits getroffen!

JA, ich interessiere mich für BDSM!
JA, ich möchte noch mehr über BDSM erfahren!
JA, ich lese „Fesselblog – Lesen was verbindet„!

Wir sagen an dieser Stelle vielen Dank! Jetzt noch eine Bitte oder eher ein Wunsch an euch! Welche Themen interessieren euch denn noch so? Schreibt uns gerne eure Wunschthemen, über die ihr im Bereich BDSM und Fetisch mehr erfahren wollt. Und keine Sorge, wir sind auch sehr gern bereit neue Wege mit euch gemeinsam zu erforschen! Traut euch! Schreibt uns in den Kommentaren, auf den sozialen Netzwerken oder direkt per E-Mail an kontakt@fesselblog.de, wir freuen uns auf euer Feedback!

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