Füße

Body worship – Erforschung erogener Zonen (Teil 8)

Beim „Body worship“ geht es um die Verehrung des Körpers bzw. diverser Körperteile. Die Herausforderung für jeden Dominanten ist es die Anbetung nicht nur auf diverse Körperteile zu beschränken, sondern vollkommen vom devoten Partner angebetet zu werden.

Es wirkt wie ein Rechtschreibfehler, denn auf den ersten Blick möchte man „workship“ lesen. Beim „Body worship“ geht es nicht um körperliche Arbeit, sondern um die Anbetung und Verehrung des Körpers. Für den devoten Spielpartner kann diese Verehrung natürlich schon zu körperlicher Arbeit führen.

Zeit für einen kleinen Rückblick. In unserer Reihe „Erforschung erogener Zonen“ haben wir bereits sinnliche und erotische Körperstellen für euch identifiziert, an denen ihr euren Partner vielleicht in Wallung bringt.

Schauen wir uns die bisher vorgestellten erogenen Zonen nochmal an:

Schon merkwürdigt, dass es bisher solche speziellen Körperteile waren. Die Klassiker wie Nacken und Schulter fehlen, oder die Ohrläppchen. Ja das liegt wohl daran, dass wir diesen Körperzonen bisher noch keinen eigenen Beitrag gewidmet haben. Wir haben bisher immer in den Fokus gelegt euch eine erogene Zone zusammen mit einer Spielmöglichkeit als Vorschlag zu unterbreiten.

Wir hoffen natürlich sehr, dass ihr schon die eine oder andere Körperregion aufgrund dieser Inspirationen bei eurem Partner erforscht habt. Zurück zu unserem achten Teil in der Reihe „Erforschung erogener Zonen“, in dem wir euch die Anbetung und die Verehrung für den Körper näher bringen wollen.

Ein Fetisch erklärt sich meist durch eine sexuelle Erregung. Man wird sexuell davon angezogen, es macht jemanden „geil“ und schon kann es sein, dass man einen Fetisch für sich entdeckt hat. Beim „Worshiping“ geht es um eine freiwillige (oder im BDSM vielleicht auch unfreiwillige) Unterwerfung des devoten Partners („Worshiper“, der Anbeter) durch den aktiven und dominanten Partner („Worshipee“, der Angebetete).

Aber wie sieht diese Anbetung und Verehrung nun aus? Meist beginnt es mit einem Kniefall des Worshipers und dann wird meist die angebetete Körperstelle geküsst und geleckt. Typische Regionen sind meist die Füße (hier lohnt sich der Kniefall auf jeden Fall), der Genitalbereich oder auch das Gesäß. Wie im BDSM allgemein üblich steht die sexuelle Lustbefriedigung des dominanten Partners im Vordergrund. Das vergessen leider nur oft die devoten Spielpartner, deshalb sei es an dieser Stelle nochmals erwähnt.

Bei der Huldigung des Körpers des Dominanten verhält sich dieser meist distanziert, ja fast unnahbar, was viele Devote noch mehr sexuell erregt. Hierarchie ist sehr wichtig, doch sollte der Dominante mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen bleiben und nicht in himmlische Sphären abschweifen. Verehrung ist gut und schön, Vergötterung mag gänzlich übertrieben und unangebracht sein.

Es gibt noch eine spezielle Variante des „Body worship“, nämlich die Anbetung von Muskeln. Hier gelangen die devoten Partner in sexuelle Erregung, indem sie Muskeln betrachten, berühren und/oder ebenfalls lecken dürfen. Wir haben schon einen Artikel über die „Muskeldysmorphie“ geschrieben und an dieser Stelle wollen wir euch nochmal sagen: Jeder Mensch ist auf seine Art schön! Das Streben nach dem perfekten Körper („Adonis-Komplex“) kann auch krankhaft sein. Passt aufeinander auf!

Zurück zum „Body worship“ im Bereich BDSM, denn jetzt wird es spannend. Man kann die Verehrung des Körpers auch erzwingen. Fremdbestimmung ist uns ja eh sehr wichtig und willkommen im Bereich BDSM und von daher zwingt doch einmal eure Partnerin oder Partner auf die Knie zu gehen und die Füße zu küssen. Ein leichter Schlag auf den Hintern erhöht die Motivation ungemein. Sollte der Devote allerdings keine sexuelle Erregung dabei verspüren, so wäre es ein Schauspiel und für alle beteiligen Spielpartner sexuell nicht erfüllend.

Gern kann bei Interesse die Huldigung des Körpers auch von mehreren fleißigen Zungen übernommen werden. Während der eine im Genitalbereich und der andere an den Füßen leckt so gibt es noch viele weitere Körperstellen. Eine erotische Rücken- oder Nackenmassage kann ebenfalls ein extrem erregendes Vorspiel für eine gemeinsame Session sein. „Body worship“ ist allerdings mehr als nur ein Vorspiel, es ist ein Ritual, welches eine BDSM-Beziehung nochmal einen Schritt weiterbringt und das Bewusstsein der festgelegten Rollen festigt.

Was ebenfalls sehr erotisch aber auch extrem sein kann ist das sogenannte „Facesitting“. Wobei wir das in einem eigenen Beitrag näherbringen wollen, deshalb sei es an dieser Stelle nur erwähnt.

Wir wünschen euch viel Spaß und passt aufeinander auf!

 

2 Gedanken zu „Body worship – Erforschung erogener Zonen (Teil 8)“

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